International
Deutschland

Nato berät über Drohnen-Angriff – Aber kein Artikel-4-Fall

Nato berät über Drohnen-Angriff – Aber kein Artikel-4-Fall

01.09.2026, 19:2901.09.2026, 19:29

Deutschland wird den Nato-Rat am Mittwoch mit dem gescheiterten Drohnen-Angriff auf den Leipziger Flughafen befassen. In dem Gremium, dem die Nato-Botschafter der Mitgliedstaaten angehören, werde es eine Aussprache über die wachsende hybride Bedrohung durch Russland geben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Zuvor hatte auch «Bild» darüber berichtet.

Die Bundesregierung macht Russland für den versuchten Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne verantwortlich. Artikel 4 des Nato-Vertrags will sie aber nicht ziehen. Er sieht Beratungen der Verbündeten vor, wenn sich ein Nato-Staat für von aussen gefährdet erklärt.

Konkret heisst es in dem Artikel: «Die Parteien werden einander konsultieren, wenn nach Auffassung einer von ihnen die Unversehrtheit des Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist.»

Der Artikel wurde seit Gründung des Bündnisses 1949 nur neun Mal in Anspruch genommen, darunter allein dreimal seit dem von Russland begonnenen Angriffskrieg gegen die Ukraine – aber nie von Deutschland. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Schüsse am Aarauer Rave
1 / 22
Schüsse am Aarauer Rave

Am Aarauer Rave sind in der Nacht auf Sonntag, 30. August 2026, Schüsse gefallen.

quelle: keystone / michael buholzer
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Zu Besuch im zweiten Kinderhospiz der Schweiz
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Die Wahlbeteiligung wärmt mir das Herz»: Eindrücke eines historischen Sonntags in Belgrad
Aussergewöhnlich viele Menschen strömen in Serbien in die Wahllokale. Doch es gibt auch Hinweise auf Unregelmässigkeiten und körperliche Angriffe. Unsere Reporterinnen haben sich umgesehen.
Die Vorhänge mussten weg. Darauf bestand Mina Mičić. Die 22-jährige Studentin ist an diesem Sonntag als unabhängige Wahlkontrolleurin in einem Wahllokal in Neubelgrad im Einsatz. Die neuen Wahlkabinen lassen sich vollständig schliessen. Was dahinter geschieht, können die Wahlbeobachter nicht kontrollieren. Mičić und ihre Kollegen wollten das nicht hinnehmen. «Es gab Spannung, richtig. Am Ende haben sie nachgegeben», erzählt sie. Die Vorhänge haben sie kurzerhand mit Gummibändern festgebunden.
Zur Story