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Brasilianische Polizei findet gestohlene Matisse-Werke

Brasilianische Polizei findet gestohlene Matisse-Werke

Die brasilianische Polizei hat acht vor einigen Monaten gestohlene Werke des französischen Künstlers Henri Matisse sichergestellt.
14.08.2026, 21:2514.08.2026, 21:25

Die Illustrationen aus dem Kunstbuch «Jazz» (1947) waren im Dezember aus einer Bibliothek in der Stadt São Paulo entwendet worden, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Ein Mann sei festgenommen worden.

In this picture made available by the Italian Carabinieri in Parma, northern Italy, Friday, Aug. 14, 2026, Carabinieri pose near three paintings recovered following a police operation: "Tasse et  ...
Polizeibeamte mit einigen der sichergestellten Kunstwerke.Bild: keystone

Die Werke wurden den Angaben zufolge nach monatelangen Ermittlungen in einem Haus in São Bernardo do Campo in der Metropolregion von São Paulo sichergestellt. Ihr Wert wird auf insgesamt 200'000 US-Dollar geschätzt (gut 160'000 Franken). Sie waren aus einer Vitrine im Rahmen einer Ausstellung gestohlen worden. Zuvor waren drei weitere Verdächtige festgenommen worden.

Diebe entkamen durch den Haupteingang

Zwei Diebe hatten am letzten Tag der Ausstellung einen Aufseher und ein älteres Besucherpaar überwältigt und waren auch mit fünf Werken des brasilianischen Künstlers Cândido Portinari durch den Haupteingang entkommen. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigten, wie sie die Werke durch die Strassen zu einem geparkten Auto trugen.

Das Kunstbuch «Jazz» besteht aus zwanzig Scherenschnitten und wurde als limitierte Edition publiziert. Matisse bezeichnete die Technik als «Malen mit der Schere». Bei den gestohlenen Werken handelte es sich um «Le Clown», «Le Cirque», «Monsieur Loyal», «Cauchemar de l'Éléphant Blanc», «Le Codomas», «La Nageuse dans l'Aquarium», «L'Avaleur de Sabres» und «Le Cowboy».

«Die Sicherstellung dieser acht Werke ist eine Nachricht von enormer Bedeutung für die Kultur und das Kulturerbe von São Paulo», teilte die Stadtverwaltung mit. Nach dem Diebstahl seien die Sicherheitsprotokolle der Bibliothek verstärkt worden. Von den Werken von Portinari fehlt bisher jede Spur. (sda/dpa)

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