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«Aufgrund neuer Hinweise»

Umstrittene Porno-Bezahldienste: Schwyzer Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen wieder auf

Die mutmasslichen Sex-Abo-Fallen für Schweizer Smartphone-Nutzer werden weiter untersucht. Neben der Paypay AG und Obligo AG rücken andere Firmen ins Visier der Ermittler.

Am Mittwochmorgen teilte die Staatsanwaltschaft March (im Kanton Schwyz) mit, dass die Ermittlungen in Sachen Porno-Bezahldienste wieder aufgenommen werden. In Zusammenhang mit den Bezahldiensten für pornografische Filme im Internet werde ein Vorverfahren eingeleitet, heisst es. Grund dafür seien umfangreiche neue Akten des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO).

Die Akten hatte das SECO eingereicht, nachdem die Staatsanwaltschaft basierend auf den damaligen Unterlagen und Untersuchungen im Dezember 2014 verfügt hatte, dass keine Strafuntersuchung gegen die verantwortlichen Personen der Firmen Paypay AG und Obligo AG eingeleitet werde. Das Newsportal watson berichtete daraufhin, dass viele Fragen in Zusammenhang mit den mutmasslichen Sex-Abo-Fallen nicht geklärt werden konnten.

Das SECO wiederum erhob beim Kantonsgericht Schwyz Beschwerde gegen die sogenannte Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft. Gleichzeitig reichten die Juristen des Bundes neue Akten im Umfang eines Bundesordners ein, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt.

«Handfeste Hinweise» für ein strafrechtlich relevantes Verhalten

Patrick Fluri, Leitender Staatsanwalt, wird in der Medienmitteilung wie folgt zitiert: «Die neuen Unterlagen enthalten handfeste Hinweise für ein strafrechtlich relevantes Verhalten in Bezug auf Vorgänge, die bisher nicht Gegenstand der Ermittlungen waren.» 

Dies gehe über die im letzten Jahr untersuchten Vorwürfe hinaus, die sich auf den Abschluss von Sex-Abos (der britischen Firma Pulsira Limited, die Red.) bezogen hatten. Angesichts der neuen Hinweise werden die Ermittlungen über den bisherigen Untersuchungsbereich der Firmen Paypay AG und Obligo AG ausgedehnt. 

Wen die Staatsanwaltschaft im Visier hat, will sie vorläufig nicht preisgeben. Die Untersuchungen laufen vorerst gegen Unbekannt, wie es heisst. Und weiter: «Um die laufenden Untersuchungen nicht zu gefährden und einer möglichen Täterschaft keine Hinweise zu geben, können derzeit keine weiteren Auskünfte zum Gegenstand und zu Details der laufenden Ermittlungen gemacht werden.»

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