International
Afrika

Kenia: Präsident entlässt nach Protesten sein Kabinett

Kenias Präsident entlässt nach Protesten sein Kabinett

11.07.2024, 17:1611.07.2024, 17:16

Kenias Präsident William Ruto entlässt nach heftigen Protesten gegen seine Regierung nahezu das gesamte Kabinett. Ausgenommen sei Aussenminister Musalia Mudavadi, sagte Ruto in der Ansprache in seinem Amtssitz.

epa11472365 The President of Kenya William Ruto speaks during a press conference at the State House in Nairobi, Kenya, 11 July 2024. After weeks of anti-government protests, which left several dozens  ...
Kenias Präsident William Ruto. Bild: keystone

Demnach wurde auch der Generalstaatsanwalt mit sofortiger Wirkung entlassen. Die Aufgaben der Minister würden bis zur Ernennung eines neuen Kabinetts von den Staatssekretären übernommen. «Ich werde sofort umfassende Beratungen mit den verschiedenen Bereichen und politischen Gruppen durchführen mit dem Ziel, eine Regierung auf breiter Basis zu bilden», sagte Ruto. Er versprach eine «schlanke, kostengünstige, effektive» neue Regierung.

FILE - Protesters scatter as Kenya police spray a water canon at them during a protest over proposed tax hikes in a finance bill in downtown Nairobi, Kenya on June. 25, 2024. The ballooning debt in Ea ...
Proteste in der Hauptstadt Nairobi Ende Juni.Bild: keystone

Die Proteste in den vergangenen drei Wochen richteten sich gegen ein umstrittenes Steuergesetz, Rutos Amtsführung, Korruption sowie Verschwendung öffentlicher Gelder. Demonstranten stürmten dabei auch das Parlament. Mindestens 39 Menschen kamen ums Leben, als die Polizei unter anderem mit scharfer Munition auf die Demonstranten schoss. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Trump nennt Kuba sein «Sahnehäubchen» – und kündigt an: «Es wird auch fallen»
Nach den Angriffen auf den Iran blickt US-Präsident Donald Trump auf das nächste Land, das er befreien will. Er macht Druck auf Kuba.
US-Präsident Donald Trump sieht die Vereinigten Staaten als wichtigen Faktor bei der aktuellen Krise in Kuba. Auf die Frage, ob Washington am möglichen Niedergang der Regierung beteiligt sei, sagte Trump dem amerikanischen Nachrichtenportal «Politico»: «Nun, was glauben Sie?» Nach mehr als 50 Jahren Konflikt um Kuba sei das Thema für ihn «das Sahnehäubchen», führte er weiter aus. «Kuba wird auch fallen», sagte Trump.
Zur Story