bedeckt
DE | FR
15
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Digital
TV

Netflix hat in der Schweiz bereits rund 180'000 Abonnenten. Wo bleiben Swisscom und Cablecom?

Bild
Fünf Monate nach dem Marktstart

Netflix hat in der Schweiz bereits rund 180'000 Abonnenten. Wo bleiben Swisscom und Cablecom?

10.02.2015, 09:5212.02.2015, 17:09

Netflix sorgte mit seiner Video-Flatrate unter den Schweizer Anbietern für Aufruhr. Doch wie erfolgreich war der Start in der Schweiz wirklich?

Fünf Monate nach dem Markteintritt zeige sich ein ernüchterndes Bild, schreibt der Vergleichsdienst Comparis: «Obwohl 45 Prozent der Schweizer den US-Anbieter kennen, haben nur 3 Prozent das Angebot abonniert.» Vor allem die 15- bis 49-Jährigen (4 Prozent) abonnieren den Dienst. Bei den 50- bis 74-Jährigen ist der Anteil der Abonnenten mit knapp 1 Prozent verschwindend klein. «Dies erstaunt nicht, da jüngere Menschen mit den neuen Technologien besser zurechtkommen», sagt Ralf Beyeler, Telekom-Experte von Comparis. Der Bekanntheitsgrad von 45 Prozent sei dennoch beachtlich, wenn man bedenke, dass der US-Anbieter in der Schweiz erst seit wenigen Monaten aktiv ist. Unter jungen Erwachsenen bis 29 kennen gar 62 Prozent die Marke Netflix, wie die repräsentative Umfrage im Auftrag von Comparis zeigt.

Rund 180'000 Nutzer in der Schweiz

3 Prozent mag nach wenig klingen, ist für einen neuen Anbieter nach nur fünf Monaten aber mindestens ein Achtungserfolg. Wichtig: 3 Prozent bezieht sich nicht auf den Marktanteil, sondern auf die Schweizer Bevölkerung zwischen 15 und 74 Jahren, also rund 6,26 Millionen Menschen. Netflix hätte somit nach fünf Monaten rund 180'000 Abonnenten in der Schweiz. 

Zum Vergleich: Kurz bevor Netflix in der Schweiz sein Angebot startete, lancierte UPC Cablecom mit MyPrime einen eigenen Streamingdienst. Gemäss Pressesprecher Marc Maurer nutzten im Januar rund 50'000 Schweizer täglich das Angebot. Swisscom startete seinen Streamingdienst erst im Dezember 2014. Ende Januar wollte Swisscom auf Anfrage von watson keine Nutzerzahlen nennen. 

Noch mangelt es also an vergleichbaren Zahlen, aber mit rund 180'000 Abonnenten könnte Netflix bereits jetzt Marktführer in der Schweiz sein. Weltweit sind es die US-Amerikaner auf jeden Fall.

Update: Laut Comparis haben mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent zwischen 2 und 4 Prozent der Schweizer ein Netflix-Abo. Die Anzahl Abonnenten ist daher nicht genau eingrenzbar. Mit grosser Wahrscheinlichkeit sind es zwischen 120'000 und 240'000 Abonnenten. Netflix selbst gibt für die Schweiz keine Nutzerzahlen bekannt, wie der «PCTipp» schreibt.

Weltweit hat Netflix rund 60 Millionen Nutzer

Netflix wächst vor allem ausserhalb der USA stark.
Netflix wächst vor allem ausserhalb der USA stark.grafik: statista

Das könnte dich auch interessieren: Die Rangliste der Filmpiraten

1 / 23
Die Rangliste der Filmpiraten
quelle: keystone / gaetan bally
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

(oli)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

15 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
15
Musk feuert noch mehr Twitter-Programmierer – und schickt eine Warnung

Am Abend vor Thanksgiving erhielten rund 50 weitere Twitter-Ingenieure eine E-Mail, in der steht, dass sie gefeuert werden, weil ihr «Code nicht zufriedenstellend ist». Die jüngsten Entlassungen kommen für die Betroffenen überraschend, da Elon Musk am Montag gesagt hatte, dass er mit den Entlassungen durch sei. Tausenden Angestellten wurde zuvor schon gekündigt oder sie haben selbst gekündigt, seit Tech-Milliardär Musk das soziale Netzwerk vor einem Monat übernommen hat.

Wie sämtliche Kündigungsschreiben bei Twitter in den vergangenen Wochen seien auch diese nicht unterzeichnet gewesen, schreibt die US-Journalistin Zoë Schiffer vom Technologie-Insiderdienst Platformer. In der E-Mail heisse es lediglich: «Als Ergebnis der jüngsten Codeüberprüfung wurde festgestellt, dass Ihr Code nicht zufriedenstellend ist, und wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ihr Arbeitsverhältnis mit Twitter mit sofortiger Wirkung beendet ist.»

Zur Story