Das BSW streicht Sahra Wagenknecht aus seinem Namen
Das Bündnis Sahra Wagenknecht ist Geschichte. Die Partei hat nun einen neuen Namen, wie Co-Chefin Amira Mohamed Ali am Donnerstag mitteilte. Neu trägt die Partei den – um einiges längeren – Namen «Bündnis für Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft». Das Kürzel BSW bleibt dabei bestehen.
Mohamed Ali sagte, der Wechsel erfolge, «weil mit ihrem Namen natürlich eine politische Richtung verbunden wird, sodass wir es einfacher haben, in die Öffentlichkeit zu kommen». Man habe deshalb von Anfang an gewusst, dass man die Partei umbenennen werde, sollte sie sich etablieren – «und das geschieht jetzt».
Weiter meldete die Co-Chefin, dass dieser Schritt bereits im Dezember beschlossen worden sei. Man habe mit der Umsetzung aber abgewartet, bis die Landtagswahlen im Osten durch waren. Inhaltlich solle sich derweil nichts ändern. «BSW bleibt BSW und ich glaube, das passiert einfach unauffällig, dass wir uns umbenennen.»
Das BSW wurde im Januar 2024 von der vormaligen Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht gegründet. Bei der Bundestagswahl 2025 verfehlte es die Fünf-Prozent-Marke mit 4,98 Prozent der Stimmen um ein Haar. Bei jüngsten Umfragen schnitt das BSW zuletzt schlechter ab und kam noch auf 3,5 Prozent.
Bei den Landtagswahlen im September gab es für das BSW eine durchzogene Bilanz: In Sachsen-Anhalt holte es 5,4 Prozent der Stimmen, in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin verpasste es die Fünf-Prozent-Marke und damit den Sprung in den Landtag.
