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epa08500386 Police officers stand next to a damaged police car in the downtown shopping area of Stuttgart, southern Germany, 21 June 2020. According to local police, several hundreds of rioting youths vandalized and looted dozens of shops in the center of Stuttgart, the capital of the prosperous federal state of Baden-Wuerttemberg, overnight. The rioters also hurled rocks at police officers until the situation calmed down around 3 am. Authorities have yet to provide an explanation about what exactly sparked the unrest.  EPA/KOHLS

Gemäss Stuttgarts Polizeivizepräsidenten erlitten 19 Polizisten infolge «total enthemmter Gewalt» Verletzungen. Bild: keystone

Die Stuttgarter Krawallnacht: Wie konnte es so weit kommen?

Nach stundenlanger Randale, Verletzten und Verwüstungen ziehen Polizei und Politik am Montag Bilanz über Stuttgart. Wie konnte es so weit kommen und was sind die Konsequenzen? Eine Übersicht in drei Punkten.



Der Stuttgarter Polizeipräsident Frank Lutz sprach von einer «nie da gewesenen Dimension von offener Gewalt gegen Polizeibeamte». Rund 500 Personen haben in der Nacht auf Sonntag in Kleingruppen die Innenstadt von Stuttgart verwüstet und teilweise Polizisten angegriffen. Die Stadt steht auch am Montag noch unter Schock und diskutiert über mögliche Konsequenzen. Und sie fragt sich noch immer: Wie konnte es so weit kommen?

Die Krawalle und ihr Auslöser

In der Nacht zum Sonntag haben bei schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg Hunderte gewalttätige junge, überwiegend männliche Jugendliche die Stuttgarter Innenstadt verwüstet und 19 Beamte verletzt.

«Die Situation ist völlig ausser Kontrolle.»

«Die Situation ist völlig ausser Kontrolle», sagte ein Polizeisprecher am frühen Sonntag. Im Laufe des Morgens beruhigte sich die unübersichtliche Lage zusehends. Die Polizei hat infolge der Krawalle 24 Personen vorläufig festgenommen, darunter zwölf Deutsche und zwölf Nicht-Deutsche.

Auslöser der gewalttätigen Ausschreitung war gemäss Polizei eine Drogenkontrolle im Schlossgarten kurz vor Mitternacht. Während ein 17-Jähriger wegen Verdachts auf Drogendelikte kontrolliert wurde, hätten sich Hunderte Feiernde gegen die anwesenden Polizisten gewandt und mit dem Jugendlichen solidarisiert. Anschliessend zogen die zum grossen Teil vermummten Jugendlichen randalierend in Richtung Schlossplatz. Pflastersteine flogen auf vorbeifahrende Polizeiautos, Schaufenster wurden eingeschlagen und Geschäfte geplündert.

Aufnahme eines Twitter-Users von der Krawallnacht. twitter@marcfriedrich7

Zentrum der Krawalle seien der Schlossplatz und die benachbarte Königstrasse gewesen, die als Stuttgarts Shoppingmeile bekannt ist.

Ein Video zeigt unter anderem, wie ein vermummter Angreifer einem Polizisten von hinten in den Rücken springt. twitter@th1an1

Mehr als 200 Polizisten aus dem Stuttgarter Umland wurden vorübergehend in die Landeshauptstadt beordert, um die Beamten vor Ort zu unterstützen und die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Hubschrauber kreisten stundenlang über der Stadt. Um 04.30 Uhr morgens kehrte dann zusehends Ruhe ein.

Der Grossteil der Einsatzkräfte habe Stuttgart inzwischen wieder verlassen, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag sagte. Zur Sicherheit bleibe die Polizei mit einem Grossaufgebot in der Innenstadt präsent.

Das sagt die Polizei

Der Polizeipräsident Stuttgarts, Franz Lutz, und sein Stellvertreter Thomas Berger haben jahrelange Erfahrung: Lutz sei seit 46 Jahren Polizist, Berger seit 30, schreibt die Zeitung Stuttgarter Nachrichten. Aber Ausschreitungen und Angriffe auf die Polizei wie in der besagten Nacht, das hätten beide noch nicht erlebt.

