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Microsoft hat ein Killer-Feature enthüllt, das unsere Sitzungen für immer verändern könnte

Microsoft hat an seiner jährlichen Konferenz für Software-Entwickler gezeigt, wie geschäftliche Besprechungen in wenigen Jahren ablaufen könnten.



Das Herzstück des wohl modernsten Meeting-Raums der Welt ist das erstmals gezeigte Konferenzsystem, das die Sitzungs-Teilnehmer automatisch erkennt, zwischen verschiedenen Sprachen übersetzt und das Gesprochene automatisch transkribiert, sprich ein Sitzungsprotokoll erstellt.

Meeting-Teilnehmer können dabei im gleichen Raum oder in anderen Ländern sitzen. Unabhängig davon können sie das mit der Spracherkennung erstellte Protokoll der Sitzung in ihrer Muttersprache in Echtzeit mitlesen.

Bild

Das Konferenzsystem zeigt das mit Spracherkennung erstellte Sitzungsprotokoll in Echtzeit auf dem Bildschirm. 

Das Protokoll des Meetings erscheint direkt auf einem 55- bis 84 Zoll grossen Touchscreen, dem so genannten Surface Hub. Die automatisch generierte Abschrift des Meetings steht so jedem Teilnehmer – ob er sich im gleichen Raum befindet oder am anderen Ende der Welt – schon während der Besprechung als gemeinsames Dokument zur Verfügung.

Bild

Ein Beispiel: Findet ein Meeting in der Schweiz auf Deutsch oder Englisch statt, kann ein anderes Team in China das Protokoll auf Chinesisch mitlesen.

Mit der automatischen Transkription, also der Verschriftung des Gesprochenen, können auch Gehörlose ohne Gebärdendolmetscher an der Besprechung teilnehmen (siehe folgendes Video).

Modern Meetings Demo: Das Büro der Zukunft

abspielen

Video: YouTube/Microsoft

Natürlich wird in Meetings oft wild durcheinander gesprochen. Auch damit soll das System zurechtkommen, wie Microsoft in der Live-Demo zeigte. Dafür muss das Konferenz-System die Sprechweise der einzelnen Meeting-Teilnehmer, etwa den branchentypischen Businessjargon, zuerst lernen. Wirklich gute Sitzungsprotokolle und Echtzeit-Übersetzungen sind also erst zu erwarten, wenn das System die Sprechweise der Sitzungsteilnehmer gelernt hat. 

Finden Besprechungen oft in der gleichen Zusammensetzung statt, dürfte dies der Qualität der Protokolle zugutekommen. Umgekehrt muss das System den Sprechstil neuer Sitzungsteilnehmer (Jargon, Akzent etc.) zuerst trainieren, um brauchbare Ergebnisse zu liefern. Beweisen muss Microsoft auch noch, dass dies nicht nur auf Englisch, sondern mit anderen Sprachen genau gleich gut funktioniert – auch wenn Englisch in vielen Regionen die Business-Sprache schlechthin ist. Bis die Technologie marktreif ist, dürfte es also noch etwas dauern, aber die Nachfrage wäre auf jeden Fall schon heute da.

(oli)

Blick ins Allerheiligste: watson besucht das gigantische Microsoft-Hauptquartier in Seattle

watson-Grafiker Sven testet Microsofts Surface Studio

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Video: Oliver Wietlisbach, Angelina Graf

