Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05982815 A screen shows referees judging after the match featuring Chinese Go player Ke Jie against Google's artificial intelligence program AlphaGo during the Future of Go Summit at Wuzhen internet International Conference and Exhibition Center in Wuzhen, Zhejiang province, China, 23 May 2017. The summit is held from 23 to 27 May in Wuzhen, and features a three game match between AlphaGo and Ke Jie.  EPA/WU HONG

Das chinesische Brettspiel Go ist weitaus komplexer als Schach.  Bild: EPA/EPA

AlphaGo: Googles künstliche Intelligenz lernt unfassbar viel schneller als wir Menschen

2016 besiegte Googles künstliche Intelligenz den weltbesten Go-Spieler. Der Nachfolger AlphaGo Zero hat nun in kurzer Zeit mehr über das Spiel gelernt, als Menschen in tausenden Jahren. Die selbstlernende Software hat gar für Menschen völlig neue Spiel-Taktiken entwickelt.



Das Aufsehen war gross als die Google-Software AlphaGo 2016 den Spitzenspieler Lee Sedol im Brettspiel Go besiegte. Forscher haben die Software nun unter dem Titel «AlphaGo Zero» weiterentwickelt. Das System lernte das Spiel ohne menschliches Zutun und besiegte auch seine Vorgängerversionen.

AlphaGo hatte sich unlängst mit einem glatten 3:0-Sieg gegen den vermutlich weltbesten Go-Spieler Ke Jie durchgesetzt. An diesem und weiteren Erfolgen der lernenden Software wurde ersichtlich, wie weit die Entwicklung sogenannter Künstlicher Intelligenz (KI) bereits fortgeschritten ist. Das System stammt von der britischen Firma DeepMind, die vor mehr als drei Jahren vom US-Konzern Google übernommen wurde.

Besonders überraschend waren die Fähigkeiten von AlphaGo, weil das rund 3000 Jahre alte asiatisch Spiel spezielle Anforderungen stellt, die bisher eher dem menschlichen Geist exklusiv zugebilligt wurden. Angesichts nahezu unbegrenzter Möglichkeiten für Züge, ist nämlich viel Intuition, kreatives Denken und Lernfähigkeit gefragt.

epa05982814 A screen shows Chinese Go player Ke Jie after he lost a match to Google's artificial intelligence program AlphaGo during the Future of Go Summit at Wuzhen internet International Conference and Exhibition Center in Wuzhen, Zhejiang province, China, 23 May 2017. The summit is held from 23 to 27 May in Wuzhen, and features a three game match between AlphaGo and Ke Jie.  EPA/WU HONG

Googles künstliche Intelligenz AlphaGo liess dem weltbesten Go-Spieler Ke Jie keine Chance. Bild: EPA/EPA

Während AlphaGo seinen virtuellen Geist noch am Studium von Millionen Zügen von menschlichen Top-Spielern über Monate hinweg gestärkt hatte, gingen die Wissenschaftler um David Silver von DeepMind in London nun andere Wege. Von den Ergebnissen berichten sie im Fachblatt «Nature».

Künstliche Intelligenz soll komplett ohne menschliche Hilfe Lernen

Im Zentrum stand der Gedanke, ein System zu bauen, welches das Spiel ohne Anschauungsmaterial von der Pike auf selbst erlernt und auf sich alleine gestellt weiterentwickelt – also «komplett ohne menschliche Intervention funktioniert», erklärte Silver.

Die Fähigkeit, ein System dazu zu bringen, etwas annähernd von null auf zu erlernen, sei vor allem dann wichtig, wenn es darum geht, eine Form von KI zu entwickeln, die sich selbstständig auf für sie neue Aufgaben jeglicher Art einstellt. Am Ende strebe man die Entwicklung eines Algorithmus an, der potenziell auf jedes Problem angesetzt werden kann, so der Forscher.

Das neue System begann mit nur minimaler Startinformation über die Regeln und Beschaffenheit des Spiels, gegen sich selbst zu spielen. Grundlage von AlphaGo Zero ist ein künstliches neuronales Netzwerk, das darauf abzielt, die Auswahl der nächsten Züge des Programms und den Gewinner der jeweils gespielten Partien vorherzusagen. Für gewonnene Spiele wurde es durch ein Punktesystem belohnt. Dadurch «lernte» AlphaGo Zero mit jedem Spiel dazu.

AlphaGo Zero besiegt AlphaGo 100:0

Nach wenigen Tagen – allerdings immerhin nach fast fünf Millionen Partien gegen sich selbst – schlug das Programm alle seine Vorgänger. Jenes System, das mit den Siegen gegen die Spitzenspieler aufhorchen liess, ging mit einem klaren 100:0 unter. Dafür brauchte es weit weniger Rechenressourcen als AlphaGo, heisst es seitens DeepMind.

Nicht nur habe der Algorithmus sozusagen all das in kurzer Zeit herausgefunden, was Menschen in tausenden Jahren über das Spiel gelernt haben, er habe auch völlig neue Herangehensweisen entwickelt. «Ich denke, ich kann für das Team sprechen, dass wir alle angenehm überrascht darüber sind, wie weit sich das System entwickelt hat», sagte Silver.

Experten äusserten zwar einerseits ihre Anerkennung für die Arbeit des DeepMind-Teams, stiegen aber andererseits auf die Euphoriebremse: So hätten die Wissenschaftler in der Arbeit «selbst ja keine fundamentalen algorithmischen Neuerungen vorgestellt, sondern hauptsächlich existierende Verfahren clever kombiniert», erklärte Marcus Liwicki von der Technische Universität Kaiserslautern.