Pressekonferenz vom Sonntag, dem 21. Juni, zur Stuttgarter Krawallnacht. twitter@tagesschau

Nach Angaben des Polizeivizepräsidenten Thomas Berger haben die Krawalle einen Schaden in Millionenhöhe verursacht. Berger sprach in einem Interview am Montag von einem sechs- bis siebenstelligen Betrag. Die Bilanz: 40 Läden wurden beschädigt und zum Teil geplündert, zwölf Streifenwagen demoliert. 19 Polizisten hatten infolge «total enthemmter Gewalt» Verletzungen erlitten, einer davon hatte sich das Handgelenk gebrochen, wie Berger erläuterte.

epa08500385 Police officers patrol in the downtown shopping area of Stuttgart, southern Germany, 21 June 2020. According to local police, several hundreds of rioting youths vandalized and looted dozens of shops in the center of Stuttgart, the capital of the prosperous federal state of Baden-Wuerttemberg, overnight. The rioters also hurled rocks at police officers until the situation calmed down around 3 am. Authorities have yet to provide an explanation about what exactly sparked the unrest.  EPA/KOHLS

Ein Polizeitrupp patrouilliert am Sonntag in der Stuttgarter Innenstadt. Bild: keystone

Die Rolle von Corona und den USA

Zu den möglichen Hintergründen hat der Polizeivizepräsident am Montag mehrere Hinweise gegeben. Die Täter – aus der Partyszene kommend – hätten sich in sozialen Medien in Pose setzen wollen. Getreu dem Motto: «Endlich ist in Stuttgart was los».

Zudem hätten die Corona-Einschränkungen dazu geführt, dass junge Menschen sich bereits in den letzten Wochen zuhauf in der Innenstadt getroffen und sehr aggressiv auf polizeiliche Ansprachen reagiert hätten.

Auch die Rassismusvorwürfe gegenüber der US-Polizei habe zu Unmut hierzulande geführt, sagt Berger. «Es gibt grosses Unverständnis in der Belegschaft, warum es Teile der Gesellschaft gibt, die uns das antun», sagt Berger über die Stimmung bei der Polizei.

Die Stadtverwaltung von Stuttgart solle ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen einführen, fordert der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ralf Kusterer. Er zieht auch eine Sperrstunde zum Beispiel zwischen drei und sieben Uhr morgens in Betracht.

Das fordert die Politik

Auch bei den deutschen Politikerinnen und Politikern schlagen die Wogen hoch: Bundesminister Horst Seehofer (CSU) ist am Montag persönlich nach Stuttgart gereist, um sich vor Ort ein Bild zu machen. «Ich erwarte, dass die Justiz den Tätern [...] eine harte Strafe ausspricht», sagt der CSU-Politiker am Montag in Stuttgart. Es gehe um die Glaubwürdigkeit des Rechtsstaates.

epa08501808 German Interior Minister Horst Seehofer looks at a damaged police car during a visit to the downtown shopping area in Stuttgart, 22 June 2020. Several hundreds of rioting youths vandalized and looted dozens of shops in the center of Stuttgart, the capital of the federal state of Baden-Wuerttemberg, in the early morning of 21 June 2020, reports state. The rioters also hurled rocks at police officers until the situation calmed down around 3 am. Authorities have yet to provide an explanation about what exactly sparked the unrest.  EPA/RONALD WITTEK

Bundesminister Seehofer besichtigt ein demoliertes Polizeiauto in Stuttgart am Montagnachmittag. Bild: keystone

Währenddessen hat die deutsche Kanzlerin Angela Merkel die Krawalle scharf verurteilt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin, die Szenen seien «abscheulich» gewesen und mit nichts zu rechtfertigen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident, Winfried Kretschmann (Grüne), verurteilt die Ausschreitungen ebenfalls scharf. Er sprach am Sonntag von einem «brutalen Ausbruch von Gewalt». Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) sagte, in der Nacht seien die Grenzen deutlich überschritten worden. Dies dürfe sich nicht wiederholen.

Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) sagt gegenüber SWR, dass es bei den Randalen nur «wenig politische Motivation» gegeben habe. Es handle sich um eine Partyszene, «die auch Drogen nimmt, wo viel Alkohol im Spiel ist». Es könne auch sein, dass die Bilder, die uns aus Amerika erreicht haben, zu einer gewissen Aggression geführt hätten.

