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Neue Waffenruhe im Sudan für 72 Stunden vereinbart

Neue Waffenruhe im Sudan für 72 Stunden vereinbart

Im Sudan soll von diesem Sonntag an eine 72-stündige Waffenpause zwischen der sudanesischen Armee und der rivalisierenden Rapid Support Forces (RSF) gelten
18.06.2023, 05:0318.06.2023, 05:03

Das teilten Saudi-Arabien und die USA, die in dem Konflikt vermitteln, in der Nacht zum Sonntag mit. Die Waffenruhe soll am Morgen Ortszeit in Kraft treten. Die Konfliktparteien wollten in den drei Tagen auf militärische Aktionen verzichten sowie humanitäre Lieferungen erlauben. Seit Beginn des gewaltsamen Machtkampfes hatte es bereits mehrfach Waffenpausen für kurze Zeit gegeben.

Smoke rises over Khartoum, Sudan, Thursday, June 8, 2023, as fighting between the Sudanese army and paramilitary Rapid Support Forces continues. (AP Photo)
Im Sudan kommt es weiterhin zu kriegerischen Auseinandersetzungen.Bild: keystone

Im Sudan kämpfen die RSF des früheren Vize-Machthabers Mohammed Hamdan Daglo, eine aus Milizen hervorgegangene Quasi-Armee mit Zehntausenden Kämpfern, seit mittlerweile zwei Monaten gegen die Streitkräfte unter der Führung von De-facto-Staatschef Abdel Fattah al-Burhan. Die beiden Generäle hatten sich 2019 und 2021 gemeinsam an die Macht geputscht, später aber zerstritten.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration der Vereinten Nationen (IOM) sind seit Beginn des Machtkampfes mittlerweile knapp 2.2 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Freitag mitgeteilt, dass fast 25 Millionen Menschen in dem Land humanitäre Hilfe brauchten. Vier Millionen Kinder und schwangere oder stillende Mütter seien akut unterernährt. (sda/dpa)

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