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Analyse

Millennials swipen Trump ins Weisse Haus: Sie sind zu faul für Demokratie 

Welche Rolle hat die Generation der Millennials bei der Präsidentschaftswahl gespielt? Dass sie mehrheitlich demokratisch gestimmt haben, ist unbestritten. Dass sie im Vergleich zu den älteren Generationen der Urne eher fernblieben, ebenfalls. Das ist nicht neu. Aber dennoch ärgerlich.



Das Sprichwort geht so: Wer jung ist und nicht links wählt, hat kein Herz. Wer alt ist und nicht rechts wählt, kein Hirn. In der Schweiz zieht sich bei den Jungen das Herz offenbar zusammen, wie eine Umfrage unlängst feststellte. Sie rücken nach rechts. In den USA hingegen pocht es in den letzten Jahren stärker – dafür plagt die Jungen das Zipperlein in den Beinen. Sie schaffen es nämlich nicht an die Urne.

Kurz nach der Wahl, als das Gefühl der Konsternation der Wut gewichen war, kursierte eine US-Karte im Netz. Eine ziemlich blaue Karte. Sie besagte: Hätten nur die Millennials, die im Zeitraum von etwa 1980 bis 1999 geboren worden waren, abgestimmt, wäre Hillary Clinton mit überwältigender Mehrheit ins Weisse Haus gewählt worden. Der Kommentar dazu: «Unsere Eltern sind es, die wir verdammt nochmal bekämpfen müssen. Es ist wie immer.» 

Nur: Die Karte stammt von Ende Oktober und bezieht sich auf Umfragewerte, nicht auf die tatsächliche Wahl vom 9. November. Am Befund ändert sich jedoch nichts: Hätte man alle über 30 von den Wahlen ausgeschlossen, so wäre jetzt Hillary gewählt und der grosse Katzenjammer ausgeblieben. Bloss: So funktioniert Demokratie nicht. 

Die Jungen von heute ticken links, schrieb das US-Magazin «The Atlantic» zu Beginn dieses Jahres. Diese Wahl hätte also zur Wahl der Millennials werden können, der Generation Y, der Selfiekings, Guitarheroes, der Sinnsuchenden mit Bindungsängsten. Erstmals stellten die 18- bis 29-Jährigen gleich viel Wahlberechtigte wie die Babyboomer, die Flowerpower- und Anti-Vietnamkriegs-Generation. Und die Millennials denken links. Nicht klassisch links. Aber links. In gesellschaftspolitischen Fragen, in ökonomischen Fragen, bei Umweltthemen. 

Aber, prophezeite das Magazin dann, die Revolution werde nicht zustande kommen. Aus einem einfachen Grund: Die Jungen schwängen zwar gerne Fahnen und Parolen, besetzten Parks und die Wall Street und liessen sich begeistern für die Idee der totalen Umwälzung. Aber wenn es darum geht, in die Niederungen der Politik abzusteigen, dann schwinde die Begeisterung urplötzlich. Die Blockbusterisierung der Politik nennt es der «Atlantic»: Bei den Grossanlässen steht man sich geduldig bis um die übernächste Ecke die Beine in den Bauch. Aber lokalpolitische Themen? Nein danke.

Wie sich am Mittwochmorgen gezeigt hat, war die Prophezeiung des Magazins zwar nicht falsch. Aber massiv untertrieben. Die Millennials scheuen nicht nur die Auseinandersetzung um die Umgestaltung des Kreisels in der Nachbarschaft, sie können sich nicht einmal zum Urnengang bei den Präsidentschaftswahlen aufraffen.

Bild

bild: pewresearchcenter

58,5 Prozent der Wahlberechtigten bei den 18–24-Jährigen liessen sich registrieren. 66,4 Prozent bei den 25–34-Jährigen. Und wer sich registriert, geht noch lange nicht automatisch wählen. Die Gruppe der 55–74-Jährigen hingegen, die Babyboomer, registrierten sich zu 77,4 Prozent. Ein Hinweis darauf, dass Ältere in grösseren Zahlen ihre Stimme abgegeben haben als Junge. Und, so die vereinfachte Gleichung, je älter, desto trumper. Dass mit Hillary Clinton eine Kandidatin zur Wahl stand, die in vielem die Antithese verkörperte zur Lichtgestalt der jungen Linken, Bernie Sanders, hat mit Sicherheit nicht zur Mobilisierung beigetragen. 