Politiker Özdemir: «Halt bitte die Fresse»

Der Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir – aus Baden-Württemberg stammend – fällt indes wegen einer anderen Form der Aussage auf: Während eines Interviews mit der «Welt» wird er von einem Mann unterbrochen, der ruft: «Die Polizeidiktatur ist schuld!» Özdemir wendet sich daraufhin um und sagt: «Halte bitte die Fresse, danke, ich red' gerade».

abspielen

Reaktion von Politiker Cem Özdemir (Grüne). Video: YouTube/WELT Nachrichtensender

Der sprachliche Ausbruch geht viral. Özdemir entschuldigte sich später für seine Wortwahl auf Twitter:

Ehemaliger Grünen-Parteivorsitzender Özdemir entschuldigt sich für seine Wortwahl. twitter@cem_oezdemir

Die Clubszene wehrt sich

Polizei und Politiker rechnen die Kriminellen der Club-, Party- und Eventszene zu, die am Wochenende zum Feiern in die Innenstadt komme. Während einige deutsche Volksvertreterinnen und -vertreter auf Twitter ausländische Personen und die deutsche Migrationspolitik anklagen, sagt Oberbürgermeister Kuhn, die Täter entstammen einer ethnisch bunten Mischung: Deutsche, Deutsche mit Migrationshintergrund, Ausländer und Geflüchtete seien dabei.

Kuhn warnt davor, die Beteiligung von Migranten nun ausländerfeindlich auszulegen. Das Verhalten sei inakzeptabel, egal, wer dahinter stecke.

Colyn Heinze vom Clubkollektiv Stuttgart, einem Zusammenschluss mehrerer Veranstalter der Club- und Partyszene, weist das als «Pauschalverurteilung» zurück. Es seien auch viele Clubs und Bars in der «Krawallnacht» angegriffen worden und hätten unter den Ausschreitungen gelitten. In der Fernsehsendung «SWR Extra» sagte Heinze, man sehe sich eher als Leidtragende, als dass man etwas aufgewiegelt habe.

Polizei und Stadt wollen nun ein gemeinsames Sicherheitskonzept für Stuttgart erarbeiten.

(adi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Amarillo 23.06.2020 11:18
    Highlight Highlight Es gehört mittlerweile zum Alltag, dass nicht nur die Polizei, aber auch Sanitäter oder die Feuerwehr bei ihren Einsätzen mindestens behindert, wenn nicht gar tätlich angegriffen werden. Bei jeder Demo mit Ausschreitungen wird die Verantwortung dafür reflexartig der Polizei zugeschoben, und dies primär von "linker" Seite. Man benutzt die Polizei seit Jahrzehnten als Fussabtreter und wundert sich dann, dass dies Konsequenzen hat? Eilfertig war man ja auch mit dem Versuch, das Thema der Polizeigewalt in den USA nach Europa zu "importieren" und so zu tun, als herrschten hier gleiche Verhältnisse.
    • Shabbazz 23.06.2020 13:14
      Highlight Highlight Was? Bei Demos in Europa lesen ich nur von Krawallmachern, aber NIE davon das man medial der Polizei die Schuld gibt! Haben sie ein Beispiel aus Europa? Klar einzelne Spinner gibts immer, aber das man in Europa immer der Polizei die Schuld gibt bei Ausschreitungen ist komplett falsch!
      Bei der 1.Mai Demos ist zB auch immer klar wer "Schuld" ist wenn es ausartet, die Chaoten...
  • SpitaloFatalo 22.06.2020 22:00
    Highlight Highlight "Das Verhalten sei inakzeptabel, egal wer dahinter stecke..." NEIN! Eben NICHT egal, wer dahintersteckt.
  • CalibriLight 22.06.2020 21:58
    Highlight Highlight Das ist langsam ein bisschen gruselig, was hier an rechtem Gedankengut so aufkommt.
    Partyvolk sind keine Linken. Tut mir ja schampar leid, aber gerade das sind die Stützen der Konsumgesellschaft, die unter der Woche brav sind und am Wochenende die Sau rauslassen.
    Ja, es waren vermutlich viele Männer mit Migrationshintergrund dabei. Ja, das ist ein Problem. Aber das Problem hat auch stark mit der vorherrschenden Gesinnung zu tun: "Ich will alles, ich will es sofort, ich will es billig und ich lasse mir nichts vorschreiben". Und das wird dann Freiheit genannt.
    • Quacksalber 23.06.2020 12:20
      Highlight Highlight Bester Kommentar hier.
  • lilie 22.06.2020 21:11
    Highlight Highlight Der Artikel erwähnt leider einen wichtigen Faktor nicht, der aber zu den bereits bekannten Langzeitproblemen sowie den durch die Coronakrise bedingten Schwierigkeiten zu noch mehr Zündstoff führt: In Stuttgart sind sämtliche Clubs und Nachtlokale immer noch gesperrt.

    Dadurch treffen sich die Jugendlichen stattdessen auf der Strasse, trinken Alkohol, konsumieren Drogen und kommen auf dumme Ideen.

