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YouTube-Show «7 vs. Wild»: So gefährlich ist der Drehort wirklich

Isla San José im Süden von Panama, die zweitgrösste Perleninsel, ist der Drehort für die 2. Staffel von 7 vs. Wild.
Die zweite Staffel «7 vs. Wild» wurde auf der Isla San José gedreht, der zweitgrössten Perleninsel in Panama. Ein Problem: Dort fanden früher Chemiewaffen-Tests statt.Bild: Screenshot: YouTube

YouTube-Show «7 vs. Wild»: So gefährlich ist der Drehort wirklich

09.11.2022, 08:4309.11.2022, 14:09
Helen Kleinschmidt / watson.de

Am Samstag ist die langersehnte zweite Staffel der YouTube-Survival-Show «7 vs. Wild» von Videoproduzent Fritz Meinecke gestartet. In dieser Reality-TV-Show werden sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Wildnis ausgesetzt und filmen sich selbst, wie sie sich bis zum Finale mit nur wenigen Hilfsmitteln in der Natur durchschlagen.

Die erste Staffel, die Ende August 2021 gedreht wurde, fand in Schweden an einem See statt. Anfang dieses Jahres waren sich die Produzenten jedoch einig, dass es erstens neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer und zweitens eine neue Location geben müsse. Ein YouTube-Video des Produzenten David «Dave» Henrichs zeigt nun die Suche nach einem perfekten Ort für die neue Staffel, die mit einigen gefährlichen Herausforderungen verbunden war.

Das besagte Video (YouTube):

Wo genau wurde gedreht?

Eigentlich dachte Fritz Meinecke für die Fortsetzung von 7 vs. Wild an Drehorte wie Kanada oder Alaska, denn es müsse «windig, regnerisch und kalt sein». Der Partner und Sponsor Wandermut schlug hingegen eine Insel vor, die in den Tropen liegt: Isla San José im Süden von Panama.

Diese Insel erfülle alle Kriterien: Sie sei isoliert, aber trotzdem mit 80 Kilometern Entfernung zum Festland relativ nah an der Zivilisation. Sie sei gross genug, damit sich die Teilnehmer:innen nicht zufällig über den Weg laufen, und nicht stark bebaut. Es gebe genug überlebenswichtige Ressourcen wie Wasser und Kokosnüsse – aber auch nicht zu viele, damit es den Teilnehmer:innen nicht zu leicht gemacht werde.

Trotzdem war den Produzenten sofort klar, dass die Insel Gefahren bereithält. An der Küste soll es Krokodile und Haie geben, während auf der Insel selbst giftige Schlangen leben sollen. Teilweise seien die Moskitos in Wassernähe «unerträglich». Auch giftige Früchte seien auf der Insel zu finden.

Gefährliche Wendung kurz vor Drehbeginn

Alle waren begeistert von der Insel, bis eine gefährliche Information an die Produzenten herangetragen wurde. Das Projekt musste zumindest an diesem Drehort beinahe abgebrochen werden. Organisator Paddy von Wandermut berichtet:

«Die Insel war absolut perfekt […], aber wir sollten trotzdem noch eine böse Überraschung erleben. Und zwar hat Isla San José eine sehr dunkle Vergangenheit: In den 40ern wurden hier Chemiewaffen getestet. Bei diesen Tests zünden nicht immer alle.»

Heisst: Bis zu 3000 Bomben wurden damals nicht gezündet. Dieser Fakt löste ernsthafte Bedenken und Zweifel bei den Verantwortlichen aus – man könne die Teilnehmer:innen doch nicht in ein Gebiet schicken, in dem sie auf Blindgänger treffen könnten.

Ziel war nun also, herauszufinden, wo sich die sechs Testzonen befanden. Ein US-amerikanischer Investigativjournalist erklärte sich nach hartnäckigen Überredungsversuchen von Paddy bereit, einen Bericht und eine Karte mit den gefährlichen Zonen zu senden, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren.

In den roten Zonen soll es bis zu 3000 Bomben geben, die in der Testphase nicht zündeten.
In den roten Zonen soll es bis zu 3000 Bomben geben, die in der Testphase nicht zündeten.screenshot: youtube

Nach einem Blick auf die Karte sei Paddy erleichtert gewesen: «Die sechs Testzonen waren im Inland» und obwohl einige erschreckend nah an der Küste lägen, seien die Spots der Teilnehmerinnen und Teilnehmer «nicht davon betroffen». Ausserdem hätten sie später noch Wasserproben bekommen, «die waren auch alle in Ordnung.» Der zweiten Staffel stand also nichts mehr im Wege.

So teuer war die Miete der Insel

Für die gesamte Insel inklusive einer Hotelanlage, in der das Team untergebracht werden sollte, mussten die Produzenten eine enorme Summe bezahlen, die im sechsstelligen Bereich gelegen hätte. Doch auch das habe sie nicht abgeschreckt:

«Wir wollten die Insel, koste es, was es wolle.»
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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von «7 vs. Wild Panama»

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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von «7 vs. Wild Panama»
quelle: screenshot: youtube
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Video: srf

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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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nobodysplace
09.11.2022 09:44registriert April 2016
Ich mag eure Artikel, aber dieser ist eine Abschrift vom genannten Video. Für mich fühlt sich das an, als ob watson vom Hype profitieren will, ohne einen Mehrwert zu bieten. Nebst dem, dass den Produzenten Traffic entgehen wird.
Schade.
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Ig nid är
09.11.2022 11:28registriert April 2018
Hmm also einen Artikel so abzuschliessen. Ihr hattet auch schon bessere Beiträge. Habt ihr nicht wie in allen Filmen mit irgendwelchen Magazinen, einen der alles liest und allen sagt was schlecht ist?
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