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26 Tote durch das Coronavirus, 8 Schweizer wollen in Wuhan bleiben – die Übersicht



Der neuen Lungenkrankheit in China sind acht weitere Menschen zum Opfer gefallen. Insgesamt sind demnach nun 26 Todesfälle durch das Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg auf 830 Fälle an. In acht Städten gibt es Einschränkungen. Die wichtigsten Punkte:

Wie reagiert China?

epa08154634 A militia member checks the body temperature of a driver on a vehicle at an expressway toll gate in Wuhan, central China's Hubei province, 23 January 2020. Wuhan has shut down public transportation, including railway stations, the airport, bus and subway services in the municipality to control the spread of the new corona-virus.  EPA/STRINGER CHINA OUT

Temperaturmessung an einem Checkpoint in Wuhan. Bild: EPA

Im Kampf gegen eine Verbreitung der Lungenkrankheit in China sind in der schwer betroffenen zentralchinesischen Provinz Hubei strikte Bewegungsbeschränkungen für rund 37 Millionen Menschen erlassen worden.

Als die jüngsten drei Metropolen wurden am Freitag in Jingzhou (5,6 Millionen Einwohner), Xiaogan (5 Millionen) und in Dangyang (470 000) der öffentliche Verkehr und die Züge in andere Orte gestoppt, wie die Stadtregierungen berichteten. Damit sind mit der Provinzhauptstadt Wuhan mindestens elf Städte praktisch abgeschottet worden.

Zudem wurden in der Hauptstadt Peking Grossveranstaltungen zum chinesischen Neujahrstag am kommenden Samstag abgesagt und die Schliessung mehrerer Touristenattraktionen angeordnet.

Sind auch Schweizer von den Massnahmen betroffen?

Im Moment leben acht Schweizer Staatsangehörige in Wuhan. Das Aussendepartement (EDA) in Bern steht mit ihnen in Kontakt, wie ein Sprecher am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Keiner von ihnen wolle ausreisen.

Was macht die WHO?

Die Weltgesundheitsorganisation sah am Donnerstagabend keinen Grund, eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite auszurufen. «Es ist nicht der richtige Zeitpunkt», sagte der Vorsitzende des Notfallausschusses, Didier Houssin.

Er verwies darauf, dass es im Ausland bislang nur wenig Fälle gebe, und dass China bereits selbst weitreichende Vorkehrungen getroffen habe. WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, China habe die Massnahmen getroffen, die es für angemessen halte. Die WHO nehme den Ausbruch aber extrem ernst, sagte er.

Wie reagiert die Schweiz?

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) äusserte sich «eher beunruhigt» über die Dynamik und Entwicklung des Coronavirus. Die Behörde bereite sich darauf vor, Massnahmen zu treffen, auch wenn unmittelbar keine Bedrohung für die Schweizer Bevölkerung bestehe, sagte BAG-Sektionsleiter Patrick Mathys am Donnerstag zu Radio SRF.

Hat sich das Virus weiter ausgebreitet?

Ja. Laut chinesischen Behördenangaben von Freitag starb ein weiterer Patient ausserhalb der besonders stark betroffenen Provinz Hubei, zu der auch die Stadt Wuhan gehört. Der Todesfall wurde demnach in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang gemeldet. Bereits am Vortag war ein Todesfall in der nördlichen Provinz Hebei bekannt geworden.

Die meisten Todesopfer waren ältere Menschen mit Vorerkrankungen. In den meisten Provinzen Chinas sind mittlerweile Infektionen bekannt. In einzelnen Fällen wurde das Virus auch schon bei Patienten in anderen Ländern wie Thailand, Japan, Südkorea und den USA nachgewiesen. In Europa ist bisher kein Fall bekannt. (sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • MartinZH 24.01.2020 11:51
    Highlight Highlight In unregelmässigen Zeitabständen entstehen neuartige Grippeviren, gegen welche die meisten Menschen nicht immun sind. In solchen Fällen kann es zu einer Grippepandemie kommen:

    Nach der Spanischen Grippe (1918/19), der Asiatische Grippe (1957/58) sowie der Hongkong-Grippe (1968/69) kam es 2009/10 zu einer Pandemie mit einem neuartigen (von Mexiko ausgehenden) A/H1N1-Virus – anfänglich als "Schweinegrippe" bezeichnet.

    Die Veränderlichkeit der Influenza A-Viren führt zum Auftreten von neuen Stämmen und Subtypen. Die nächste Pandemie lässt sich kaum vorhersagen.

    Evtl. ist es nun 2020 soweit? 🤔
  • cal1ban 24.01.2020 10:56
    Highlight Highlight Vergleich zu SARS

    Benutzer Bild
  • rodolofo 24.01.2020 09:18
    Highlight Highlight Viren kann man halt weniger leicht einsperren, als Uiguren!
    Denn sie sind "Klein, aber Oha!".
    Sie leeren eine grössenwahnsinnig gewordene Kommunistische Partei Chinas das Fürchten.
    Vielleicht bringen sie das ideologisch hoch aufgetürmte Kartenhaus der "Autoritären Massen-Erziehung" zum Einstürzen.
    Und dann würde sich das "Reich der Mitte" vielleicht nochmals neu besinnen, bescheidener, liebenswürdiger und erträglicher werden.
    Ich wünsche dem Corona-Virus bei seiner "Erziehung von Unten" viel Glück!
  • Magnum44 24.01.2020 06:38
    Highlight Highlight Naja, 3% sind also verstorben, wobei es sich in erster Linie um ältere Menschen handelt. Für den Laien klingt das nicht so dramatisch?
    • thatvphissue 24.01.2020 10:55
      Highlight Highlight Das Ding ist, man weiss vorerst nicht wirklich & sicher, mit was man es zu tun hat. D.h. es gibt viele Unklarheiten zu Massnahmen; soll man Fischmärkte schliessen? Verkauf von Schlangen?
      Wie genau wird es übertragen, reichen Händewaschen, evtl. Schutzmasken oder sollen die Leute mit Ganzkörperanzügen rumlaufen? Welches medizinische Personal muss wie geschützt werden?

      Solche Fragen sind bei bekannten Viren meist geklärt, jedoch bei unbekannten nicht.
    • Magnum 24.01.2020 10:55
      Highlight Highlight Drei Worte, mein werter Fast-Namensvetter: Chinese New Year. Die wohl grösste Binnenwanderung der Welt, weil Chinesen für das Fest zu ihren Eltern zurückreisen.
      Die Dramatik liegt in der zeitlichen Synchronizität von Ausbruch und Feiertags-Reiseverkehr. Das hat schon Potenzial für eine gröbere Schweinerei, zumal ich vom Regime in Peking keinerlei ehrliche Information erwarte - und auch kein kompetentes Krisenmanagement.

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