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Geschlechtseintrag in Deutschland bald leichter zu ändern

Geschlechtseintrag in Deutschland bald leichter zu ändern

09.05.2023, 15:3109.05.2023, 15:31
FILE - A gay Ugandan couple cover themselves with a pride flag as they pose for a photograph in Uganda on March 25, 2023. Ugandan lawmakers on Tuesday, May 2, 2023 passed a new version of an anti-gay  ...
Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) begrüsste die Veröffentlichung des Entwurfs.Bild: keystone

Die Pläne um ein in Deutschland geplantes «Selbstbestimmungsgesetz» zur leichteren Änderung des Geschlechtseintrags und Vornamens werden mit einem Entwurf konkreter.

«Mit dem Selbstbestimmungsgesetz führen wir eine einfache und einheitliche Regelung für die Änderung des Geschlechtseintrages ein», sagte die deutsche Familienministerin Lisa Paus (Grüne) in einer Mitteilung. Sie veröffentlichte das Papier am Dienstag gemeinsam mit Justizminister Marco Buschmann (FDP). Nun können die Verbände bis Ende Mai eine Stellungnahme dazu bei den Ministerien einreichen.

Die Parteien der «Ampel»-Koalition (SPD/FDP/Grüne) hatten das Vorhaben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Jeder Mensch in Deutschland soll den Plänen zufolge künftig sein Geschlecht und seinen Vornamen selbst festlegen und in einem einfachen Verfahren beim Standesamt ändern können. Das Gesetz richtet sich laut Familien- und Justizministerium an transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen.

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) begrüsste die Veröffentlichung des Entwurfs. «Betroffene und ihre Interessensvertretungen haben seit der Vorstellung des Eckpunktepapiers im Juni 2022 lange auf diesen nächsten Schritt gewartet, der sich mehrfach verschoben hat», sagte Mara Geri aus dem Bundesvorstand. Der Verband wolle die Regelungen nun genau analysieren.

«Trans» umfasst den Ministerien zufolge Personen, die sich nicht oder nicht nur mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. «Inter» bedeutet angeborene körperliche Merkmale zu haben, «die sich nach medizinischen Normen nicht eindeutig als (nur) männlich oder (nur) weiblich einordnen lassen». «Nicht-Binär» wird als Selbstbezeichnung für Menschen, die sich weder als Mann noch als Frau identifizieren, definiert. (oee/sda/dpa)

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