    Von den Verhafteten sind 14 unter 21 Jahre alt, 7 unter 18.
    • Super_Franky 22.06.2020 23:27
      Highlight Highlight Danke für Deine Zusatz-Info, die Krawalle sind nun nachvollziehbar.
    • Knäckebrot 23.06.2020 07:40
      Highlight Highlight d.h. Jugendliche brauchen Clubs und Nachtlokale um nicht dumm zu tun. Schöne neue Welt...
    • lilie 23.06.2020 08:41
      Highlight Highlight Gern geschehen, @Super_Franky. Verstehe wieder einmal nicht, warum ich für eine reine Sachinfo zusammengeblitzt werde, die relevante Hintergrundinfo zum Geschehen liefert. 🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Froggr 22.06.2020 20:51
    Highlight Highlight Es sollte langsam klar werden, dass man den Multikulti nicht umsetzen kann. Schlussendlich sind wir eben NICHT alle gleich. Wir vertreten nicht die selben Werte. Das ist voll okey. Aber irgendwann müssen wir sagen: Es reicht, ihr könne nach Hause gehen. Und das sollten wir tun, solange wir noch können.
    • Shabbazz 23.06.2020 13:16
      Highlight Highlight Was hat dieser Vorfall genau mit Migration zu tun??? Auch Deutsche und Schweizer saufen und nehmen Drogen und können dann aggressiv werden...
  • In vino veritas 22.06.2020 20:17
    Highlight Highlight Man bekommt das, was man bestellt. Oder durchgehen lässt. Aus falscher Nächstenliebe oder übertriebener politischer Korrektheit. Da brodelt es im Untergrund schon lange, nicht erst seit 2015! Jetzt erreicht es einfach eine neue Dimension. Wie in Frankreich... Die AfD freut es, schliesslich hätte man ja früher mit restriktiver Migrationspolitik, Integration, Abschiebungen, usw. handeln können. Jetzt hat die AfD ei und Thema auf dem Silbertablet, trotz (noch) relativ wenigen Flüchtlingen. Aber wer weiss schon, was Erdogan machen wird...
  • Do not lie to mE 22.06.2020 19:36
    Highlight Highlight 2) 3. Die Diffamierung der Polizei als systemisch rassistisch, die Gleichsetzung von Polizeibeamten mit Abfall. 4. Die Aushöhlung des Rechtstaates als solchen, weil ein Rechtsbruch seit neuestem danach beurteilt wird, ob er aus billigenswerten Motiven zustande kommt (Schulschwänzen wegen Klima) oder etwa der Kritik am Parlaments- und Regierungshandeln dient. Hierdurch wurde der Deckel von der Büchse der Pandora gezogen, die man selbst vorher auch noch gefüllt hat. Jeder Steinwurf ist das Produkt linker und grüner Appeasementpolitik. Jede Plünderung geht auf die Kappe der Beschwichtiger.
  • Do not lie to mE 22.06.2020 19:35
    Highlight Highlight 1) Für jeden klardenkenden Menschen sind die Randalierer, die allesamt eine Latte von Straftaten begangen haben die logische Konsequenz von mehreren fatalen Fehlern insbesondere (aber nicht nur) grüner und linker Politiker: 1. Eine verfehlte, von falschen “moralischen” Massstäben geleitete Migrationspolitik. 2. Eine vornehme Zurückhaltung bis zum geäusserten Verständnis bei Rechtsverstössen von Personen, die entweder diesen Migrantengruppen angehören oder zu linken “Systemveränderern” gerechnet werden, wozu auch das Geschehen am Hambacher Forst gehört.
  • Vollkornzwieback 22.06.2020 19:29
    Highlight Highlight Wir dürfen aber nie vergessen, dass Vielfalt auch unsere Stärke ist!
  • stevemosi 22.06.2020 19:19
    Highlight Highlight Also die Frage im Titel wird ja mal gar nicht beantwortet😂
    Und dass die Krawallbrüder einfach Pauschal dem Partyvolk zugeordnet werden finde ich ein wenig flapsig von den offiziellen deutschen Stellen.
    Die meisten, oder zumindest viele waren ja vermummt, und damit ist nicht ein corona mundschutz gemeint.
    Und da in Deutschland die Fussballstadien fürs Volk noch Tabu sind wüsste ich gerne warum eine solch schiere anzahl personen "spontan" eine Vermummung mit in den Ausgang nehmen. Da war ja sicher vorher schon was im Busch von wem und für was auch immer
  • Stambuoch 22.06.2020 19:12
    Highlight Highlight Wundert das jemand in einem Land, wo man als Journalist die Entsorgung der Polizei in den Müll verlangen kann, ohne dass gross widersprochen wird?
    Das kommt raus, wenn man die sprachliche Entmenschlichung gewisser Personen- und Berufsgruppen ("Bullenschweine") konsequent vorantreibt.

