International
Charlie Hebdo

«Charlie Hebdo» veröffentlicht neues Titelbild mit Erdogan-Karikatur

«Charlie Hebdo» veröffentlicht neues Titelbild mit Erdogan-Karikatur

27.10.2020, 20:2827.10.2020, 20:35

Die französische Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» hebt eine Karikatur des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan auf die Titelseite ihrer neuen Ausgabe. Die Zeichnung hat laut einer Twittermitteilung vom Dienstag den Titel «Erdogan – privat ist er sehr lustig» und zeigt den Präsidenten in einem Sessel sitzend, während er einer Frau den Schleier lüftet.

Die Stimmung zwischen Frankreich und der Türkei ist sehr aufgeheizt, denn der Streit um Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed ist eskaliert. Erdogan warf seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron Islamfeindlichkeit vor und rief zu einem Boykott französischer Waren auf.

Macron hatte mehrfach die Meinungsfreiheit und das Veröffentlichen von Karikaturen verteidigt – zuletzt bei der Gedenkfeier für den von einem mutmasslichen Islamisten enthaupteten Lehrer Samuel Paty. «Charlie Hebdo» hatte Anfang September umstrittene Mohammed-Karikaturen wieder veröffentlicht und damit in Teilen der muslimischen Welt für Protest gesorgt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Erdogans Besuch beim Vatikan sorgt für Proteste
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Vance: Einwanderungspolitik Grund für Ausschreitungen in Frankreich
US-Vizepräsident JD Vance hat Einwanderung aus ärmeren Ländern für die Ausschreitungen bei den jüngsten Protesten in Frankreich verantwortlich gemacht. Gut zwei Wochen vor den Kongresswahlen in den USA schrieb der Republikaner auf der Plattform X, linke Politiker in Frankreich und anderen Ländern hätten «im Namen von Vielfalt und Mitgefühl» die «Dritte Welt» ins Land geholt. Dabei habe Frankreich nicht auf «Assimilation und Kompatibilität» der Menschen geachtet, kritisierte er weiter. Die Politiker seien gewarnt worden, dass es so kommen würde, hätten aber nicht zugehört.
Zur Story