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China wirft Philippinen Kollision in Südchinesischem Meer vor

epa11304607 A handout photo made available by the Armed Forces of the Philippines shows air assault exercises conducted by Philippine Marines and their counterparts from the United States Marine Corps ...
Die philippinische Marine bei einer Übung.Bild: keystone

China wirft Philippinen Kollision in Südchinesischem Meer vor

17.06.2024, 09:5117.06.2024, 09:51

Im Südchinesischen Meer ist es zu einem Vorfall zwischen einem Schiff chinesischer Behörden und der philippinischen Marine gekommen. China warf den Philippinen am Montag vor, absichtlich mit einem Versorgungsschiff gegen ein Boot der chinesischen Küstenwache geprallt zu sein.

Das philippinische Schiff sei illegal in Gewässer an einem Riff eingedrungen, das in China Ren'ai Jiao heisst, teilte die chinesische Küstenwache mit. Die philippinischen Streitkräfte nannten die Vorwürfe falsch und irreführend. Man werde über keine Details zu der Versorgungs-Operation an dem auch als Second-Thomas-Untiefe oder Ayungin Shoal bekannten Riff sprechen, teilte Sprecher Xerxes Trinidad mit.

China erhebt in der Gegend Gebietsansprüche, obwohl der Internationale Schiedsgerichtshof in Den Haag diese 2016 zurückwies. Peking ignoriert das Urteil jedoch. Die Philippinen zählen die Riffe zu ihrer exklusiven Wirtschaftszone und kritisieren, Schiffe der chinesischen Küstenwache hielten sich dort illegal auf und liessen die Spannungen durch ihr Handeln eskalieren.

Nach chinesischer Darstellung näherte sich das Boot am Montag trotz mehrfacher Warnungen der Chinesen absichtlich auf «unprofessionelle Weise», was schliesslich zu dem Zusammenprall führte. «Die Verantwortung dafür liegt komplett bei der philippinischen Seite», hiess es in der Mitteilung weiter. Zu Schäden gab es keine Angaben. Die philippinische Seite wiederum sprach am Montag von «anhaltend aggressiven Aktionen» der chinesischen Küstenwache.

Versorgung für verrottendes Kriegsschiff

Peking und Manila werfen sich gegenseitig immer wieder gefährliche Manöver in jener Region vor. China richtete mitunter auch schon Wasserkanonen auf philippinische Schiffe. Um die Second-Thomas-Untiefe streiten sich die beiden Länder schon länger. An dem Riff etwa 200 Kilometer westlich der philippinischen Insel Palawan hatte Manila 1999 ein Schiff auf Grund gesetzt und damit seinen Anspruch auf das Atoll markiert. Dieses wird aber auch von Peking beansprucht. Auf dem verrotteten Kriegsschiff harren Soldaten aus, die regelmässig auf Nachschub und Vorräte angewiesen sind.

In dem Gebiet aus weit verstreuten Riffen und Inseln westlich der Philippinen und weit südlich von China werden wichtige Ressourcen vermutet. China reklamiert praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich. Aber auch die Philippinen, Vietnam, Malaysia, Taiwan und Brunei beanspruchen dort Gebiete. (sda/dpa)

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