«Gewählt wird nicht im Netz!», mahnen die selbsternannten Politfüchse schon seit Jahren oberlehrerhaft. Das ist richtig. Wer seinen Stimmzettel nicht in die Urne wirft oder die Wahlmaschine nicht bedient, der muss sich nachher nicht wundern, wenn ein oranges Knautschgesicht mit den Manieren eines verzogenen Bengels im Weissen Haus einzieht.

Gleichzeitig hat aber die Relevanz der politischen Arbeit in den sozialen Medien massiv zugenommen. Das weiss niemand besser als Trump, der es mit seinen Tweets fast täglich auf die Titelseiten der Medien schaffte.

Und die Demokraten wissen es ohnehin: Obama hatte 2008 mit seiner Grassroots-Kampagne vorgemacht, wie mit Social Media Wahlen gewonnen werden können. 

Blau: Hillary Clinton, rot: Donald Trump

Bild

bild: screenshot/washingtonpost

Nur, online abstimmen funktioniert nun mal noch nicht. Hat es also die «faule und selfieverliebte» Generation der Millennials verbockt, die mit ihrem Desinteresse Trump geistesabwesend ins Weisse Haus geswipt hat? Irgendwie schon, auch wenn auch die Latinos und ein beträchtlicher Teil weisser, gebildeter Frauen die Vernunft über Bord geworfen haben. 

Die Demokratie, wie sie heute ist, kann nur funktionieren, wenn sich Millennials nicht zu schade sind, sich mit dem Mehrzweckhallen-Neubau im Quartier zu beschäftigen. Ein Facebook-Like ist kein Urnengang, ein Twitter-Hashtag ersetzt keine Stimme, ein Repost von Lady Gagas «Love trumps hate»-Protest ist keine politische Auseinandersetzung. Spätestens jetzt dürften die Jungen dies gemerkt haben. 

Entweder müssen sie sich zum Urnengang aufraffen oder sie streben die totale Umwälzung an. Dann müssten sie sich aber zu einer noch viel grösseren Revolution entschliessen. 

Trump ist Präsident – so berichteten Zeitungen auf der ganzen Welt

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ton 11.11.2016 18:31
    Highlight Highlight Unter 50-jährige waren zum grössten Teil für Bernie. Nach den Primaries hatte Hillary herausposaunt, dass sie seine Wähler nicht brauche und diese hat sie dann eben auch nicht erhalten. #BernieorBust war nicht bloss ein Hashtag - wir haben uns daran gehalten. ;-)
    • koks 12.11.2016 17:03
      Highlight Highlight @Ton, auf de Punkt gebracht. Die Jungen hätten Bernie gewählt. Die Medien überbieten sich im Bringen von Verschwörungstheorien, offenbar wollen sie in ihrer abgehobenen bürgerfremden Blase bleiben. Auf dem Tagi konnte ich gar lesen, dass "nur 18%" Trump gewählt haben. Oje.
  • gnp286 11.11.2016 17:38
    Highlight Highlight Aber gerade dass die Flowerpower/Anti-Vietnam/...-Generation für Trump gestimmt hat, zeigt doch, dass mit der Linken in den USA (oder zumindest mit Hillary) etwas tief im Argen liegt.
  • Yes. 11.11.2016 17:13
    Highlight Highlight Alle Statements des Artikels werden durch dieses Video widerlegt:

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    (Ist leider etwas lange)
  • smoe 11.11.2016 17:04
    Highlight Highlight Ich finde es ärgerlich, dass nach einer verlorenen Wahl, immer wieder die Schuld primär bei den Wählern gesucht wird. Schuld am Unterliegen Clintons, sind in erster Linie Clinton und die Demokratische Partei.

    Trump hat mit weniger Stimmen gewonnen, als Mitt Romney 2012 gegen Obama erhalten hat und Obama hatte fünf Millionen Stimmen mehr als Clinton.

    Wenn man während des ganzen Kampagnenzirkus arrogant auf progressive/liberale Millennials herabblickt, sollte man nicht erwarten, dass diese dann in Scharen zu den Urnen rennen, nur weil man die weniger schlechte Wahl ist.

