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Chinas Präsident ruft Militär zu Kampfbereitschaft auf

Chinese President Xi Jinping attends a plenary session of China's National People's Congress (NPC) the Great Hall of the People in Beijing, Monday, March 8, 2021. (AP Photo/Sam McNeil)
Xi Ji ...
Chinas Präsident Xi während des alljährlichen Volkskongresses in Peking.Bild: keystone

Chinas Präsident ruft Militär zu Kampfbereitschaft auf

10.03.2021, 04:3810.03.2021, 09:38

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat das Militär angesichts von «Instabilitäten» und «Unsicherheiten» zur stetigen Einsatzbereitschaft aufgerufen.

Die gesamten Streitkräfte müssten sich auf Kampfbereitschaft konzentrieren und «immer bereit sein, auf verschiedenste komplexe und schwierige Situation zu antworten», sagte Xi Jinping nach Angaben der Staatsmedien vom Mittwoch bei einem Treffen mit der Militärdelegation während der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. Die Streitkräfte müssten sich auf «Kampfbereitschaft» konzentrieren.

Der neue Fünf-Jahres-Plan sei ein guter Anfang, um die nationale Verteidigung und die Streitkräfte zu stärken, sagte Xi Jinping bei dem Treffen am Vortag. Zum Abschluss seiner einwöchigen Tagung wird das chinesische Parlament am Donnerstag die Weichenstellungen für die Jahre 2021 bis 2025 sowie eine kräftige Steigerung der Militärausgaben in diesem Jahr von 6,8 Prozent verabschieden.

Auch werden die umstrittenen Pläne für eine Wahlreform in Hongkong auf den Weg gebracht. Damit soll die ohnehin begrenzte Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungsregion weiter beschnitten werden. Nach dem Sicherheitsgesetz, das am 1. Juli in Kraft trat, ist es der zweite Schlag gegen das freiheitliche System in der autonomen früheren britischen Kronkolonie. Das Gesetz richtet sich gegen Aktivitäten, die Peking als umstürzlerisch, separatistisch, terroristisch oder verschwörerisch ansieht.

Vor dem Abschluss der Jahrestagung schwor Xi Jinping die Streitkräfte darauf ein, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Es gehe darum, eine «hochkarätige strategische Abschreckung» aufzubauen. Die Volksbefreiungsarmee müsse «entschlossen die nationale Souveränität, Sicherheit und Entwicklungsinteressen schützen», sagte der Präsident. Die Militärentwicklung müsse von Innovation getrieben sein und sich in Wissenschaft und Technologie unabhängig machen.

China und USA sprechen über mögliches Aussenministertreffen

Der Ausbau des chinesischen Militärs erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit den USA und Taiwan, der Grenzzwischenfälle mit Indien sowie den Streitigkeiten um Inseln und Meeresgebiete im Ostchinesischen und Südchinesischen Meer. Nach einem Medienbericht sprechen China und die USA über ein mögliches Treffen ihrer höchsten Aussenpolitiker in Anchorage im US-Bundesstaat Alaska. Es wäre das erste persönliche, ranghohe Kontakt zwischen beiden Regierungen seit der Amtsübernahme von US-Präsident Joe Biden im Januar.

Secretary of State Anthony Blinken introduces President Joe Biden for remarks to State Department staff, Thursday, Feb. 4, 2021, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci)
Joe Biden,Anthony Blinken
Viel Arbeit für den US-Aussenminister Anthony Blinken – Biden strebt eine Normalisierung der diplomatischen Beziehungen an.Bild: keystone

An dem Treffen mit dem neuen US-Aussenminister Antony Blinken könnten sowohl der höchste Aussenpolitiker der Kommunistischen Partei, Yang Jiechi, als auch der ihm untergeordnete Aussenminister Wang Yi teilnehmen, berichtete die Hongkonger Zeitung «South China Morning Post». Mit Anchorage liege der mögliche Ort auf halbem Wege zwischen beiden Ländern - weit weg von der Aufmerksamkeit internationaler Medien, hob das Blatt hervor. Der Ort sei aber noch nicht festgelegt. Auch seien andere Details noch nicht bekannt.

Verhältnis unter Trump auf dem tiefsten Stand seit 1979

Das Verhältnis zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften ist unter Bidens Vorgänger Donald Trump auf den tiefsten Stand seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen 1979 gefallen. Peking bietet zwar einen frischen Start an, stellt aber Bedingungen. So sollen die USA ihre «Einmischung» beenden, womit auch die Kritik am Umgang mit den Uiguren oder Hongkong gemeint ist.

Ferner fordert Peking ein Ende des Handelskrieges oder der Unterstützung für Taiwan, das als Teil der Volksrepublik angesehen wird. Biden hat aber zu erkennen gegeben, dass er an einem harten Kurs gegenüber China festhalten will.

(jaw/sda/dpa)

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