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Egyptians wait to cast their votes outside a polling station during the Egyptian parliamentary election in Alexandria, Egypt, Sunday, Oct. 18, 2015. (AP Photo/Hassan Ammar)

Überschaubarer Andrang vor einem Wahllokal in Alexandria (18.10.2015).
Bild: Hassan Ammar/AP/KEYSTONE

Auch Ägypten wählt heute, die wichtigste Frage lautet: Wieviele werden den Urnen fern bleiben?



Zum Auftakt der Parlamentswahl in Ägypten hat Präsident Abdel Fattah al-Sisi seine Landsleute zur Stimmabgabe aufgefordert. «Ich lade alle Ägypter ein, in die Wahllokale zu gehen und dort massenhaft zusammenzukommen», sagte Al-Sisi am Samstag in einer Fernsehansprache.

Hintergrund ist die Sorge der ägyptischen Führung, dass die Wahlbeteiligung niedrig ausfallen könnte. Ägypten wird nach der Auflösung des von Islamisten dominierten Parlaments 2012 ohne Abgeordnetenhaus regiert. Es ist die erste Parlamentswahl seit dem Sturz des islamistischen Ex-Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013.

Nachdem am Samstag bereits im Ausland lebende Ägypter abstimmen konnten, beginnt die Wahl am Sonntag und Montag auch in Ägypten. Zuerst stimmen die Wahlberechtigten in etwa der Hälfte der Wahlkreise ab. Ende November folgen die Restlichen.

Al-Sisi wurde im vergangenen Jahr zum Präsidenten gewählt. Er regiert das bevölkerungsreichste arabische Land seitdem mit Hilfe einer autoritären Regierung und mit Dekreten.

Das Staatsoberhaupt wies in seiner Ansprache auf die Rolle des Parlaments als gesetzgebende Kraft mit Aufsichtsfunktion hin. Das Parlament werde als Stimme des Volkes handeln.

Experten zweifeln daran, dass die Wahl die Machtposition Al-Sisis in Ägypten brechen kann. Von den antretenden Parteien stellt sich keine gegen den Kurs der Regierung. Diese kämpft unter anderem kompormisslos gegen mutmassliche Terroristen. Kritiker bemängeln, dass der Anti-Terror-Kampf zulasten der Menschenrechte gehe.

Die Gewinnerin der letzten Parlamentswahl, die islamistische Muslimbruderschaft, darf zu dieser Wahl nicht antreten. Sie wurde 2013 verboten und zur Terrororganisation erklärt. Ihre Anhänger – von moderaten bis radikalen Islamisten – werden als Terroristen verfolgt. (sda/dpa)

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