International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Rescue workers remove debris after an explosion at a few commercial establishments in Rio de Janeiro, Brazil, October 19, 2015. A gas leak is said to be the most likely cause for the explosion which left seven injured so far. Rescue workers are continuing their efforts in searching for any survivors under the rubble, according to local media. REUTERS/Pilar Olivares

Mindestens sieben Personen wurden bei der Gasexplosion verletzt.
Bild: PILAR OLIVARES/REUTERS

«Wie ein Erdbeben»: Gas-Explosion in Rio de Janeiro beschädigt 40 Geschäfte und Wohnhäuser



Bei einer schweren Explosion in Rio de Janeiro sind am Montagmorgen mindestens sieben Menschen verletzt worden. Die Explosion ereignete sich um 03.00 Uhr morgens (07.00 Uhr MESZ) in einer Pizzeria im Norden der Stadt.

Durch die Detonation und den dadurch ausgelösten Brand wurden nach Behördenangaben 40 angrenzende Geschäfte und Wohnhäuser beschädigt.

Noch 400 Meter entfernt: Scheiben barsten

«Das Wahrscheinlichste ist, dass es sich um eine Gasexplosion handelte, die durch nicht vorschriftsgemäss gelagerte Gasflaschen ausgelöst wurde», sagte Rios Bürgermeister Eduardo Paes im Fensehsender Globo News. «Denn in diesen Geschäften gab es kein Erdgas.» Laut Paes, der den Unglücksort besuchte, wurden die Gasleitungen in dem Stadtviertel geschlossen.

Rescue workers remove debris after an explosion at a few commercial establishments in Rio de Janeiro, Brazil, October 19, 2015. A gas leak is said to be the most likely cause for the explosion which left seven injured so far. Rescue workers are continuing their efforts in searching for any survivors under the rubble, according to local media. REUTERS/Pilar Olivares

Die ganze Dimension: Augenzeugen berichten, die Explosion habe sich «wie ein Erdbeben angefühlt».
Bild: PILAR OLIVARES/REUTERS

Nach Angaben der Feuerwehr wurden sieben Menschen verletzt. Ein Opfer wurde demnach noch am Unglücksort behandelt, die übrigen im Spital. Ein kleines Mädchen überlebte verletzt, weil sie ein umgestürzter Schrank in dem Haus hinter der Pizzeria vor grossen Trümmerteilen schützte. Es wurde zusammen mit seinen Eltern ins Spital eingeliefert.

Zunächst war von acht Verletzten die Rede gewesen. Die Feuerwehr suchte in den Trümmern mit Hilfe von Spürhunden nach möglichen weiteren Opfern. Fensterscheiben gingen noch 400 Meter weiter zu Bruch.

Rauch und Schutt

Globo News zeigte Bilder von Rauch sowie Zement- und Metallschutt im Viertel São Cristovão, das an den Stadtteil mit dem WM-Stadion Maracana angrenzt. In Rio werden im August 2016 die Olympischen Sommerspiele ausgetragen.

Der Anwohner Dani Soares sagte in dem Sender, die Erschütterung durch die Explosion sei so stark gewesen, dass er gedacht habe, dies sei ein Erdbeben. «Alles stürzte ein, aber wir konnten entkommen», fügte er hinzu.

Marlene Sangy Aires erklärte auf der Globo-Internetseite: «Es war zum Verzweifeln. Die Decke stürzte ein. Mein 21-jähriger Sohn konnte meine 17-jährige Tochter abschirmen. Wir waren in den Trümmern eingeklemmt. Mit dem Licht unseres Handys machten wir die Rettungstrupps auf uns aufmerksam. Es war wie eine Wiederauferstehung.» (tat/sda/afp)

The interior of a restaurant is seen damaged after an explosion in Rio de Janeiro, Monday, Oct. 19, 2015. Dozens of commercial and residential buildings in northern Rio de Janeiro were destroyed or severely damaged in the early Monday explosion. Officials suspect a gas leak was the cause of the blast. (AP Photo/Felipe Dana)

Decke herausspediert: Beweisaufnahme in einem angrenzenden Restaurant. 
Bild: Felipe Dana/AP/KEYSTONE

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Schüsse auf Westschweizer Journalisten in Favela in Rio 

Schrecksekunden für einen Sportjournalisten des Westschweizer Fernsehens RTS und seinen Kameramann in Rio: Nachdem sie das Navigationsgerät fälschlicherweise in die Nähe einer Favela geleitet hatte, wurde ihr Auto von einem Mann beschossen. Verletzt wurde niemand.

Die RTS-Medienstelle bestätigte am Dienstag Berichte der Freiburger Tageszeitung «La Liberté» und des Lokalsenders «Radio Freiburg». Demnach wollte der Journalist Marc-André Berset, der aus Rio de Janeiro für RTS über die …

Artikel lesen
Link to Article