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Die Welt in Karten

Wo die «Ehe für alle» schon heute möglich ist – und wo nicht

Am 26. September stimmt die Schweiz über die «Ehe für alle» ab. Gewinnen die Befürworter, gleicht sich die gesetzliche Lage derjenigen der meisten westeuropäischen Staaten an.
22.08.2021, 16:3122.08.2021, 16:49
Lea Senn
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Die Niederlande (zumindest ihr europäischer Teil) ermöglichten vor 20 Jahren als erstes Land die Schliessung einer Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Inzwischen ist dies in 28 Staaten möglich, darunter in unseren Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Österreich.

In der Schweiz können sich gleichgeschlechtliche Paare seit Januar 2007 eintragen lassen. Ausserdem ist es seit 2005 nach geltender Rechtsprechung möglich, eine Ehe weiterzuführen, nachdem ein Partner sein Geschlecht ändert und aus einem bis dahin verschiedengeschlechtlichen Ehepaar rechtlich ein gleichgeschlechtliches Ehepaar wird.

Durch diese spezielle Regelung wird die Schweiz – zusammen mit einigen mexikanischen Regionen – von Wikipedia in die Kategorie «Gesetzgebung oder verbindliches Gerichtsurteil zur Begründung gleichgeschlechtlicher Ehen» (in der Karte dunkelgrün) eingestuft.

Wikipedia listet zusätzlich Länder auf, die beispielsweise im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen anerkennen.

Die detaillierte Karte zur gleichgeschlechtlichen Ehe nach Land von Wikipedia.
Die detaillierte Karte zur gleichgeschlechtlichen Ehe nach Land von Wikipedia.
Bild: watson/wikipedia

In den letzten fünf Jahren hat sich in westlichen Ländern viel getan. Selbst in Irland, wo die katholische Kirche 77 Prozent der Bevölkerung zu ihren Mitgliedern zählt, dürfen gleichgeschlechtliche Paare seit 2015 heiraten: Das Referendum wurde mit 62 Prozent klar angenommen. Zuvor gab es in Irland wie in der Schweiz die Möglichkeit, die Partnerschaft eintragen zu lassen. Seither liessen sich tausende gleichgeschlechtliche Paare trauen.

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