    Kennt man von anderen Parteien, welche ethische und religiösen Gruppen gerne mit Ungeziefern verglichen. Die Methodik und das Ziel sind dabei das Selbe.
    • Ueli der Knecht 22.06.2020 20:13
      Highlight Highlight "Wundert das jemand in einem Land, wo man als Journalist die Entsorgung der Polizei in den Müll verlangen kann, ohne dass gross widersprochen wird?"

      Erstens hat das niemand verlangt, wie du es behauptest, und zweitens blieb die Satire dieser Journalistin nicht unwidersprochen.

      In diesem Sinne solltest du deine Fakten checken, bzw. aufhören, deine Argumentationen und dein Weltbild auf Fakenews aufzubauen.
  • Sörbeee 22.06.2020 18:41
    Highlight Highlight Absolut nicht zu rechtfertigen.. Aber, dass so ein Ausbruch zustande kommt, muss doch schon eine gewisse Unzufriedenheit vorhanden sein, nicht? Gewalt ist meist der letzte Lichtblick...
    • Notabik 22.06.2020 19:42
      Highlight Highlight @Sörbeee
      Soziale Verwahrlosung wegen Identitätslosigkeit? Viele Probleme Europas sind importierte Probleme.
    • Bivio 22.06.2020 19:43
      Highlight Highlight @Sörbeee
      Ich finde es gut, dass Du es nicht rechtfertigst. Aber was könnte denn Deiner Meinung nach ein Grund sein, warum man verschiedene Geschäfte plündert?
      z.B. ein Juwelierladen - wegen den Blutdiamanten?
      z.B. ein Handyladen - wegen der Gesundheit (5G)?
      z.B. ein Wollladen - wegen den Alpakas?

      Ich bin wirklich gespannt, was Deine Thesen sind.
    • Froggr 22.06.2020 20:52
      Highlight Highlight Natürlich. Und zwar sind die (richtigen) Deutschen Bürger langsam verdammt untufrieden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Henry Eden 22.06.2020 18:40
    Highlight Highlight Multikulti ist ein Synonym für Sprengstoff. Ein Funke genügt, damit uns alles um die Ohren fliegt.

    Äusserlichkeiten, Herkunft usw. sind theoretisch irrelevant. Entscheidend sind gemeinsame Werte und Ideale. Doch genau da hapert es. Aus falscher Toleranz werden bei uns Dinge akzeptiert und sogar gefördert, die nur Ärger bringen.

    Dieser Mischmasch wird täglich explosiver. Und jede Explosion wird stärker sein als die letzte.
    • reactor 22.06.2020 19:43
      Highlight Highlight Nur wenn wirkliche Integrationsbemühungen nicht gefördert werden. Die ganz grosse 'Multikulti-' Mehrheit verhält sich konform und trägt einen grossen Anteil am Bruttosozialprodukt. Es ist einfach auf die Rassismusschiene, kaschiert von nem Kulturbegriff anzufahren, ohne die sozialen Hintergründe einzubeziehen.
    • P.Rediger 22.06.2020 21:55
      Highlight Highlight Haben Sie den Artikel gelesen? Es war eine Mischung von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft, Deutsche, Deutsche mit Migrationshintergrund usw. vorwiegend männlich. Die sind alle ZUSAMMEN auf die Polizei los. Weshalb jetzt wieder "die Ausländer" schuld sein sollen, ist mir Rätsel.
  • Dr no 22.06.2020 18:30
    Highlight Highlight Tja auch das gehört zu „wir schaffen das“ und die die jetzt gegen die polizei wettern sind diejenigen die dann angerannt kommen und hilfe wollen wenn sieselber von den chaoten auf die fressebekommen
    • Shabaqa 22.06.2020 20:37
      Highlight Highlight Weil von 24 Verhafteten 12 Deutsche waren, davon 9 ohne Migrationshintergrund?

      Wer immer alle Probleme reflexartig der Einwanderung anlastet, wird nie ein Problem lösen.
    • Dr no 22.06.2020 21:33
      Highlight Highlight Uuii „immer alle und nie“ in einem Satz. Das ist schon fast ein rhetorisches Kunststück. Zur sache; wer den tatsachen nicht ins auge blicken will und immer alle Probleme schönredet wird auch nie ernstgemommen werden.
    • toobitz 22.06.2020 22:12
      Highlight Highlight @Shabaqa: Ausländer haben einen Anteil von 50% an den Verhafteten und von 13% an der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Ich gehöre nicht zu denen, die „immer alle Probleme der Einwanderung“ anlasten. Aber solche Zahlen reflexartig zu ignorieren oder zu verschweigen löst ebenfalls keine Probleme.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Unicron 22.06.2020 18:14
    Highlight Highlight Erinnert mich grad an die Phase die es mal in Zürich mit unbewilligten Partys gab.
    "Tanz dich frei" hiessen die glaub.

