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Brasilien

Korruptionsverdacht: Ermittlungen gegen Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff

Korruptionsverdacht: Ermittlungen gegen Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff

07.10.2015, 07:5607.10.2015, 09:31

Gegen Brasiliens bedrängte Präsidentin Dilma Rousseff wird wegen Korruptionsverdacht ermittelt. Der Oberste Wahlgerichtshof entschied am Mittwoch mit 5:2 Stimmen, Vorwürfen der Oppositionspartei PSDB nachzugehen.

Dilma Rousseff hat Ärger mit der Justiz.
Dilma Rousseff hat Ärger mit der Justiz.
Bild: UESLEI MARCELINO/REUTERS

Demnach soll Rousseff ihren Wahlkampf illegal mit Spenden von Zulieferern des Energiekonzerns Petrobras finanziert haben. Der Petrobras-Skandal erschüttert seit vergangenem Jahr die brasilianische Politik. Bislang sah die Justiz aber keinen ausreichenden Verdacht, möglichen Verwicklungen der Staatspräsidentin in den Skandal nachzugehen.

Am Mittwoch wurde eine frühere Entscheidung des Wahlgerichts schliesslich überstimmt und der Weg zu Ermittlungen freigemacht. Es sei das erste Mal, dass die Behörde nun gegen ein amtierendes Staatsoberhaupt wegen derartigen Vorwürfen nachgehe, hiess es in einer Erklärung.

Neben dem Vorwurf der illegalen Wahlkampffinanzierung soll Rousseff auch Geld von staatlichen Finanzgruppen genutzt haben, um Sozialprogramme für die Armen zu finanzieren. Auch dies ist in Brasilien illegal.

Die Präsidentin steht erheblich unter Druck: Ihre Zustimmungswerte sind auf zehn Prozent gesunken und ihr droht ein Amtsenthebungsverfahren. Erst Ende der Woche hatte sie ihr Kabinett erheblich umgebildet und acht Ministerien dichtgemacht, um wieder in die politische Offensive zu kommen.

(sda/afp)

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