International
Deutschland

Zahl der Firmenpleiten in Deutschland gestiegen

Ein Aktienhaendler streckt sich am Freitag, 19. September 2008, hinter seinen Computer-Bildschirmen an der Boerse in Frankfurt am Main. (AP Photo/Michael Probst) ---A broker stretches himself at the s ...
Ein Aktienhändler in Deutschland streckt sich. Firmenpleiten nehmen zu.Bild: AP

Zahl der Firmenpleiten in Deutschland gestiegen

12.05.2023, 09:3012.05.2023, 09:30

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist auch im Februar gestiegen. Die deutschen Amtsgerichte meldeten 1362 beantragte Unternehmensinsolvenzen – das sind 20.3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Zahl der Firmenpleiten legt nach Angaben der Wiesbadener Behörde bereits seit August 2022 kontinuierlich zu.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Amtsgerichte auf knapp 3.2 Milliarden Euro. Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Februar im Baugewerbe mit 237 Fällen und im Handel einschliesslich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 234 Verfahren.

Im April zeichnete sich eine Entspannung ab. Nach vorläufigen Angaben der Statistiker wurden 14.1 Prozent weniger Regelinsolvenzen beantragt als im Vormonat März. Im Februar (plus 10.8 Prozent) und im März (plus 13.2 Prozent) hatten sie gegenüber dem jeweiligen Vormonat noch zugelegt. Die Behörde betonte, dass die Insolvenzanträge erst mit mehrmonatigem Zeitverzug in die Statistik einfliessen.

In den vergangenen Jahren hatten staatliche Hilfen sowie die teilweise ausgesetzten Insolvenzantragspflichten trotz Corona- und Energiekrise für Firmenpleiten auf niedrigem Niveau gesorgt. Der Berufsverband der Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands ging zuletzt davon aus, dass der Anstieg der Firmenpleiten im langjährigen Vergleich nur auf eine Normalisierung des Insolvenzgeschehens hindeute.

(yam/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Wollen keine Gewalt anwenden»: Das sagte Trump am WEF über Grönland
Während seiner Rede am WEF in Davos hat US-Präsident Trump nochmals betont, dass die USA noch immer an Grönland interessiert seien – für die «strategische nationale Sicherheit und die internationale Sicherheit».
Trump lässt nicht locker. Eigentlich habe er am WEF nicht über Grönland reden wollen, sagte er in Davos. Und er tat es dann doch. Die USA wollten unverzügliche Verhandlungen aufnehmen, sagte Trump. Gewalt anwenden wolle man aber nicht.
Zur Story