Die Anwendbarkeit des Ansatzes in anderen Bereichen wäre ausserdem eher eingeschränkt, da das System eben Millionen von Spielen durchführen muss, bei denen Erfolg eindeutig definiert ist, um derart gut zu werden. «Das ist in vielen praktischen Problemen jedoch nicht der Fall», so Liwicki.

(oli/sda/apa)

Künstliche Intelligenz kommt auch immer mehr in Smartphones zum Einsatz

Ethik-Frage: Die Gefahr der selbstfahrender Autos

abspielen

Video: srf

Künstliche Intelligenz im Kino: Gnadenlose Schaltkreise

Das könnte dich auch interessieren:

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

Link zum Artikel

WEF 2020 kurz vor dem Start ++ Flughafen Zürich im Ausnahmezustand

Link zum Artikel

Super-Bowl-Knaller steht fest

Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

Link zum Artikel

Australian Open: Teichmann und Golubic out

Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

267
Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

56
Link zum Artikel

WEF 2020 kurz vor dem Start ++ Flughafen Zürich im Ausnahmezustand

3
Link zum Artikel

Super-Bowl-Knaller steht fest

0
Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

75
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

470
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

90
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

171
Link zum Artikel

Australian Open: Teichmann und Golubic out

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

9
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

102
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

363
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

267
Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

56
Link zum Artikel

WEF 2020 kurz vor dem Start ++ Flughafen Zürich im Ausnahmezustand

3
Link zum Artikel

Super-Bowl-Knaller steht fest

0
Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

75
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

470
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

90
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

171
Link zum Artikel

Australian Open: Teichmann und Golubic out

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

9
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

102
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

363
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Tom 18.10.2017 23:38
    Highlight Highlight Gut google dann lasst das Teil doch mal für euch arbeiten. Damit google translate keine Komödie mehr ist und ich nachdem ich einen TV gekauft habe keine Werbung für TV mehr angezeigt bekomme.
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 18.10.2017 22:44
    Highlight Highlight OMG Skynet!

    Nein, Gratulation an die Programmierer.

    Grüße, der Terminator
  • Toerpe Zwerg 18.10.2017 22:26
    Highlight Highlight Der Fortschritt in diesem Bereich ist atemberaubend und segensreich.
    • loplop717 19.10.2017 06:40
      Highlight Highlight Aber macht mir auch angst, wenn es so weiter geht wird es uns bald nicht mehr brauchen.
    • Toerpe Zwerg 19.10.2017 08:31
      Highlight Highlight Diese Angst unbegründet. Menschen brauchen Menschen.
  • EvilBetty 18.10.2017 21:29
    Highlight Highlight Natürlich lernt eine Maschine schneller, sie wird nicht müde, hat keine Konzentrationsschwächen, vergisst nicht... und das konstant in einer unfassbaren Geschwindigkeit.

    WAS FÜR EINE FUCKING ÜBERRASCHUNG!!!
    • Toerpe Zwerg 18.10.2017 22:26
      Highlight Highlight Fucking Machines?
    • c_meier 19.10.2017 00:05
      Highlight Highlight Nicht müde... DerGerät ist vor dem Chef im Gescheft... ;)
  • Kong 18.10.2017 21:19
    Highlight Highlight Wieviele Jahre noch bis zur Singularität? Vermutlich wird in 10 Jh ein gewöhnlicher PC die neuronalen Fähigkeiten eines Menschen übertreffen.
    Auf der einen Seite toll was für Möglichkeiten sich auf tun... aber stimmt einen auch nachdenklich was die negativen Folgen sein werden.
    • Firefly 18.10.2017 22:20
      Highlight Highlight Ne, vergiss es.
    • Damien 19.10.2017 00:33
      Highlight Highlight Singularität kommt nach Superintelligenz. Die Gefahr ist, dass die Menschheit dabei links liegen gelassen wird.
      Wie der Artikel erkennen lässt, lernt eine künstliche Intelligenz um ein Vielfaches schneller als wir. Erreicht eine solche gewisse kognitive Fähigkeiten und hat Zugang zu einer ausreichend grossen Wissensdatenbank (Internet), kann es sich um einiges schneller zu einer Superintelligenz entwickeln als uns lieb ist.

      Der Unterschied zwischen Superintelligenz und Mensch wäre dann nicht etwa analog Einstein vs. normaler Mensch, sondern Mensch vs. Wurm.

Was ein Statistik-Professor über lügnerische Zahlen und falsche Ängste zu sagen hat

Walter Krämer erzählt, wie mit fragwürdigen Studien Panik gemacht wird, während wir uns eigentlich vor ganz anderen Dingen fürchten sollten.

Herr Krämer, Sie sind Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik und entlarven als solcher gern zwielichtige Datenanalysen. Haben Sie derzeit eine Lieblingsstatistik? Walter Krämer: Ja. Das ist die Tabelle der Fussball-Bundesliga. Ich wohne direkt neben dem BVB-Stadion und bin seit mehr als einem Dutzend Jahren BVB-Aktionär.

Sie haben die Deutschen mal als «Volk von Innummeraten» (Zahlen-Analphabeten) bezeichnet und ihre bedauerliche Schwäche Goethe, dem dichtenden …

Artikel lesen
Link zum Artikel