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Trauer und Wut - Mindestens 50 Tote bei Minenunglück im Kongo

People gather at the scene of a gold mine collapse near the town of Kamituga, South Kivu province, in eastern Congo Friday, Sept. 11, 2020. More than 50 people are dead after landslides collapsed thre ...
Menschen versammeln sich, um den Verstorbenen zu gedenken.Bild: keystone

Trauer und Wut - Mindestens 50 Tote bei Minenunglück im Kongo

12.09.2020, 18:0512.09.2020, 18:05

Beim Einsturz einer Mine im Osten des Kongo sind mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Die Goldmine in Kamituga in der Provinz Sud-Kivu sei am Freitag nach heftigen Regenfällen und Überschwemmungen eingebrochen, teilte der stellvertretende Bürgermeister des Ortes, Ngandu Kamundala, am Samstag mit. Retter suchten unter den Trümmern nach Überlebenden. Die Chancen seien aber sehr gering, sagte Kamundala.

Die Mine liegt weniger als einem Kilometer vom Fluss Njali entfernt, der nach dem Regen am Donnerstag und Freitag über die Ufer getreten war und Wasser sowie Schlamm in die Mine gespült hatte. Die Opfer sollen vor allem junge Männer gewesen sein.

Die Stadt ordnete zwei Tage der «Trauer und Wut» an, «nicht nur um die Toten zu betrauern, sondern auch um die prekären Arbeitsbedingungen anzuprangern», sagte Kamundala.

Viele der Minen-Arbeiter haben keine feste Anstellung und verfügen oft nur über minimale Ausrüstung. Jason Aruni, einer ihrer Vertreter, bezeichnete die Kamituga-Goldgruben als Friedhöfe, auf denen regelmässig viele Menschen beerdigt werden, ohne dass es hinterher Sanktionen gebe.

Bereits im Dezember waren bei einem Erdrutsch in einer Goldmine in dem zentralafrikanischen Staat mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Damals hatten ebenfalls heftige Regenfälle das Unglück ausgelöst. Die Demokratische Republik Kongo ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer, Cobalt, Gold und Diamanten. Zu derartigen tödlichen Unfällen in Bergwerken kommt es dort immer wieder. (sda/dpa)

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