DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Innovative Appenzeller: Wenn es zum Blackout kommt, wird das «Rote Telefon» aktiviert

In Appenzell Ausserrhoden ist ein Notsystem eingerichtet worden, das auch bei einem flächendeckenden Stromausfall funktionieren soll.
07.12.2021, 12:2108.12.2021, 08:12

Das Notstrom-System «Rotes Telefon» sei bisher schweizweit einzigartig und trage der kantonalen «Gefährdungs- und Risikoanalyse AR2020» Rechnung, heisst es in der Mitteilung der Kantonskanzlei vom Dienstag.

Das Nottelefon soll auch nach einem flächendeckenden Stromausfall funktionieren.
Das Nottelefon soll auch nach einem flächendeckenden Stromausfall funktionieren.bild: ar.ch

Bei einer Übung letzte Woche wurde in allen Gemeindeverwaltungen nach Feierabend der Strom ausgeschaltet. Damit konnte die Situation nach einem Blackout oder bei einer Periode von Strommangel simuliert werden.

Strom und Notbeleuchtung

In einer solchen Krisensituation würden die Netze für Mobil- und Festnetztelefone ausfallen und es könnten beispielsweise keine Notrufe mehr abgesetzt werden. Die Führungsstäbe in den Gemeinden sollen aber trotzdem miteinander Kontakt halten können.

Dafür gibt es inzwischen in allen Gemeindehäusern ein Notstrom-Equipment. Zur Ausrüstung gehört ein mit Benzin betriebener Notstromgenerator. Weiter liegt ein Sicherheitsfunkgerät bereit. Ein rot markiertes Nottelefon wurde eingerichtet, dazu kommt ein speziell aufgesetzter Laptop samt Drucker. Auch eine Notbeleuchtung ist vorhanden.

Angeschlossen werden die Geräte an rot gekennzeichneten Steckdosen, die zuerst über eine Batterie und danach über ein ausserhalb der Gebäude aufgestelltes Aggregat weiter mit Strom versorgt werden. Damit blieben Telefon- und Datenverbindungen möglich, heisst es in der Mitteilung. Das System wird in Ausserrhoden künftig einmal jährlich getestet.

Die grössten Risiken
Für Appenzell Ausserrhoden zählen laut Bericht vom April 2021 zu den grössten Risiken «die Pandemie, Cyber-Angriffe, Trockenheit/Hitzewellen, Unwetter/Gewitter/Rutschungen und Murgänge, Andrang Schutzsuchender sowie ein grossflächiger Ausfall der Stromversorgung».

Quellen

(dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Blackout – wenn nichts mehr geht

1 / 20
Blackout – Wenn nichts mehr geht
quelle: ap / str
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Chaos am grössten Airport der Welt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

22 Dinge, die du nur verstehst, wenn du in den 90ern einen Computer genutzt hast

Achtung, gleich wirst du sehr nostalgisch werden. Wer erinnert sich an diese Momente der Neunzigerjahre?

Zur Story