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Irrer Twitter-Streit: Elon Musk zahlt für Stephen Kings Häkchen

Irrer Twitter-Streit: Elon Musk zahlt für Stephen Kings Häkchen

Bei Twitter bekommt man das blau-weisse Symbol nur noch, wenn man dafür zahlt. Über Ausnahmen entscheidet – völlig willkürlich – der Chef.
21.04.2023, 14:5221.04.2023, 16:26
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Ein Artikel von
t-online

Für den berühmten blau-weissen Haken bei Twitter wird man neuerdings zur Kasse gebeten. Ausser man heisst Stephen King und ist der Meister des Horror-Genres. Offenbar bekommt der amerikanische Bestseller-Autor seinen Haken von Twitter-Boss Elon Musk ab jetzt geschenkt.

Woher wir das wissen? King wunderte sich öffentlich auf Twitter über Twitter. Er schrieb: «Mein Twitter-Account sagt mir, ich hätte mich bei Twitter Blue angemeldet. Habe ich aber nicht. Mein Twitter-Account sagt mir, ich hätte meine Telefonnummer eingereicht. Habe ich aber nicht.»

Der US-Autor versichert, er habe sich nicht für das kostenpflichtige Monatsabo angemeldet.
Der US-Autor versichert, er habe sich nicht für das kostenpflichtige Monatsabo angemeldet.screenshot: twitter.com

Musk wiederum reagierte auf einen Tweet von «Pop Base» zum Haken-Thema mit den Worten «Just Shattner, LeBron and King».

Heisst also, dass der US-Unternehmer nicht nur King seinen blauen Haken schenkt. Auch NBA-Star LeBron James (Los Angeles Lakers) und «Raumschiff Enterprise»-Kapitän William Shatner erhielten ihren Haken, ohne zu zahlen.

Keine Verifizierung mehr

Eigentlich hatte der blaue Haken einmal dafür gestanden, dass man einem Twitter-Account vertrauen kann. Follower wussten dank des Symbols, dass hier ein «echter» Promi, Politiker oder Journalist twitterte, kein Fake.

Elon Musk ändert das und machte aus dem Haken eine neue Einnahme-Quelle. 10 Franken kostet das blau-weisse Symbol die Account-Inhaber nun im Monat. Es kann von allen Twitter-Nutzerinnen und -Nutzern, unabhängig vom Grad ihrer Bekanntheit, gekauft werden.

Musk hat dafür viel Kritik einstecken müssen. Heisst das doch, dass die über Twitter verbreiteten Meinungen nun nicht mehr so leicht einzuordnen sind. Kauft sich zum Beispiel eine Lobby-Gruppe tausende blaue Haken für Accounts, die die gewünschte Meinung verbreiten, kann das einen grossen Einfluss auf Meinungsmache und Trends haben.

Verifikations-Häkchen sind weg
Viele Prominente weigern sich, für das blau-weisse Twitter-Symbol zu bezahlen. Deshalb verloren sie in der Nacht zum Freitag ihre alten Häkchen. Anders als etwa bei Facebook und Instagram sind ihre Twitter-Profile nicht mehr verifiziert, was zu Verwirrung bei den Usern führen kann und den Weg für Fake-Accounts freimacht.

Musk zahlte – warum auch immer – aus eigener Tasche die Abo-Gebühr für Basketball-Star LeBron James, Schriftsteller Stephen King und Schauspieler William Shatner. James und King liessen wissen, dass sie nichts damit zu tun haben, «Captain Kirk» Shatner nahm dankend an.

Quellen

  • Twitter-Accounts von Stephen King und Pop-Base

(t-online/dsc)

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Falls du Angst vor Spinnen hast, dann ist das hier auch gar keine.
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41 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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lumpensammlerin
21.04.2023 15:16registriert Mai 2019
Oder man traut den Web-2.0-jeder-kann-mitmachen-Meinungen einfach gar nicht mehr und gibt den "News" daraus kein Gewicht mehr. So wie das der gesunde Menschenverstand eigentlich machen sollte.
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J. Iskariot
21.04.2023 15:57registriert Januar 2022
Wer ist, also als Ottonormalverbraucher, eigentlich auf Twitter?

Anyway, 🍿🍺
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What is a DJ if he can't scratch
21.04.2023 15:23registriert Oktober 2022
Es muss Elon-Mehrfachscheider-Moschus enorm wurmen, dass Bezos damals mit Shatner ins All geflogen ist. Normalerweise würde er ja solche Personen wie Shatner, die sich nicht auf Elon einlassen, auf Lebzeiten bestraft usw. Bei Shatner spielt er aber schön die Brownnose, die er selber ist. Aber eben gegen AI sein und selber eine AI lancieren, die den Menschen an der Börse helfen soll... ich mach mir die Smaragdminen-Besitzer-Sohn-Welt bidebide wie sie mir gefällt. Wer dem zu viel Beachtung schenkt, kann einem leidtun (ähnlich wie erwachsene Twitter-User per se einem leidtun können...).
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