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Trump gibt Migranten Schuld an Frankreich-Unruhen – Macron kontert

epa13309677 French President Emmanuel Macron speaks during a press conference on the second day of a European Council summit in Brussels, Belgium, 16 October 2026. EU leaders met with Ukrainian Presid ...
Lässt die Aussagen von anderen Staatschefs nicht unkommentiert stehen: Emmanuel Macron. Bild: keystone

Trump gibt Migranten Schuld an Frankreich-Unruhen – Macron kontert scharf

Donald Trump macht Migranten für die schweren Unruhen in Frankreich verantwortlich. Präsident Emmanuel Macron weist diese Darstellung scharf zurück und spricht von «inakzeptablen und dummen Kommentaren» aus dem Ausland.
22.10.2026, 04:1922.10.2026, 04:19

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich gegen Aussagen ausländischer Politiker über die Proteste und Ausschreitungen in seinem Land gewehrt. CNN zufolge reagierte er damit insbesondere auf US-Präsident Donald Trump und dessen Vize JD Vance.

Trump hatte am Montag ohne Belege behauptet, Frankreich werde «von Migranten, Dschihadisten und Kommunisten erobert, geplündert und niedergebrannt, die das Christentum und die westliche Zivilisation selbst hassen».

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Demonstrierende in Paris.Bild: www.imago-images.de

Macron widerspricht deutlich

Macron stellte dies am Mittwoch während einer Reise durch die Golfregion entschieden anders dar. Es sei «völlig falsch», dass Frankreich von «Horden von Migranten und Islamisten» überrannt werde.

Auf die Frage, ob ausländische Akteure an den Unruhen beteiligt seien, sagte Macron, es gebe keine sichtbaren Hinweise auf eine ausländische Einmischung in die Ereignisse selbst. Allerdings werde aus dem Ausland mit Falschinformationen gearbeitet.

«Das hat zu inakzeptablen und dummen Kommentaren geführt – auch von ausländischen Staats- und Regierungschefs.»
Emmanuel Macron

Namen nannte Macron dabei nicht. Er verwies jedoch ausdrücklich auf Politiker sowohl in Europa als auch «auf der anderen Seite des Atlantiks».

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Donald Trump hat sich unter anderen Staatschefs dezidiert zur Situation in Frankreich geäussert.Bild: www.imago-images.de

Trump: «Es geht um Einwanderung»

Trump legte am Dienstag im Weissen Haus nach und widersprach der Darstellung, wonach unter anderem Probleme im Bildungssystem und die hohen Lebenshaltungskosten hinter den Protesten stehen.

«Es geht nicht um Bildung. Es geht um Einwanderung.»
Donald Trump

Dann sagte er weiter:

«Es geht um illegale Menschen, die hereinkommen und Frankreich im Grunde hassen. Sie hassen die Menschen. Sie hassen alles.»
Donald Trump

Auch US-Vizepräsident JD Vance machte Migration für die Ausschreitungen mitverantwortlich. «Westliche Liberale» hätten Menschen aus der «Dritten Welt» nach Frankreich und in andere Länder geholt, schrieb er auf X. Dabei seien Fragen der Integration und gesellschaftlichen Vereinbarkeit ignoriert worden.

Auch der ungarische Ministerpräsident Peter Magyar und der polnische Premierminister Donald Tusk stellten einen Zusammenhang zwischen der Gewalt und der französischen Migrationspolitik her.

Mehr als 2000 Festnahmen an einem Wochenende

Die Protestbewegung hatte im September mit Demonstrationen unter anderem gegen Probleme im Bildungssystem und die hohen Lebenshaltungskosten begonnen. Inzwischen sind Teile der Proteste in schwere Ausschreitungen umgeschlagen.

Police clash with protesters during demonstration in Paris PARIS, FRANCE - OCTOBER 17: Police clash with protesters during a demonstration amid a nationwide mobilisation over rising living costs, fuel ...
Polizisten treffen mit Demonstrierenden in Paris zusammen.Bild: www.imago-images.de

Allein am vergangenen Wochenende wurden mehr als 2000 Menschen festgenommen. Geschäfte wurden geplündert und Gebäude beschädigt. Die französischen Behörden haben in mehreren Orten Ausgangssperren verhängt und für weitere Demonstrationen am Samstag eine massive Polizeipräsenz angekündigt.

Macron betonte, Frankreich brauche Ordnung und Respekt. Gleichzeitig dürfe man die Ursachen der Proteste nicht mit falschen Behauptungen über Migration verzerren.

«Die Leute dürfen nicht Dinge erzählen, die schlicht nicht wahr sind.»
Emmanuel Macron

Der französische Präsident äusserte sich nach einem unangekündigten Besuch in Saudi-Arabien, wo er Kronprinz Mohammed bin Salman getroffen hatte. Anschliessend reiste er zurück nach Paris. (mke)

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Frankreich Studentenproteste 17. Oktober
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Frankreich Studentenproteste 17. Oktober
quelle: www.imago-images.de / imago images
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