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  • Bruno S.1988 11.11.2016 16:39
    Highlight Highlight Interessant wäre die Statistik der Millenials die bei den Vorwahlen für Bernie gestimmt haben und danach für Hillary oder Trump. Ich bin mir nämlich sicher, dass viele Millenials danach keinen Bock mehr auf Politik hatten. Hätte ich auch nicht. Bei den Skandalen rund um die Demokratische Partei.
    • gnp286 11.11.2016 17:41
      Highlight Highlight Genau das triffts doch auf den Punkt. Selbst Oprah Winfrey wäre die klügere Wahl für den DNC gewesen. Mit dem grätschen vom Bernie haben die Demokraten ihr wahres Gesicht gezeigt und das hat vielen jungen Wählern die Motivation genommen.
  • solani 11.11.2016 16:21
    Highlight Highlight Viele waren der Meinung, dass die beiden "gleich schlimm" seien und wollten eigentlich Sanders als Präsidenten.. (Man sollte natürlich trotzdem stimmen gehen und es gibt sicher auch viele faule.. aber das war sicher ein Faktor.)
    Und auch: Hillary hatte ja eigentlich mehr Stimmen als Trump, wenn man die reine Stimmenanzahl zählt. Also von wegen die Millennials sind schuld.. naja.. ich denke nicht, dass es so einfach ist. Bitte werft uns auch nicht alle in den gleichen Topf. Das demotiviert einen ein bisschen.
  • nick11 11.11.2016 15:43
    Highlight Highlight Es sollte doch irgendwann mal möglich sein, Onlinr abstimmen zu können. Mit Blockchain gäbe es auch eine Technoligie dazu. Damit wäre es ein leichtes, die Wahlbeteiligung näher gegen 100% zu bringen. Die Kosten die damit eingespart werden könnten würden allemal reichen, ein sicheres System aufzusetzen....aber da warten wir wohl noch Jahrzehnte drauf. Ps.: bin kein Millennial.
    • Alnothur 11.11.2016 16:42
      Highlight Highlight Ja, da warten wir noch Jahrzehnte drauf - weil es sicherheitstechnisch ein Riesenproblem ist!
    • wee 12.11.2016 10:24
      Highlight Highlight
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  • Luca Brasi 11.11.2016 15:16
    Highlight Highlight Die Flowerpower-Generation hat Trump gewählt. Mal schauen, was die Millennials in 30 Jahren wählen. Vielleicht kapieren sie bis dann ja wie Wahlen funktionieren und verschonen uns mit ihrer Heulerei auf der Strasse.
    Liebe Millennials, die Erde dreht sich auch mit einem Präsident Trump weiter und eure Eltern mussten auch Nixon, Reagan, etc. schlucken.
  • ast1 11.11.2016 14:34
    Highlight Highlight
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    Das hier erklärt, warum das amerikanische Wahlsystem versagt und die Bürger sich mit den Kandidaten nicht identifizieren können.
    • Full Moon Madness 13.11.2016 12:28
      Highlight Highlight Nicht zu vergessen diese beiden Videos welche CGP Grey bereits im 2011 (vor der 2. Wahl Obamas) gemacht hat:
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      und Greys Update von vorgestern:
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  • MaskedGaijin 11.11.2016 14:29
    Highlight Highlight also wenn ich sehe das der zitierte tweet von @tony_kardashian kommt... wer sich so nennt verdient nichts besseres.
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 11.11.2016 14:14
    Highlight Highlight Bravo! Ein Artikel, der unser Problem bestens beschreibt. Ich wurde mit zehn Jahren eingebürgert und seit ich 18 Jahre alt bin, nehme ich an jeder Regierungsrats-, Kantonsrats-, Nationalrats- und Ständeratswahl teil und stimme bei jeder Initiative und bei jedem Referendum ab. Jede Stimme zählt. Und wenn meine Generationsgenossen sich mal über die SVP oder die SP beschweren, lese ich ihnen die Leviten, wenn sie nicht abstimmen gehen. Es gibt Länder, wo man sich um die Meinung des Volkes nicht schert, wir sollten uns also dem Wahlrecht unbedingt bedienen! Unbedingt!
  • UelideSchwert 11.11.2016 13:42
    Highlight Highlight Kann hier die Argumentation einiger nicht nachvollziehen, derzufolge die Kandidaten für die Wahlbereitschaft der Bürger zuständig sind. Natürlich stehen die Kandidaten in der Verantwortung, Wähler von sich zu überzeugen. Ob man aber grundsätzlich die Zukunft seines Landes mitbestimmen möchte, liegt meiner Auffassung nach in der Verantwortung der Bürger.
    Ich glaube jedoch nicht, dass die Millennials hierfür zu faul waren. Nach meiner Wahrnehmung nehmen sich viele von ihnen nur selbst etwas zu ernst, und wählen anstelle eines kleineren Übels lieber garnicht.
  • pamayer 11.11.2016 13:41
    Highlight Highlight Es ist bei uns ebenfalls bekannt, dass die Linken (traditionell) im Kreis 4 nach dem Fussball Match am wahlsonntag ausschließen, währenddessen die Bürgerlichen sämtliche Senioren aus den Altersheimen im Rollstuhl an die Urne karrten.

