International
Drogen

Drogenkrieg in Mexiko: Mindestens zehn Tote bei Kämpfen

Drogenkrieg in Mexiko: Mindestens zehn Tote bei Kämpfen

03.04.2024, 18:5203.04.2024, 18:52

Bei zwei blutigen Zusammenstössen in einer von der Gewalt der Drogenkartelle geprägten Region im Süden Mexikos sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Mutmassliche Mitglieder eines Drogenkartells seien am Wochenende in die Ranch des Anführers einer rivalisierenden Bande in der Gemeinde La Concordia im Bundesstaat Chiapas eingedrungen, wo es zu einer bewaffneter Auseinandersetzung mit rund fünf Toten gekommen sei, sagte Präsident Andrés Manuel López Obrador am Mittwoch. Später sei die Nationalgarde in der Gegend an einer Brückenbaustelle mit Bewaffneten konfrontiert worden. Dabei wurden demnach nach vorläufigen Zahlen weitere fünf Menschen getötet.

13 Verdächtige, darunter aus dem Nachbarland Guatemala, wurden festgenommen und zwei Dutzend Gewehre beschlagnahmt, sagte López Obrador auf seiner täglichen Pressekonferenz. Eine Nichtregierungsorganisation hatte zuvor von mindestens 25 Toten bei den Zusammenstössen berichtet.

Mexiko leidet seit Jahren unter einem blutigen Drogenkrieg. Drogenkartelle und kleinere Verbrechersyndikate kontrollieren ganze Regionen des lateinamerikanischen Landes und kämpfen untereinander um Einflussgebiete und Schmuggelrouten für Drogen und Migranten. Im vergangenen Jahr wurden in dem Land mit rund 126 Millionen Einwohnern mehr als 30 000 Tötungsdelikte registriert. Die meisten Verbrechen werden nie aufgeklärt. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Sturzflut in Nepal: Bereits fast 100 bestätigte Todesopfer
Am Mittwoch ist es in der Gebirgsregion von Nepal zu einer heftigen Sturzflut gekommen. Bislang sind zahlreiche Menschen gestorben, hunderte weitere werden vermisst. Eine Übersicht.
Eine heftige Sturzflut in der Grenzregion zwischen Nepal und China hat eine tiefe Spur der Zerstörung hinterlassen und fast 100 Menschen in beiden Ländern in den Tod gerissen. Allein in Nepal starben nach Angaben des Büros von Regierungschef Balendra Shah mindestens 95 Menschen. Hunderte Menschen - darunter 484 Reisende aus Nepal und aus dem Ausland sowie Polizisten und Soldaten - wurden vermisst. Aus Polizeikreisen hiess es, es werde befürchtet, die Zahl der Vermissten könnte in die Tausende gehen. Die Behörden gaben für die flussabwärts gelegenen Gebiete in dem Himalaya-Staat eine Katastrophenwarnung heraus.
Zur Story