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In this photo released by China's Xinhua News Agency, Tesla vehicles are seen on an assembly line at Tesla's gigafactory in Shanghai, Tuesday, Jan. 7, 2020. Tesla's Shanghai factory delivered its first cars to customers Monday, and chief executive Elon Musk said the electric automaker plans to set up a design center in China to create a model for worldwide sales. (Ding Ting/Xinhua via AP)

Die neue Tesla-Fabrik in Shanghai. Auch in Deutschland soll eine Gigafactory gebaut werden. Bild: AP

Tesla läuft's brutal gut – diese Zahlen sollten auch die Hater kennen



Die Tesla-Rally geht weiter: Der US-Elektroautobauer hat sich dank hoher Nachfrage in Europa und China zum Jahresende überraschend gut geschlagen und kommt mit seinen neuen Projekten schneller voran als erwartet.

An der Börse ist Tesla schon länger wieder obenauf, nun befeuert das Unternehmen den Hype mit seinem Quartalsbericht weiter:

Tesla schreibt schwarze Zahlen

In den drei Monaten bis Ende Dezember 2019 schaffte das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk das zweite Quartal mit schwarzen Zahlen in Folge – der Gewinn übertraf die Erwartungen klar. Die Zahlen folgen unten.

So viele Autos will Tesla 2020 ausliefern

Zudem stellte Tesla für 2020 Auslieferungen von mehr als 500'000 Autos in Aussicht. Nachdem mit dem Mittelklassewagen Model 3 viele neue Kunden erreicht werden konnten, drückt Musk jetzt beim Schwestermodell aufs Tempo, dem Kompakt-SUV Model Y.

Tesla-Aktie knackt die 600-Dollar-Marke

Die Anleger versetzt der Geschäftsbericht in Feierlaune. Die Aktie schoss nachbörslich zeitweise um rund zwölf Prozent in die Höhe und überschritt erstmals die Marke von 600 Dollar (auf 615 Dollar.

Teslas Gewinn im Vorquartal, Rekordauslieferungen, der Turbo-Start des Werks in China und die ambitionierten Pläne für die erste europäische Fabrik bei Berlin hatten den Kurs bereits in den vergangenen Monaten explodieren lassen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie um 39 Prozent zugelegt, seit Herbst hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.

Tesla ist mehr wert als die grössten US-Hersteller

Mit einem Börsenwert von zuletzt knapp 105 Milliarden Dollar wird Tesla am Finanzmarkt inzwischen deutlich höher gehandelt als die beiden an Produktion und Marktanteilen gemessen grössten US-Hersteller General Motors (GM) und Ford zusammen. Kürzlich zog Tesla sogar am weltgrössten Hersteller Volkswagen vorbei, auch wenn der Vergleich hier wegen der unterschiedlichen Kapitalstrukturen etwas schwieriger ist. Fest steht in jedem Fall, dass das kalifornische Unternehmen an der Wall Street schon länger einen sehr beeindruckenden Lauf hat.

Tesla übertrifft die Erwartungen

Ob die Geschäftszahlen diese Euphorie rechtfertigen, steht auf einem anderen Blatt. Im vierten Quartal übertraf Tesla die Markterwartungen mit einem Gewinn von 105 Millionen Dollar (95 Mio Euro), verglichen mit dem Vorjahreswert ist dies allerdings ein Rückgang um 25 Prozent. Der Umsatz fiel mit 7.4 Milliarden Dollar zwar deutlich höher aus als angenommen, im Jahresvergleich ergibt sich hier aber nur ein leichter Anstieg um zwei Prozent. Der erste Jahresgewinn seit Unternehmensgründung 2003 lässt weiter auf sich warten.

Produktion des Model Y soll gut gestartet sein

Doch nach viel anfänglicher Skepsis und Problemen mit den ehrgeizigen Vorgaben von Konzernchef Musk scheint Tesla tatsächlich in die Spur gefunden zu haben. Der Plan, mit dem Model 3 den Massenmarkt zu erobern und dabei Geld zu verdienen, kann offenbar aufgehen.

2020 will Tesla mehr als 500'000 Autos ausliefern, im Vorjahr waren es 367'500. Mit dem Model Y kann Musk nun auch beweisen, dass holprige Produktionsstarts der Vergangenheit angehören. Im US-Werk in Fremont laufe die Fertigung des Kompakt-SUV bereits an – damit sei man seinem Zeitplan voraus, heisst es im Schreiben an die Aktionäre.

(dsc/sda/awp/dpa)

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