    Abstimmungsdisziplin nennt sich das.

    Man kann niemanden zur Demokratie zwingen. Und wenn die Demokratie am Boden ist, ist's definitiv zu spät.
  • saukaibli 11.11.2016 13:20
    Highlight Highlight Na wenn die Jugend linkt tickt, dann ist eigentlich klar dass die der Wahl fern blieben. Wenn es keinen ernstzunehmenden, auch nur annähernd links politisierenden Kandidaten gibt, was soll man denn machen? Ich glaube auch dass es teilweise eine Retourkutsche gegen die Clinton-Demokraten war, die Sanders, und somit viele Junge, bei den Vorwahlen beschissen haben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Wahbeteiligung bei den Junden höher gewesen wäre, wenn Sanders gegeb Trömp angetreten wäre.
  • Macke 11.11.2016 13:10
    Highlight Highlight In der Analyse wird vergessen, dass es auch eine politische Entscheidung ist, der Wahl fernzubleiben, genauso wie wenn man sich enthält. Es kann heissen, dass man keine der kandidierenden Personen als fähig/diesem Amt würdig etc. erachtet. Es ist somit falsch, alles auf Faulheit und Digitalisierung zu schieben, gerade wenn es ja doch Gegenbeispiele (Obama) gibt.
    • Bruno S.1988 11.11.2016 16:47
      Highlight Highlight Einverstanden. Nur mit dem letzten Teil nicht. Obama, der erste Social Media Präsident, hat die Jungen enttäuscht. Schliessung vo Guantanamo versprochen und stattdessen Zivilisten in Pakistan mittels Drohnen beschossen.
  • arriving somewhere but not here 11.11.2016 13:06
    Highlight Highlight Frei interpretiert: Glaube keiner Analyse, die du nicht selber getippt hast...! 😉
  • Dubio 11.11.2016 13:04
    Highlight Highlight Bessere analyse:

    Play Icon
  • Kookaburra 11.11.2016 13:01
    Highlight Highlight Millennials fühlen sich von den Baabyboomern verraten. (Weil diese den housing-markt kaput gemacht haben, die nicht nachhaltigen Schneeballsysteme erschaffen und durch ihre "Schulden-Kapitalismus-Politik" enorm viel Wohlstand und Zukunft vorbezogen haben.)
    Wie sollen sie wissen, ob es Sinn macht jetzt das gleiche mit ihren Kindern zu tun? Wie sollen sie wissen, ob es Sinn macht jetzt gegen die Babyboomer zu kämpfen wo diese doch scheinbar durch Erfahrung zur Vernunft gekommen sind?
    Btw. wie macht man eine Revolution, wenn alle Waffen verboten sind?
    • Nausicaä 11.11.2016 14:55
      Highlight Highlight Ich gehöre selbst zu den Millennials. Ich ärgere mich auch immer, dass ich eigentlich nur abstimmen gehe, um irgendeinen Mist zu verhindern, während ich andere Sachen für dringender halte. Aber Resignation ist einfach keine Option. Ja, eine Revolution einzuleiten ist schwierig. Aber wenigstens wählen gehen? Zum Wahllokal und zurück. Die Welt schert sich nicht, wenn man resigniert. Und im dümmsten Fall ist dann ein Trump am Ruder.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 11.11.2016 15:02
      Highlight Highlight "Es gibt keinen Weg zum Frieden. Frieden ist der Weg." - Mahatma Ghandi.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Aktion

      Wie macht man eine gewaltfreie Revolution gegen das schwer bewaffnete Empire?

