Digital
USA

Microsoft baut Angebot mit Künstlicher Intelligenz weiter aus

Mit diesen Features will Microsoft seine KI-Tools erweitern

04.05.2023, 09:1104.05.2023, 10:06

Microsoft macht beim Thema Künstliche Intelligenz weiter Tempo. Eine Woche vor der Entwicklerkonferenz seines Erzrivalen Google kündigt der Softwarekonzern neue KI-Funktionen für seine Angebote an. Ausserdem lässt Microsoft jetzt alle User die Bing-KI ausprobieren.

FILE - The Microsoft logo is pictured outside the headquarters in Paris, Jan. 8, 2021. British regulators have blocked Microsoft's $69 billion deal to buy videogame maker Activision Blizzard over ...
Die von Microsoft verwendete Technik setzt vor allem auf dem Sprachmodell GPT-4 von Open AI auf.Bild: keystone

Microsoft wird seine Suchmaschine Bing und den Browser Edge mit weiteren Funktionen Künstlicher Intelligenz (KI) ausstatten. Das kündigte Microsoft-Manager Yusuf Mehdi am Donnerstag in einem Blogeintrag an.

Bislang offerierte Microsoft ein textbasiertes KI-Angebot, also eine Textsuche und einen Chat-Roboter. Künftig liefert das KI-System auf dem Microsoft-Suchportal Bing oder im Microsoft-Browser Edge auch visuelle Suchergebnisse.

So erhalten Anwenderinnen und Anwender bei der Suche nach der richtigen Schwungtechnik beim Skifahren nicht nur eine Textantwort, sondern auch ein dazu passendes Video.

Bei Wissensfragen wie zur Farbe des Planeten Neptun wird demnach nicht nur im Text erklärt, warum bestimmte Bestandteile der Atmosphäre des Neptun das rote Licht absorbieren und den Planeten deshalb blau erscheinen lassen. Das Phänomen wird auch visuell mit Fotos oder Videos erläutert.

Microsoft setzt auf GPT-4

Die von Microsoft verwendete Technik setzt vor allem auf dem Sprachmodell GPT-4 auf, das erst Mitte März vom Start-up OpenAI einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt worden war. Microsoft ist mit dem kleinen Unternehmen aus San Francisco eng verbunden und hat nach Branchenschätzungen rund 13 Milliarden Dollar in OpenAI investiert.

Zeitgleich mit der Einführung neuer KI-Funktionen erweitert Microsoft nun die Zugriffsmöglichkeiten. Bislang mussten sich Interessenten auf einer Warteliste eintragen, um Zugriff auf «das neue Bing» zu bekommen.

Künftig können alle Anwenderinnen und Anwender die neuen KI-Angebote von Microsoft ausprobieren. Der Konzern bezeichnet die KI-Software allerdings weiterhin als «Preview» (Vorschau-Programm), um zu signalisieren, dass sich das System noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet und noch nicht ausgereift ist.

Mehdi verwies gegenüber der Deutschen Presse-Agentur auf die hohe Nutzung seit der Premiere Anfang Februar. Mit dem Bing Image Creator würden inzwischen täglich über 200 Millionen Bilder maschinell erstellt. «Insgesamt ist Bing auf über 100 Millionen täglich aktive Nutzer angewachsen, und die Zahl der täglichen Installationen der Bing Mobile App hat sich seit der Einführung vervierfacht.» Mehdi räumte allerdings ein, dass die Ausgangsbasis niedrig gewesen sei.

Das KI-Chat-Erlebnis soll nach Angaben von Mehdi in eine Plattform für Entwickler ausgebaut werden. Damit wäre es beispielsweise möglich, im Bing-Chat nach einem angesagten Restaurant für ein Abendessen zu suchen und mit nur einem Klick eine Reservierung in einem System wie OpenTable vorzunehmen.

(aeg/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Lösegeld bei Ruag-Erpressung: Spielten US-Interessen eine Rolle? – die Sonntagsnews
Bundesrat Albert Rösti will die Einnahmen aus der CO2-Abgabe künftig in die Bundeskasse lenken und wegen sprachlicher Hürden kam es laut einer Sust-Untersuchung in der Westschweiz fast zu einer Zugkollision: Die Sonntagsnews.
Bundesrat Albert Rösti plant laut «NZZ am Sonntag» einen radikalen Umbau der Klimaabgaben. Demnach will er die CO2-Abgaben auf fossile Brennstoffe nicht mehr der Bevölkerung und der Wirtschaft zurückgeben, sondern das Geld soll vollumfänglich in die Bundeskasse gehen. Der Umweltminister wolle ab 2030 auf ein Emissionshandelssystem setzen. Mit dem Wegfall der CO2-Abgabe entfalle auch die heutige Rückverteilung, zitiert das Blatt Röstis Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). Der Bund wolle mit den so generierten zusätzlichen Einnahmen von mutmasslich mehreren hundert Millionen Franken pro Jahr neue klimapolitische Massnahmen finanzieren. Die Menschen in der Schweiz erhielten das Geld bisher als Rabatt auf ihre Prämien für die obligatorische Krankenversicherung gutgeschrieben. Kritik komme auch aus Röstis eigener Partei, der SVP. «Wir sehen das sehr kritisch», zitierte die Zeitung den Solothurner Nationalrat Christian Imark.
Zur Story