    Die sind auch total durchgedreht und haben die Stadt verwüstet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walser 22.06.2020 18:01
    Highlight Highlight «nie da gewesenen Dimension von offener Gewalt gegen Polizeibeamte». Die Medien (inkl. Watson) und die linke Politik haben nach den Vorkommnissen in den USA die Situation schamlos genutzt und den Hass und die Hetze gegen die Polizei nach Europa getragen. Die getöteten Polizisten, geplünderten Läden und riesigen Schäden in den USA waren und sind nie ein Thema.
    • CalibriLight 22.06.2020 20:08
      Highlight Highlight @Walser - Quatsch mit Sosse. Das Problem haben wir schon einiges länger (Was es allerdings nicht besser macht).
    • Sälüzäme 22.06.2020 20:13
      Highlight Highlight Welche linke Politik hat Gewalt gegen die Polizei propagiert und welche Situation wurde von ihnen schamlos ausgenutzt?
      Wenn schon Anschuldigungen gemacht werden bitte etwas genauer und differenzierter und nicht nur etwas von die Linken odr Rechten schwaffeln.

      Chaoten, ob links oder rechts, machen keine Politik, sie sind nur an Krawallen, Zerstörung, Randale und teilweise an Plünderung interessiert. Wenn dabei noch Unbeteiligte verprügelt werden fühlen sie sich besonders stark.

      Ich verstehe einfach nicht, wieso viele immer denken, Gewalt gehe von sog. links aus. Bedenkliche Ansichten..
    • Hugo Hugentobler 22.06.2020 20:58
      Highlight Highlight Genau so ist es. Jedes Video einer Polizeikontrolle wird kontextlos geteilt und zu einer Story gemacht.

      Kein Wunder haben gewisse Gruppen nun das Gefühl, die Polizei sei Freiwild. Und wenn sich die Polizei dann mal wehrt, nennt man es Polizeigewalt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bivio 22.06.2020 17:52
    Highlight Highlight Es ist eine Kombination aus vielen verschiedenen Faktoren:

    1) Enthemmung durch Alkohol- und Drogenkonsum.
    2) Starker Nachholbedarf nach Corona.
    3) Das Feindbild der Poizei, welches für viele bereits exisiterte, hat sich durch die Berichterstattung und die Proteste der letzten Woche verschärft.
    4) Als es "richtig losging" gab es viele Trittbrettfahrer, welche plötzlich ihre Chance sahen. z.B. durch Plünderungen.
    5) Gewisse Kulturen (gerade aus dem arabischen Raum) reagieren stärker mit Gewalt.
    6) Gruppendynamik

    m.M.n. gibt es hier starke Parallelen zur Silversternacht in Köln 2015/16.
    • Smolik 22.06.2020 23:24
      Highlight Highlight Wenn du über den Umweg Stuttgart die BLM Demos verurteilen möchtest, verwedest du das Schema der politischen Korrektheit. Du konstruirst eine Message, die so nicht im Sinne des Verfassers war. Möglicherweise verstehst du einfach den Verfasser nicht.
  • murrayB 22.06.2020 17:18
    Highlight Highlight Vor 50 Jahren ist so etwas oder die Schande von Köln nicht vorstellbar gewesen...

    Jetzt überlegt mal was sich geändert hat!

    Ich sehne mich nach diesen Zeiten...

    Und das Beste: Aktuell sieht es nicht nach Besserung aus!
    • ThePower 22.06.2020 20:06
      Highlight Highlight Genau, bis vor 50 Jahren war in Deutschland alles friedlich, es gab keine Gewalt..Oh wait..
    • TJ Müller 22.06.2020 20:12
      Highlight Highlight Ich sehne mich auch nach diesen Zeiten, die Frauen in der Schweiz konnten nicht abstimmen und nur Arbeiten wenn ihr Gebieter es zulässt, Abfälle konnten noch in offenen Deponien gelagert werden, man konnte noch mit dem Apartheidregime in Südafrika gut Handel treiben und Pro Juventute hat sich mit dem "Hilfswerk" Kinder der Landstrasse noch aktiv bemüht jenische Kinder zu internieren. Das waren noch Zeiten, gell????
    • Ueli der Knecht 22.06.2020 20:17
      Highlight Highlight "Vor 50 Jahren ist so etwas oder die Schande von Köln nicht vorstellbar gewesen..."