      Beispiel:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Salzmarsch
  • na ja 11.11.2016 12:46
    Highlight Highlight Das Kindergartenlitis ging schon mir hier auf den Nerv. Angefangen mit den ganzen Vorwahlen... Da verstehe ich alle, die nicht an die Urne gingen.. Auswählen, zwischen schlecht und schlecht.. wer will das schon?
  • dnsd 11.11.2016 12:43
    Highlight Highlight 😉
    Benutzer Bild
    • Kmurrer 11.11.2016 14:04
      Highlight Highlight We gladly pay their way ONE WAY TICKET,
      You are welcome to keep Lady Gaga and the rest of the scum....
  • DerWeise 11.11.2016 12:40
    Highlight Highlight "Die Demokratie, wie sie heute ist, kann nur funktionieren, wenn sich Millennials nicht zu schade sind, sich mit dem Mehrzweckhallen-Neubau im Quartier zu beschäftigen."

    Haben Sie gemacht. Für Bernie Sanders.

    Watson, merkt ihr nicht, wie "out of touch" ihr seit, dieser wie auch regelmässig Löpfe's Analysen werden regelmässig in Kommentaren objektiv und mit Fakten untermauert von Leuten, die politisch eigentlich ähnlich denken wie ihr, zerissen.

    Kommt mal aus eurer Bubble raus.
  • asdfghjkl1 11.11.2016 12:26
    Highlight Highlight Es gibt eine alternative Erklärung, warum die Jungen nocht zur Urne gehen und die Wahlbeteiligung überall sinkt.

    Wenn der Neoliberalismus die Demokratie zu einem so perversen Bündel zusammengeschnürt hat, dass sich der Bürger nur noch entscheiden darf, welchem der konstruierten Sachzwängen er gehorchen will, ist es nicht attraktiv, sich überhaupt zur Urne zu bewegen.

    Kurz gesagt: Wenn die Politik zum blossen Verwalter dessen mutiert, was die Wirtschaft ihr noch überlässt, warum soll man dann noch wählen gehen?
    • saukaibli 11.11.2016 13:21
      Highlight Highlight Schön zusammengefasst und genau auf den Punkt gebracht.
    • KeineSchlafmützeBeimFahren 11.11.2016 14:19
      Highlight Highlight Wir selber können immer noch eigenständig bestimmen, ob wir Produkte von Nestlé, Starbucks, Mc Donald's, etc. kaufen wollen oder nicht. Und wir selber können immer noch eigenständig bestimmen, ob wir für 20 Franken nach London hin- und zurückfliegen wollen oder nicht. Und wir selber können immer noch eigenständig bestimmen, ob wir Sklavenprodukte aus Bangladesch und China kaufen wollen oder nicht. Niemand anderes.
    • asdfghjkl1 11.11.2016 14:32
      Highlight Highlight Das ist zwar ein ehrenwerter Plan, ich glaube aber nicht an freiwillige Konsumbeschränkungen. Der Konsum muss nicht künstlich beschränkt werden, es reicht, wenn man der Wirtschaft ihre Fesseln wieder anlegt, dann wird im Bezug auf unsere Einkommen nicht viel passieren, weil die Zeche von den Aktionären jener Wirtschaft bezahlt wird, oder unsere Einkommen werden sinken, weswegen sich der Konsum automatisch beschränkt.

      Ich glaube persönlich, dass der Gewinn der Aktionäre durch eine härtere Gangart gut den untersten Einkommen zugänglich gemacht werden können. http://, wes
    Weitere Antworten anzeigen
  • peoplebelike 11.11.2016 12:25
    Highlight Highlight Was für erbärmliche Ausreden. Seit ihr eure immer gleichen alten Sprüche nicht langsam satt? Die einzige Schuld liegt bei Hillary Clinton und der DNC. Es ist ihre Aufgabe die Stimmen zu verdienen, aber Hillary war sich zu gut Teile von Sander's Plattform zu übernehmen um den Millenial's entgegen zu kommen. Leute hassen sie weil sie einstudiert, und unpersönlich ist. Dieses Jahr kamen mikrige 19% der Millenials an die Urne. 2008 bei Obama waren es 51%, sie sind in diesen 8 Jahren nicht fauler geworden, sie hatten nur niemanden der für sie sprach.
  • Lord_ICO 11.11.2016 12:25
    Highlight Highlight Manchmal glaube ich mich im falschen Film bei all diesen Analysen.
    Nirgends wird der Fakt aufgezählt, dass HC den Wahlkampf in den Staaten, die sie für sicher gewonnen glaubte fast kompett einstellte. Während die Wahlhelfer von DC dort Klinken putzen gingen.
    Ergebnis daraus war, dass sie Pennsylvania und Michigan verloren hat und es in Virginia verdammt knapp wurde. Sie war sich über ihren klaren Wahlsieg schlicht zu sichet ubd lies zu früh locker. Selber schuld.
    • DerWeise 11.11.2016 12:42
      Highlight Highlight Und Millenials hatten einfach keine Lust auf eine unauthentische, korrupte Rechte...
  • dracului 11.11.2016 12:20
    Highlight Highlight Wie wäre es zur Abwechslung mit einer "Willkommenskultur" für Millenials? Junge werden in der Arbeitswelt erst mit FH-Abschluss und viel Erfahrug langsam (ls Junior) wahrgenommen. In Bern regieren die Opis, die ihre Erfahrung der Nachkriegszeit in das neue Jahrhundert retten wollen. Manager sind mit den neuen digitalen Arbeitsmittel so überfordert, dass sie das Potenzial (der Jungen) nicht erkennen. Anstatt den Millenials pauschal Faulheit vorzuwerfen und sie arbeiten lernen zu wollen, gilt es sie zu integrieren, ihnen Perspektiven geben, Verantwortung teilen und von ihnen zu lernen!
  • DerWeise 11.11.2016 12:20
    Highlight Highlight Imho die bessere Analyse:

