DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Liberalkonservativer Fiala neuer Ministerpräsident Tschechiens

28.11.2021, 11:50
Petr Fiala
Petr FialaBild: keystone

Der Liberalkonservative Petr Fiala ist zum neuen tschechischen Ministerpräsidenten ernannt worden. Der 57-Jährige legte am Sonntag in Schloss Lany bei Prag im Beisein von Präsident Milos Zeman den Amtseid ab. Weil Zeman kürzlich positiv auf Corona getestet worden war, sass der 77 Jahre alte Präsident hinter einer durchsichtigen Abtrennung.

Das scheidende Kabinett des Multimilliardärs Andrej Babis bleibt bis zur Ernennung der neuen Regierung geschäftsführend im Amt. Mit der Ernennung wird frühestens Mitte Dezember gerechnet. Babis war wegen einer drohenden Anklage wegen Subventionsbetrugs und Enthüllungen in den «Pandora Papers» unter Druck geraten.

Fiala wird ein Bündnis aus fünf Gruppierungen anführen, dem neben seiner Demokratischen Bürgerpartei (ODS) auch Christdemokraten und Piratenpartei angehören. Gemeinsam eroberten sie bei der Parlamentswahl Anfang Oktober 108 der 200 Sitze im Abgeordnetenhaus. «Wir stehen vor schweren Zeiten», sagte Fiala bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags vor knapp drei Wochen.

Tschechien steckt in einer schweren vierten Corona-Welle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 1191 je 100 000 Einwohner. Die neue Koalition hat sich gegen eine Impfpflicht ausgesprochen, appellierte aber an die Bürger, ihre Kontakte freiwillig zu verringern.

Fiala war von Mai 2012 bis Juni 2013 Bildungsminister. Der Politologie-Professor und Vater dreier Kinder hatte sich zuvor als Rektor der Masaryk-Universität in Brünn (Brno) einen Namen gemacht. Er steht seit knapp acht Jahren an der Spitze der Bürgerdemokraten. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Tonga fürchtet sich vor Coronawelle – und erschwert Katastrophenhilfe
Droht Tonga nach dem Vulkanausbruch und dem darauffolgenden Tsunami eine Coronawelle? Die Regierung ist besorgt – und wünscht eine kontaktlose Katastrophenhilfe.

Noch immer sind einige Teile des Inselstaats Tonga in vulkanischen Staub gehüllt. Nach dem Ausbruch des Unterwasservulkans Hunga Tonga-Hunga Ha'apai türmte sich in der Luft im Südpazifik eine gigantische Aschewolke, die sich im Pazifikgebiet auch sechs Tage nach dem Ausbruch noch nicht komplett aus dem Staub gemacht hat. Satellitenaufnahmen zeigen nun, dass die Aschewolke gegen die australische Ostküste zieht.

Zur Story