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USA: Minister Hegseth kündigt Testosteron-Test für Soldaten ab 30 an

epa13061696 National Guard soldiers patrol the newly renovated Lincoln Memorial Reflecting Pool on the National Mall in Washington, DC, USA, 24 June 2026. US President Trump said the pool will likely  ...
Soldaten der US-Nationalgarde patrouillieren am frisch renovierten Reflecting Pool des Lincoln Memorials auf der National Mall in Washington.Bild: keystone

USA: Pete Hegseth kündigt Testosteron-Test für Soldaten ab 30 an

15.07.2026, 21:0415.07.2026, 21:04

Ab dem Alter von 30 Jahren sollen in den USA künftig die Testosteronwerte von Soldaten getestet werden. Dies werde im Rahmen einer bereits bestehenden jährlichen Gesundheitsuntersuchung stattfinden, kündigte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in einem Video auf der Plattform X an. Für Soldaten unter 30 sei der Test freiwillig. Eine Behandlung wird demnach im Fall eines festgestellten Testosteronmangels empfohlen, ist jedoch keine Pflicht.

Hegseth begründete die Massnahme damit, dass der «einzelne Kämpfer» immer der wichtigste taktische Vorteil der USA sein werde. Er sprach von einer «heiligen Pflicht», diesen Vorteil zu bewahren. Deshalb müsse man ständig nach neuen Wegen suchen, um die Leistungsfähigkeit und langfristige Gesundheit der Soldaten zu optimieren, folgerte Hegseth. Mit den Tests soll ihm zufolge sichergestellt werden, dass sie über «die richtigen Testosteronwerte» verfügen, um Bestleistung zu erbringen. Der Pentagon-Chef verwies in dem Zusammenhang darauf, dass der Testosteronspiegel mit zunehmendem Alter oft auf natürliche Weise sinke.

Hegseth will «natürliche Fähigkeiten» optimieren

An die Soldaten gewandt sagte Hegseth: «Bei dieser Initiative geht es nicht um künstliche Verbesserung, sondern darum, eure natürlichen Fähigkeiten wiederherzustellen und zu optimieren, (...), und sicherzustellen, dass ihr über die biologische Grundlage verfügt, die notwendig ist, um den Kampf durchzuhalten.»

Der Pentagon-Chef treibt seit seinem Amtsantritt Veränderungen in seinem Ministerium voran, das die US-Regierung inzwischen «Kriegsministerium» nennt. Immer wieder beschwört Hegseth einen Kriegerethos im Militär – genau wie das Idealbild eines traditionell männlichen Kämpfers.

Im vergangenen Jahr verkündete er etwa neue Fitnessstandards. Wer die «körperlichen Standards auf männlichem Niveau für Kampfpositionen» nicht erfülle, sich nicht rasiere oder professionell aussehen wolle, für den sei es Zeit für eine neue Position oder einen neuen Beruf, hob er damals hervor. (sda/dpa)

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