    Play Icon
  • DerWeise 11.11.2016 12:18
    Highlight Highlight So ein Witz. Millenials wollten Bernie Sanders und wurden von Clinton regelmässig rethorisch angespuckt, sogar nach dem die den Sieg inne hatte. Leider hat ihr niemand gesagt, dass Sie auf die Bernie Voter angewiesen sein wird, als sie sich beim u.a. beim GOP-Establishment angebiedert hat.

    Millenials leben nicht in der selben Bubble wie NYTimes, CNN ect oder eben leider Watson sondern informieren sich aktiv. Und wer das tut, kann Clinton keine Stimme geben.

    Es liegt am Kandidaten die Stimme der Wähler zu verdienen und es ist nicht der Job der Wähler jemanden zu verhindern. DNC hats verbockt
    • Roaming212 11.11.2016 13:29
      Highlight Highlight Word!
    • Tikvaw 11.11.2016 13:42
      Highlight Highlight Klar, ist es auch der Job der Wähler jemand zu verhindern.

      In einer Notsituation bei der man sich für zwei negative Sachen entscheiden muss,
      bleibt man nicht einfach erstarrt stehen und ruft nach "Mami/Papi".
      Sondern überlegt sich, wie man am mit dem geringsten Schaden davon kommt.

      Ich muss in der Schweiz leider auch Personen wählen, die mit meiner Position nur zu ca. 50% übereinstimmen, damit es ein Gegengewicht zu den vielen Kandidaten im 10-20% Bereich gibt.

      Natürlich träume von Politikern mit 80-100% Übereinstimmung, doch Träume sind eben nicht die Realität.
    • DerWeise 11.11.2016 15:25
      Highlight Highlight Du projezierst jetzt deine Bewertung der Kandidaten auf den Rest von Amerika.

      Als progressive Kraft konnte man nur Stein oder keinen wählen. Bzw bei Trump weiss man noch nicht was kommt.

      Bei Clinton wusste man es kommen wahrscheinlich mehr Kriege, desaströser Freihandel, mehr Korruption, Fracking ect...

      Man kann nur hoffen, dass die Demokraten sich reformieren. Falls ja, wäre die Trumpwahl längerfristig das beste, was geschehen konnte.


