«Schweren Zwischenfall»: Zugkollision beim englischen Bedford – mehrere Verletzte
Bei der englischen Stadt Bedford sind am Freitagabend zwei Personenzüge zusammengestossen. Die Rettungskräfte rückten mit einem Grossaufgebot aus, darunter auch mehrere Rettungshelikopter. Der Bahnverkehr in der Region wurde eingestellt.
Der Unfall ereignete sich gegen 17.15 Uhr Ortszeit rund drei Kilometer südlich von Bedford. Nach bisherigen Erkenntnissen stand ein Intercity-Zug an einem roten Signal, als ein weiterer Zug von hinten auf ihn auffuhr. Warum es zur Kollision kam, ist noch unklar. Die Behörden untersuchen unter anderem, ob ein Zug ein Haltesignal überfahren hat.
Videos vom Unfallort zeigen stark beschädigte Waggons, die teilweise entgleist sind. Weitere Aufnahmen aus dem Innern der Züge zeigen verletzte Fahrgäste, die blutüberströmt auf dem Boden liegen. Augenzeugen berichten, der Aufprall sei ohne jede Vorwarnung erfolgt. Weder seien Warnsignale ertönt noch habe der Zug zuvor merklich abgebremst.
Ein Passagier schilderte der BBC die dramatischen Momente nach der Kollision. Er habe sich im vordersten Wagen befunden und sich «wie nach einer Bombenexplosion» gefühlt. Überall seien Rauch, blutverschmierte Gesichter und Menschen mit offenbar gebrochenen Beinen gewesen. Er selbst leide unter starken Rückenschmerzen, sei aber ansonsten glimpflich davongekommen. Besonders sorge er sich um den Lokführer.
Die beiden betroffenen Züge waren von Nottingham beziehungsweise Corby in Richtung London St Pancras unterwegs. Der Unfall legte den Bahnverkehr zwischen London und Leicester weitgehend lahm. Die britische Verkehrsministerin Heidi Alexander zeigte sich bestürzt und dankte den Rettungskräften für ihren Einsatz. Die Ermittlungen zur Ursache laufen. (mke)
