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Diese Bilder und Videos zeigen, was im Sudan wirklich los ist

So leidet die Bevölkerung im Sudan – 10 erschütternde Bilder und Videos

Angst, Tod und eine drohende Hungersnot – für die Menschen im Sudan sind die Kämpfe eine Katastrophe. Vor Ort gibt es kaum mehr Wasser und Strom – wer das Haus verlässt, riskiert sein Leben. Auch die Schweizerinnen und Schweizer im Sudan sind betroffen.
21.04.2023, 11:5921.04.2023, 15:45

Seit Samstag herrschen kriegsähnliche Zustände im Sudan. Die Armee kämpft gegen die einst verbündete paramilitärische Einheit Rapid Support Forces (RSF). Es geht um Macht.

Die Bevölkerung leidet stark unter den Kämpfen: kein Wasser, kein Strom und kaum Nahrung. Wer sein Zuhause verlässt, riskiert sein Leben. Die Zahl der Toten steigt von Tag zu Tag. Laut der Weltgesundheitsorganisation sind mindestens 413 Menschen durch die Kämpfe gestorben und rund 3500 wurden teilweise schwer verletzt. Das Kinderhilfswerk UNICEF teilte mit, dass unter den Toten mindestens neun Kinder seien.

Diese Videos zeigen den Schrecken vor Ort:

Mehr zum Hintergrund der Kämpfe:

Die Flucht

Die aktuelle Situation ist für die Menschen vor Ort kaum aushaltbar. Gemäss Berichten verlassen jeden Tag Tausende Menschen allein die Hauptstadt Khartum. Wie viele es sind, ist unmöglich zu sagen. Selbst Menschen aus den ärmsten Stadtteilen brechen auf.

Viele verschlägt es nach Ghezira, dem Gliedstaat südlich von Khartum. Dort soll es sicherer sein. Die meisten fahren mit dem Bus, manche nehmen ihre eigenen Autos und wieder andere gehen zu Fuss.

Kein Wasser, kein Strom und kaum Nahrung

Wegen der zerstörten Wasserrohre ist die Wasserversorgung unterbrochen, vielerorts gebe es zudem keinen Strom und die Lebensmittelvorräte sind sehr knapp.

Viele Menschen riskieren einen lebensgefährlichen Gang nach draussen, um Vorräte zu beschaffen. Die UN beschreibt die aktuelle Situation als eine «humanitäre Katastrophe».

Zivilisten leiden am Wassermangel:

Zusammenbruch des Gesundheitssystems

Mittlerweile wurden 39 Krankenhäuser geschlossen, nachdem sie während der anhaltenden Kämpfe heftig bombardiert wurden. Auch Krankenwagen wurden zur Zielscheibe, weshalb viele Patientinnen und Patienten nicht rechtzeitig erreicht werden können.

Ärzte im Sudan warnen, dass die Gesundheitsversorgung des Landes kurz vor dem Zusammenbruch steht. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die Angriffe auf die Gesundheitsversorgung «ein eklatanter Verstoss gegen das Völkerrecht und das Recht auf Gesundheit».

Spitäler wurden zerstört und geplündert:

Studenten werden eingeschlossen

Ein Video in den sozialen Medien zeigt dutzende Studierende, die auf dem Campus der Universität von Khartum aufgrund der Kämpfe eingeschlossen waren. Mithilfe der sudanesischen Armee konnten sie entkommen. Während ihrer Flucht sind im Hintergrund Schüsse und Explosionen zu hören:

Heftige Luftangriffe und Artilleriegeschosse

Ein Reporter vom Sender CCTV berichtet über die heftigen Luftangriffe und Artilleriegeschosse. Er erzählt, wie Bomben auf Häuser von Zivilisten fallen und explodieren.

Tote Kinder: «Sie haben meine Freunde getötet!»

Ein Junge aus Karthum erklärt in einem Video in den sozialen Medien, wie seine Freunde durch Bomben getötet wurden und dass er kein Zuhause mehr hat:

Keine Wege, in den Sudan einzureisen

Die sudanesische zivile Luftfahrtbehörde teilte nach Angaben eines Branchenmediums am Wochenende mit, dass der Luftraum über dem Sudan geschlossen sei und es im Raum Khartum keine Flugsicherungsdienste mehr gebe. Die Vereinten Nationen teilten mit, man habe derzeit weder Wege in den noch aus dem Sudan.

Ein Video zeigt, wie Menschen am Flughafen von Khartum Schutz suchen ...

… obwohl auch der Flughafen von den Kämpfen betroffen ist.

Humanitäre Versorgung mit dringenden medizinischen Gütern ist nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen derzeit unmöglich. Auch internationale Vermittler, darunter drei ostafrikanische Präsidenten, können derzeit nicht einreisen.

Bund kann Schweizer nicht zurückholen

Auch für das Personal der Schweizer Botschaft im Sudan und die anderen rund hundert Schweizer Staatsangehörige wird die Situation nicht besser – sie müssen im Sudan ausharren. Die Lage lasse eine organisierte Ausreise nicht zu, sagte Serge Bavaud, Chef des Krisenmanagements im Aussendepartement, am Freitag.

(oee, mit Material der sda)

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