  • John Smith (2) 11.11.2016 12:15
    Highlight Highlight «Die Jungen von heute ticken links.» Ich weiss ja nicht, auf welche Quellen sich diese Aussage stützt, aber ich erlebe das anders. Kommt natürlich auf das Koordinatensystem an, und wer Hillary Clinton oder auch Barack Obama als «links» bezeichnet, für den ist auch der rechte Flügel der FDP links. Mal abgesehen davon, dass es «die Jungen» noch nie gegeben hat. Aber vielleicht liegt das Problem gerade in letzterem: In der Liebe zur Simplifizierung. Die auch Watson so gerne pflegt.
  • Nicholas Cage 11.11.2016 12:08
    Highlight Highlight Millennials sind nicht zu faul für demokratie... Millennials haben einfach keinen Bock auf auf die amerikanische "demokratie"... irreführender Titel!
    • The Destiny // Team Telegram 11.11.2016 12:22
      Highlight Highlight @Libertas, ja in etwa so gut wie die in RU.
    • Marbek 11.11.2016 14:01
      Highlight Highlight Libertas: Gemessen an welchen Punkten? Was ist eine "Qualität der Demokratie"?
  • Weisnidman 11.11.2016 12:07
    Highlight Highlight gibt es wirklich nichts anderes als der hillary nachzuheulen?? er wird wie jeder andere reagieren und die welt wird sich auch nach 4 jahren weiter drehen
    brw das Sandwich mit 🧀 und ei ist echt lecker
  • Christian Mueller (1) 11.11.2016 11:58
    Highlight Highlight Das Problem an der 'Demokratie' ist, dass es sie nirgends wirklich gibt. Demokratie wäre, wenn jeder und jede über das abstimmen könnte, was ihn oder sie auch wirklich betrifft und die Stimme gleich viel Gewicht hätte wie jede andere auch. Voraussetzung dafür wäre eine ausgewogene und ehrliche Information, sowie eine transparente Finanzierung von Parteien und Kampagnen... Aber auch hier in der 'besten' Demokratie wissen wir nicht wer welche Partei mit wie viel Geld unterstützt. Wir müssen in Basel über Zweitwohnungen im Wallis abstimmen. 1/3 der Einwohner dürfen nicht mal wählen.
    • goschi 11.11.2016 12:06
      Highlight Highlight Nein, das wäre dann eine Basisdemokratie und das funktioniert in der Praxis einfach nicht.

      Demokratie ist ein vielseitiges Modell, das gibt es in unendlichen Abstufungen und nicht jede theoretisch tolle funktioniert auch in der realen Praxis (nie den Faktor Mensch vergessen, das ignorierte schon der komunismus)

      Wir haben ergo eine Demokratie, nur keine absolute und dies aus guten Gründen.
    • Skip Bo 11.11.2016 12:46
      Highlight Highlight Zu einer funktionierenden Demokratie gehört die Akzeptanz der Verlierer gegenüber des Entscheids sowie der Respekt der Gewinner gegenüber den Unterlegenen.
      Beides ist am Schwinden...
    • Christian Mueller (1) 11.11.2016 17:38
      Highlight Highlight goschi. nein, basisdemokratie ist was anderes. da gibt es keine repräsentanten. ich möchte nur, dass minderjährige und ausländer, die hier wohnen ebenfalls über das abstimmen dürfen, was sie betrifft. @skip bo. darüber habe ich keine aussage gemacht, sondern wie man unser system gerechter machen könnte.
  • Madison Pierce 11.11.2016 11:55
    Highlight Highlight Treffende Analyse. Man sehe sich nur den Altersdurchschnitt einer Gemeindeversammlung an. Aber sich dann wundern, dass nicht an die Jungen gedacht wurde...
    • Binnennomade 11.11.2016 12:53
      Highlight Highlight Entscheidungen auf Gemeindeebene betreffen die Jungen wohl auch einfach nicht besonders. Man arbeitet/studiert ausserhalb, hat keine Kinder in der Schule und ist womöglich noch zugezogen oder weiss nicht ob man bleibt. Ist zumindest in meinem Umfeld so.
  • Alex_Steiner 11.11.2016 11:50
    Highlight Highlight Die Demokraten haben Hillary gewählt anstatt Bernie Sanders. Selber schuld.
    Das es die Partei überhaupt noch gibt ist eine Schande. Alle Leute sollten eigentlich der Partei davon laufen und eine neue suchen oder gründen.
  • Hanslishans 11.11.2016 11:45
    Highlight Highlight Amüsant, wie nun seit Tagen mit allen Mitteln versucht wird, Erklärungen für das scheinbar Unerklärliche zu finden.
    • walsi 11.11.2016 12:05
      Highlight Highlight Das Problem ist eher das nach einer Erklärung gesucht wird die ins eigene Weltbild passt, anstatt der wirklichen Ursache. Natürlich gingen viele Junge nicht zur Wahl, aber nicht weil sie zu faul waren. Für sie war keiner der Kandidaten wählbar. Wäre Sanders nominiert worden sähe das ganz anders aus.
    • Quacksalber - Fehler beim bearbeiten der Anfrage 11.11.2016 12:11
      Highlight Highlight Das ist Trauerarbeit ohne Folgen.

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