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Ein über 100 Jahre alte Reisemethode findet auch heute noch Passagiere. Bild: pixgood

Sie reisen illegal mit Güterzügen und teilen Bilder auf Instagram: Trainhopper im digitalen Zeitalter

Wie vor 100 Jahren gibt es auch heute noch Abenteurer und Obdachlose, die sich auf Güterzüge schleichen. Mit dem Durchbruch des Internets und der Smartphones hat sich diese Art zu Reisen drastisch verändert.



Schon als sich die Südstaatler der USA mit den Nordstaaten bekriegten, gab es die ersten Trainhopper. All jene, die sich kein Zugbillet leisten konnten, suchten sich ein freies Plätzchen in einem Güterzug. Besonders bei ausländischen Arbeitern waren die Gratis-Fahrten beliebt. Sie wurden bekannt als Hobos, ein in den USA immer noch weit verbreiteter Begriff für Obdachlose. 

Auch die 26-jährige Amerikaner Molly Steele gehört zu den Trainhoppern.

Heute, rund 100 Jahre später, setzten immer noch ein paar Abenteuerlustige auf die nicht ungefährliche Reisemethode. Die US-Webseite Motherboard hat in einer Reportage mit diversen Trainhoppern und Hobos gesprochen. Es sind unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Schichten. Die meisten sind nicht mal obdachlos, sondern fühlen sich von der vielleicht letzten reinen Form des Reisens angezogen. Mit dem Beginn des digitalen Zeitalters ging aber auch ein Teil der Romantik verloren.

Steele ist Hobbyfotografin und teilt ihre Trips auf Instagram.

Der Einzug des Smartphones

«Uns war Elektrizität völlig egal, weil wir nichts hatten, das Strom brauchte. Jetzt werden wir von dem elektrischen Leben angezogen, weil es so extrem praktisch für unseren Lebensstil ist», sagt Huck, einer 33-jähriger Tramper. Mittlerweile hat auch er wie die meisten ein Smartphone. Die Landkarten aus Papier sind Google Maps gewichen, die geheimen Zeichen in und ausserhalb der Güterzüge wanderten in Internetforen. Wer im 21. Jahrhundert Trainhopping betreibt, erkundigt sich auf Reddit oder schaut YouTube-Videos wie man am einfachsten eine Zugfahrt schnorrt, ohne erwischt zu werden.

Molly Steele, train hopping, https://instagram.com/p/1QrHh4t5r7/

Ladestationen gibt es in Frachtzügen keine. Daher haben Trainhopper immer ein gutes Auge auf den Akku. bild: instagram/moristeele

«Für einen Obdachlosen oder Landstreicher ist lange Akkulaufzeit der Hauptfaktor bei Geräten, da wir sie nicht ständig aufladen können», erklärt Huck. Auf seinen Reisen hat er immer einen langanhaltenden E-Reader mit installierten Karten und Überlebenshandbüchern dabei. Ausserdem benutzt er ein solarbetriebenes USB-Ladegerät und ein wiederaufladbares Akku-Pack.

Nachahmung nicht zu empfehlen.

Auch jüngere Menschen lockt das illegale Abenteuer. Und weil Fotografieren und Teilen längst fester Bestandteil ihres Lebens geworden ist, überrascht es nicht, dass man ihre Spur bis auf Instagram verfolgen kann.

Die vollständige und extrem spannende Reportage findet ihr auf Motherboard (englisch).

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • paper 27.04.2015 20:32
    Highlight Highlight vielleicht sollte man noch ein bild anhängen von einem, der runtergefallen ist? wie er vom zug überrollt wird? in amerika sind die züge lange und langsam, ein zug: 1 km. fährt 30 km/h. wenn du vorne runterfällst wirst du 2 minuten lang überfahren. achse für achse, bei jeder wird dein bein etwas mehr zerquetscht. wenn du pech hast lebst du bis zuletzt, die beine verlierst du sowieso. schreien hilft nichts, der zug ist lauter. dann liegst du da, mitten in der amerikanischen pampa. der nächste zug kommt einen halben tag später. und überfährt dich nochmals, weil er nicht rechtzeitig anhalten kann.
  • Architects_ms 27.04.2015 19:19
    Highlight Highlight Also eigentlich müsste mein Schweizer-Bünzliverstand jetzt sagen: "Ach typisch die Amis wiedermal.. Immer müssen sie's übertreiben"
    Aber irgendwie wünschen wir uns alle doch ein bischen dies auch mal zu erleben :)
    Und weil ich noch jung und dumm bin setz ich das gleich auf meine "must-do" Liste..
  • luluxiii 27.04.2015 14:40
    Highlight Highlight Klingt eigentlich ganz lustig
  • Nussbaum10 27.04.2015 10:03
    Highlight Highlight Schön, ein paar Wohlstandsverwahrloste klettern auf Züge und teilen Bilder von ihren "Abenteuern" auf Instagram. Wer was Gescheites über Hobos erfahren möchte, kann das hier tun: http://www.hermitary.com/lore/kerouac.html
  • Sherlock H. 27.04.2015 07:37
    Highlight Highlight Mir gefällt der erste Titel besser...
    • philipp meier 27.04.2015 09:45
      Highlight Highlight ist korrigiert. danke.

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