International
China

Xi und Putin betonen trotz Gegenwind ihre Zusammenarbeit

Xi und Putin betonen trotz Gegenwind ihre Zusammenarbeit

31.08.2026, 17:2331.08.2026, 17:23

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und Russlands Präsident Wladimir Putin haben in Kirgistan ihre Zusammenarbeit in den für Moskau wegen westlicher Sanktionen schwierigen Zeiten betont. Die Kooperation entwickle sich in wirtschaftlicher und jeder anderen Hinsicht erfolgreich, sagte Putin bei dem Treffen mit Xi in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek. Dort feierte die zentralasiatische Republik ihren 35. Jahrestag der Unabhängigkeit von der Sowjetunion – und ist Gastgeberin des Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO), eines Verbundes von china- und russlandfreundlichen Staaten.

KEYPIX - Russian President Vladimir Putin, left, and China's President Xi Jinping pose for photos during their meeting on the sidelines of the Shanghai Cooperation Organization (SCO), in Bishkek, ...
Wladimir Putin und Xi Jinping in Kirgistan.Bild: keystone

«Wir setzen grosse Projekte im Energiebereich, in der Industrie, im Weltall, in Verkehr und Logistik um», sagte Putin. «Angesichts der derzeitigen komplexen geopolitischen Lage sind die umfassende Partnerschaft und die strategische Zusammenarbeit zwischen Russland und China ein Vorbild für zwischenstaatliche Beziehungen.»

Russlands Krieg gegen die Ukraine spielte nach Kremlangaben kaum eine Rolle bei dem Treffen. Es sei in erster Linie um die bilateralen Beziehungen gegangen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow dem russischen Staatsfernsehen. Dabei seien umfänglich Handels- und Wirtschaftsfragen behandelt worden, «die aus verständlichen Gründen natürlich nicht öffentlich erörtert werden».

Putin: SCO nun vollwertige internationale Organisation

China steht in der EU, in der Ukraine und in den USA in der Kritik, Russland mit wichtigen Wirtschaftsgütern unter Umgehung von Sanktionen zur Seite zu stehen. Russland wiederum füllt seine Kriegskasse auch mit dem Verkauf von Öl und Gas an das energiehungrige Nachbarland. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zum 35. Unabhängigkeitstag seines Landes vor einer Woche Peking aufgefordert, sich für ein Ende des Krieges einzusetzen.

Putin würdigte, dass die von China und Russland initiierte SCO sich inzwischen zu einer vollwertigen internationalen Organisation entwickelt habe. Xi wiederum sagte laut russischer Übersetzung, dass die SCO einen wichtigen Beitrag leiste für die Stabilität und die Entwicklung der Region. Der Gipfel in Bischkek solle zur weiteren Entwicklung der Organisation beitragen, sagte Xi.

An dem SCO-Gipfel in Bischkek nimmt auch Indiens Premier Narendra Modi teil, der immer wieder ein Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine gefordert hatte. Die als Plattform für den Kampf gegen Terrorismus gegründete Organisation wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. Putin trifft am Dienstag auch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, den iranischen Staatschef Massud Peseschkian und den armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan zu Gesprächen. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Nato berät über Drohnen-Angriff – Aber kein Artikel-4-Fall
Deutschland wird den Nato-Rat am Mittwoch mit dem gescheiterten Drohnen-Angriff auf den Leipziger Flughafen befassen. In dem Gremium, dem die Nato-Botschafter der Mitgliedstaaten angehören, werde es eine Aussprache über die wachsende hybride Bedrohung durch Russland geben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Zuvor hatte auch «Bild» darüber berichtet.
Zur Story