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Mexiko

Blutiger Wahlkampf in Mexiko: Bürgermeister-Kandidatin erschossen

Blutiger Wahlkampf in Mexiko: Bürgermeister-Kandidatin erschossen

02.04.2024, 07:4802.04.2024, 07:48

In Mexiko häufen sich vor den Wahlen am 2. Juni tödliche Angriffe auf Politiker: Eine Bürgermeisterkandidatin ist nun auf offener Strasse erschossen worden. Bei dem Angriff in der zentralen Stadt Celaya wurden zudem drei Menschen verletzt, wie die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Guanajuato in der Nacht zum Dienstag mitteilte. Vor den Präsidenten-, Parlaments- und Regionalwahlen in dem lateinamerikanischen Land sind bereits mehr als ein Dutzend politische Bewerber getötet worden.

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Forensiker am Tatort.Bild: keystone

Die Kandidatin Gisela Gaytán war mit ihrem Team zu Fuss in einem Vorort der Stadt unterwegs, als die Schüsse fielen, wie örtliche Medien berichteten. Die Hintergründe blieben zunächst unklar. Gaytán bewarb sich um das Bürgermeisteramt von Celaya, einer Stadt mit 520'000 Einwohnern, für die linksgerichtete Partei Morena, der auch Präsident Andrés Manuel López Obrador angehört. Sie hatte erst am Sonntag ihren Wahlkampf begonnen und versichert, die Sicherheitslage in der Stadt verbessern zu wollen.

Guanajuato ist ein wichtiger Industriestandort, der bis vor wenigen Jahren als relativ sicher galt. Inzwischen liegt der Bundesstaat allerdings wegen der Gewalt der Drogenkartelle an erster Stelle bei Mordzahlen in Mexiko. Hinter den Angriffen auf Politiker in Mexiko werden häufig kriminelle Gruppen vermutet, die um Einfluss in bestimmten Regionen kämpfen, aber auch politische Gegner, die Konkurrenten ausschalten wollen. (rbu/sda/dpa)

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Kann Europa Trump in die Knie zwingen?
China hat vorgemacht, wie man den US-Präsidenten zu TACO-Trump degradiert.
Als Donald Trump Xi Jinping mit dem grossen Zollknüppel drohte, blieb der chinesische Präsident ganz cool. Er stoppte den Export der Seltenen Erden, auf die China ein Quasi-Monopol besitzt, und weil ohne diese Erden weder moderne Autos noch Elektrogeräte hergestellt werden können, und weil es mehrere Jahre dauert, um das chinesische Monopol zu knacken, wurde Trump sogleich kleinlaut, willigte in einen vernünftigen Deal mit China ein und handelte sich den Übernamen TACO-Trump ein, was bedeutet, Trump zieht am Schluss immer den Schwanz ein.
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