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Neuer Präsident von Tansania mag keine Unpünktlichkeit: Beamte kommen zu spät – 6 Stunden Haft



Tanzania's President elect John Pombe Magufuli addresses members of the ruling Chama Cha Mapinduzi Party (CCM) at the party's sub-head office on Lumumba road in Dar es Salaam, October 30, 2015. Tanzania's ruling party candidate, John Magufuli, was declared winner on Thursday of a presidential election, after the national electoral body dismissed opposition complaints about the process and a demand for a recount. The election has been the most hotly contested race in the more than half a century of rule by the Chama Cha Mapinduzi Party, which fielded Magufuli, 56, a minister for public works. REUTERS/Sadi Said

John Pombe mag keine Verspätungen
Bild: SADI SAID/REUTERS

Weil sie mit dreistündiger Verspätung zu einer Sitzung erschienen, sind sechs Beamte in Tansania eingesperrt worden. Die Beamten seien für sechs Stunden in Gewahrsam genommen worden, schrieb die Zeitung «Uhuru» am Freitag in einem Kommentar.

Dies sei Teil einer Disziplinierungskampagne der Regierung. «Am nächsten Tag sind sie zwei Stunden zu früh gekommen», hiess es in dem Kommentar, in dem diese Form der Disziplinierung befürwortet wurde.

Den Angaben zufolge hatte der Bezirksvorsteher in einem Vorort der grössten Stadt Tansanias, Daressalam, wegen des «unverantwortlichen» Verhaltens der Beamten die Inhaftierung angeordnet. Der Ende Oktober gewählte Präsident John Pombe Magufuli hatte seine Beamten angewiesen, sich stärker um die Probleme der Bevölkerung zu kümmern.

Dazu zählen auch Landstreitigkeiten - und genau darum sollte es in der Sitzung, zu der die Beamten mit drei Stunden Verspätung erschienen, gehen.

Magufuli selbst demonstrierte erst Anfang der Woche bürgerschaftliches Engagement: Anstatt den Unabhängigkeitstag Tansanias gross zu feiern, nahm er im Zusammenhang mit einer aktuellen Cholera-Epidemie in Tansania an einer Putzaktion teil.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Freitag starben durch die Cholera-Epidemie bereits 150 Menschen seit Ende August. Insgesamt seien 10'000 Fälle gezählt worden. Am stärksten betroffen sei die Wirtschaftsmetropole Daressalam mit rund der Hälfte der Fälle. Cholera ist hoch ansteckend und wird durch verunreinigtes Trinkwasser übertragen. (sda/afp)

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