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Karikaturen-Streit: Frankreichs Präsident Macron verteidigt Position

Karikaturen-Streit: Frankreichs Präsident Macron verteidigt Position

25.10.2020, 21:5925.10.2020, 21:59

Im neu aufgeflammten Streit um Mohammed-Karikaturen hat der französische Staatschef Emmanuel Macron seine Position zur Meinungsfreiheit bekräftigt. Hassrede werde nicht akzeptiert und die vernünftige Debatte verteidigt, schrieb Macron am Sonntag auf Twitter. «Wir werden immer auf der Seite der Menschenwürde und der Grundwerte stehen.» Macron verbreitete die Botschaft auch auf Arabisch und Englisch. «Unsere Geschichte ist die des Kampfes gegen Tyrannei und Fanatismus. Wir werden weitermachen», schrieb er dazu noch auf Französisch. Er beendete die Tweets mit «We Are One – Nous sommes unis» (auf Deutsch etwa: «Wir sind in Einem vereint»).

Hintergrund des Konflikts zwischen Frankreich, der Türkei und mehreren arabischen Ländern sind Aussagen Macrons von Mittwoch. Er hatte die Meinungsfreiheit verteidigt und sich auf die Seite derjenigen gestellt, die Karikaturen zeigen oder veröffentlichen wollen.

Das französische Aussenministerium hatte zuvor bereits ein sofortiges Ende der Boykottaufrufe für französische Produkte in mehreren arabischen Ländern gefordert. Diese würden die von Frankreich verteidigten Positionen zugunsten der Gewissens-, Meinungs- und Religionsfreiheit sowie der Ablehnung jeglichen Aufrufs zum Hass verzerren, hiess es in einer Mitteilung des Ministeriums. Die Aussagen würden von einer radikalen Minderheit instrumentalisiert und politisiert.

Händler in Jordanien, Kuwait und Katar hatten zuvor französische Waren aus ihren Filialen genommen. Nach Angaben des Aussenministeriums handelte es sich vor allem um Lebensmittel.

Die zuständigen Minister und das gesamte diplomatische Netzwerk seien mobilisiert, um die Position Frankreichs, vor allem in Hinblick auf die Grundfreiheiten, nochmals zu erläutern, hiess es in der Mitteilung des Aussenministeriums. Es forderte die Behörden in den betroffenen Ländern auf, sich gegen den «Hass» gegen Frankreich zu stellen und die Sicherheit der Franzosen in den Ländern zu gewähren. (sda/dpa)

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quelle: epa/epa / larry w. smith
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