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Eine_win_ig 08.05.2018 18:00
    Highlight Highlight Sitzen ein Walliser, ein Thurgauer und ein Bündner in einem Meeting... ;)
  • Quacksalber 08.05.2018 17:33
    Highlight Highlight Wie protokolliert man: das ist jetzt nicht fürs Protokoll
  • Toerpe Zwerg 08.05.2018 17:29
    Highlight Highlight Erst wenn das System das Englisch von Martullo-Blocher transkribieren kann ...
  • Madmessie 08.05.2018 15:55
    Highlight Highlight Sitzung, yay...
  • Gubbe 08.05.2018 15:14
    Highlight Highlight Ich bin absolut kein Freund von Sitzungen. Da hat es immer einen alleswissenden Plauderi, dessen Wissen beim abschliessenden Resultat vollkommen null ist. Dann gibt es solche, die können mit vielen Fremdwörtern erklären, dass sie eigentlich nicht wissen um was es den geht. Ich bevorzuge max. 3 Personen, die zumindest an dem zu besprechenden mitarbeiten.
  • Howard271 08.05.2018 14:45
    Highlight Highlight Wichtig ist eben auch, was alles nicht in einem Protokoll steht... Wortprotokolle werden für Sitzungen ja eher selten angewandt, da unpraktisch und undiskret. Eine gute Zusammenfassung bzw. ein Weglassen/adäquates Anpassen der Voten ist wohl bis auf Weiteres trotzdem nur durch Menschen möglich. Die Transkribierung durch das Tool kann aber sicher gute Grundlagenarbeit dafür leisten.
  • Zwerg Zwack 08.05.2018 13:35
    Highlight Highlight Microsoft hat sich in der Beispielsitzung ja richtig Mühe gegeben mit der Diversität:
    - Ein Weisser
    - Ein Schwarzer
    - Eine Asiatin
    - Eine "Araberin"
    Mehr Diversität geht kaum! :-P
    • Oliver Wietlisbach 08.05.2018 13:45
      Highlight Highlight Es geht wohl primär darum verschiedene Englisch-Akzente in der Demo zu haben, um die Qualität der Spracherkennung zu zeigen.
    • aglio e olio 08.05.2018 16:58
      Highlight Highlight Da hätte die Schweizer Politikergilde einige Herausforderungen zu bieten ;)
    • Zyniker haben es leichter 08.05.2018 17:21
      Highlight Highlight MSFT hat schlicht Erfahrung mit den SJW. Wer erinnert sich an die Werbung mit den spielenden Kindern? Das falsche Kind war dran mit anschieben! Zack, Rassismuskeule voll abbekommen.
  • Sarkasmusdetektor 08.05.2018 13:33
    Highlight Highlight Was soll man denn mit einem Sitzungsprotokoll mit allem was gesagt wurde anfangen? Wenn das System Wichtiges erkennen könnte, wäre es evtl. interessant, aber nicht wenn es einfach das ganze übliche Blabla mitaufzeichnet - und auch dann nur, wenn es nicht alles an Microsofts Server schicken würde.
    • glass9876 08.05.2018 14:32
      Highlight Highlight Das Sitzungsprotokoll, in dem nur wichtiges steht:

      " ".
  • Skater88 08.05.2018 13:22
    Highlight Highlight Ich weiss nicht recht, entweder sind das die ersten Gehversuche für ein modernes Microsoft oder, betrachtet man das ganze mit phone, surface und co. - wird etwas gewaltiges neues kommen und alles in den Schatten stellen was wir an vernetzung bisher kennen.
  • nick11 08.05.2018 13:10
    Highlight Highlight wenn jedes Wort welches ich sage Transkribiert wird, so hemmt dies aus meiner Sicht das freie denken Enorm. Brainstorming sessions in Sitzungen dürften damit um eines schlechter ausfallen...
    • EvilBetty 08.05.2018 16:33
      Highlight Highlight Brainstormings sind sowieso für'n Arsch.
    • nick11 08.05.2018 18:21
      Highlight Highlight kommt auf die Branche drauf an. Für Informatiker aus meiner Sicht unverzichtbar. Wie immer man es nennen mag natürlich...
    • TJ Müller 08.05.2018 22:38
      Highlight Highlight @evilBetty
      Hast wohl keinen Beruf bei welchem Kreativität gefragt ist...
    Weitere Antworten anzeigen
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 08.05.2018 12:57
    Highlight Highlight Das finde ich gar nicht gut. Ich bin sehr dankbar dafür, dass bei uns die Protokollführerin meine weniger angemessenen Sitzungsbeiträge stets gnädig überhört.
    • achsoooooo 08.05.2018 19:05
      Highlight Highlight Irgendwie sehr ympathisch 😂🤗
  • Ökonometriker 08.05.2018 11:52
    Highlight Highlight Die entscheidende Frage: wie gut versteht das System Schweizerdeutsch?
    • Ueli der Knecht 08.05.2018 12:18
      Highlight Highlight Ich nehme an, es wird Schweizerdeutsch schnell beherrschen. Denn der NSA liegt viel an den Protokollen der Swiss Bankers.
    • WeischDoch 08.05.2018 12:53
      Highlight Highlight Denke nicht, dass Microsoft wert darauf legen wird. Grössere, interessierte Kunden halten Meetings sowieso zu einem grossen Teil in englisch :)
    • Hand-Solo 08.05.2018 13:02
      Highlight Highlight Die Frage ist eben nur hier in der Schweiz entscheidend.
      Die Antwort ist: Aktuell gar nicht. Wie alle Sprachassistenten wie Cortana, Siri, Alexa und wie sie alle heissen.
      Aber irgendwann vielleicht ;-)
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