      Im letzten Jahrhundert waren noch ganz andere Schand- und Greueltaten möglich.

      Und in diesem Jahrhundert ist es immer noch möglich, dass wir hunderte Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen, und Tausende in KZ-ähnlichen Verhältnissen in Flüchtlingcamps einsperren. Dagegen sind die Geschehnisse in Stuttard oder in Köln doch wirklich nur Pipifax. Mach mal deine Augen auf!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phteven Phtiz 22.06.2020 17:07
    Highlight Highlight Ich würde echt gerne wissen, was in den Köpfen los sein muss, um auf solch stupide Ideen zu kommen, ungehemmte Gewalt unter des Vorwands der Solidarisierung auszuüben. Machts da einfach „klick“? Irgendwie erschliesst sich mir die Anziehungskraft einfach nicht.
    • Rabbi Jussuf 23.06.2020 00:07
      Highlight Highlight das nennt sich Gruppendynamik. Hat mit "Solidarisieren" nicht das geringste zu tun.
      Zusammenrottung wäre das passendere Wort.
    • Saraina 23.06.2020 07:33
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Flyeagle144 22.06.2020 17:05
    Highlight Highlight Wie heisst es so schön: die geister die ich rief... die politik hat hier total versagt und wenn man was dagegen sagt wird man von den linken faschos als nazi betitelt :( ich hoffe hier in der schweiz kommts nie soweit
  • josh89 22.06.2020 17:00
    Highlight Highlight Da haben sich die "Brudis" keinen Gefallen getan. Sowas treibt vermutlich nicht wenige Wähler in die Arme der AfD.
    • Ueli der Knecht 22.06.2020 20:20
      Highlight Highlight Das rechts-bürgerliche Zürich wurde nach den Jugendkrawallen in den 1980er-Jahren Rot-Grün.
    • Hillary Clinton 22.06.2020 21:10
      Highlight Highlight Du vergleichst ernsthaft die Jugendkrawalle in Zürich mit der sinnlosen Zerstörung und Plünderung von der Stuttgarter Innenstadt?
    • josh89 22.06.2020 21:17
      Highlight Highlight Dan bin ich mal gespannt, was mit dem grün-konservativen (?!) Stuttgart passiert...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hillary Clinton 22.06.2020 16:53
    Highlight Highlight Zustände wie in Dijon, Paris und Marseille werden uns die nächsten Jahrzehnte erwarten.

    Gewisse Gruppen können und wollen sich gar nicht in unsere Gesellschaft integrieren. Deren Glaube steht im Wiederspruch zu vielen Grundwerten einer freien, westlichen Gesellschaft.

    Wir können weiter nicht darüber sprechen und sagen es seien Einzelfälle oder man schikt diese Leute zurück - sie sind ja selber nicht glücklich hier...
    • Scott 23.06.2020 00:01
      Highlight Highlight Ein Wunder, dass diese Gruppen überhaupt nach Europa kommen. Hierher, wo es doch angeblich nur so wimmelt vor Rassisten.
    • Bene86 23.06.2020 16:09
      Highlight Highlight Das wundert mich überhaupt nicht, skandieren viele doch völlig ehrlich und offen, dass Europa eines Tages islamisch regiert bzw. übernommen wird. In den öffentl. Medien wird schamlos geschrieben, dass die Deutschen und Europäer sowieso aussterben werden. Aber ich weiss, selbst wenn die Betroffenen das ganz direkt sagen, wird es jetzt Blitzen. Selbst der türk. Staatspräsident erzählt seinem Volk, sie sollen sich vermehren.

      Und warum wird geblitzt und wiedersprochen? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

      Natürlich gilt das wie immer nicht für alle aber doch für sehr viele.
  • sikki_nix 22.06.2020 16:53
    Highlight Highlight Es tut mir leid für die vielen kleinen Laden, Restaurant- und Barbesitzern die nun da sich die Corona Restriktionen am entspannen sind, Ihre Lokalitäten zerstört vorfinden mussten. Das muss Folgen haben und zwar für jeden dieser pubertären Teilnehmer der Gewaltorgie. Wer dies noch mit Misständen bei der Stuttgarter Polizei zu rechtfertigen versucht sollte mal daran denken seinen Aluhut neu zu kalibrieren!
  • Schnapphahn 22.06.2020 16:50
    Highlight Highlight Alles nur halb so schlimm.
    Es handelt sich hierbei um Einzelfälle aus der "Partyszene".
    • freeLCT 22.06.2020 22:20
      Highlight Highlight @Schnapphahn:

      à propos "Partyszene"
      Benutzer Bild
  • What’s Up, Doc? 22.06.2020 16:49
    Highlight Highlight Manche verstehen es halt nur mit deutlichen Worten, soviel zum Fresse halten. Ich verstehe Özdemir. Was der Schlossgarten und die Jugendlichen die sich dort günstig besaufen jetzt mit der Clubszene zu tun sei jetzt mal dahingestellt.
  • Joe Gage 22.06.2020 16:45
    Highlight Highlight 19 verletzte Polizisten und die schlimmste Verletzung ist ein gebrochenes Handgelenk?
    Dass ich nicht lache! Die alte Polizeipropagandanummer, vermutlich 15 davon vom eigenen Reizstoffeinsatz verletzt. Aber "19 VERLETZTE POLIZISTEN!!!1!" verkauft sich halt gut und verteufelt schön die Gegenseite.
    • Streuner 22.06.2020 19:49
      Highlight Highlight Was genau gibts denn an der "Gegenseite" wenn wir sie mal so nennen, schönreden zu wollen? Die Gegenseite von Polizei sind in meinem Verständnis allgemein Kriminelle. Und nichts anderes war dieser Mob. Es gibt absolut keine Legitimation für diese Vorfälle
  • easy skanking 22.06.2020 16:42
    Highlight Highlight tja.. alkohol und drogen..
    ich behaupte mal die lediglich bekifften, blieben zurück und hatten n'en chilligen abend..
    • Smolik 22.06.2020 21:03
      Highlight Highlight Naja, Alkohol funktionierte in unserer Gesellschaft bisher einigermassen. Aber in Zukunft werden wir immer mehr Verbote von Alkohol in Europa sehen, die Diskussion geht in Stuttgart auch bereits in diese Richtung.
  • taxandi 22.06.2020 16:30
    Highlight Highlight es ging und geht darum geld zu verdienen. das ist schlussendlich das credo der achziger, derenj früchte wir hier ernetenj.
  • Eskimo 22.06.2020 16:23
    Highlight Highlight Wie konnte das passieren? Wieso stellt man eine solche Frage, wenn man die Antwort nicht hören will?
    • Scott 23.06.2020 00:04
      Highlight Highlight Wir sind doch nicht Kalkutta!?
  • Atavar 22.06.2020 16:18
    Highlight Highlight Keiner trägt Schuld - gehen wir zum Tagesgeschäft über.
  • Fakten 22.06.2020 16:17
    Highlight Highlight Geliefert wie bestellt 👌
  • freeLCT 22.06.2020 16:17
    Highlight Highlight Cem Özdemir ... wird er von einem Mann unterbrochen, der ruft: «Die Polizeidiktatur ist schuld!».

    Özdemir wendet sich daraufhin um und sagt: «Halte bitte die Fresse, danke, ich red gerade».

    Dem muss man nichts mehr hinzufügen Herr Özdemir.
    Die Antwort hätte passender nicht ausfallen können.
    • Kreasty 23.06.2020 10:20
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht wieso sich immer Öffentlich Entschuldigt werden muss, danach ist es meist dann aber gut damit.
      Für mich völlig legitim hier jemand das Wort zu verbieten. Die Vorbild Funktion und Leader der Nation haben Politiker sowieso schon verspielt, gel Herr Amthor?

      Deutschland verkommt immer mehr wegen der ganzen PCness und keiner Traut sich mehr was zu sagen oder eben nur reden ohne Taten.

Interview

«96 Prozent der Frauen in unseren Zentren auf Lesbos sind Opfer sexueller Gewalt»

Raquel Herzog ist Gründerin einer NGO, die auf Lesbos und in Athen ein Tageszentrum für Frauen auf der Flucht betreibt. Im Interview erklärt sie, wieso Frauen, die im Lager Moria lebten, besonders auf Unterstützung angewiesen sind und wie es um die aktuelle Lage auf Lesbos steht.

Frau Herzog, vor ein paar Wochen erreichten uns Bilder vom brennenden Camp Moria. Wie ist die Situation auf Lesbos jetzt? Raquel Herzog: Im neu aufgebauten Lager sind bereits 9000 Menschen untergebracht. Währenddessen ist die schweizerische humanitäre Hilfe vor Ort. Sie sorgt sich um die Trinkwasserversorgung.

Wie sind die Bedingungen in den neuen Lagern? Es gibt 37 Toiletten. Ich bezweifle, dass es im neuen Lager ein Abfallkonzept gibt. Zudem …

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