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EU-Staaten beraten in Krisensitzung nach US-Zollandrohung

EU-Staaten beraten in Krisensitzung nach US-Zollandrohung

17.01.2026, 22:1917.01.2026, 22:19
EDS NOTE: OBSCENITY - A crowd walks to the US consulate to protest against Trump's policy towards Greenland in Nuuk, Greenland, Saturday, Jan. 17, 2026. (AP Photo/Evgeniy Maloletka)
Greenland US  ...
Grönländer protestieren am Samstag in Nuuk gegen Trumps Pläne bezüglich ihrer Insel.Bild: keystone

Vertreter der EU-Staaten treffen sich an diesem Sonntag nach der Zoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt zu einer Sondersitzung. Nach den jüngsten Ankündigungen der USA sei für den Nachmittag eine ausserordentliche Sitzung auf Botschafterebene einberufen worden, teilte die derzeitige zypriotische Ratspräsidentschaft mit.

Ob dabei mögliche Gegenmassnahmen besprochen werden, blieb zunächst unklar. Die EU hat seit 2023 ein Instrument, um sich gegen handelspolitischen Druck zu wehren. Dabei geht es laut der entsprechenden Verordnung um eine Situation, in der ein Drittland versucht, die EU oder einen Mitgliedstaat durch Handelsmassnahmen zu einer bestimmten Entscheidung zu bewegen. Gegenzölle und viele weitere Massnahmen sind der Verordnung nach dann möglich. Allerdings soll das Instrument nur ein letztes Mittel sein.

Trump will Grönland-Kauf mit Zöllen erzwingen

Trump hatte unter Verweis auf den Grönland-Konflikt am Samstag angekündigt, zusätzliche Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder verhängen zu wollen. Ab dem 1. Februar sollen Strafzölle in Höhe von 10 Prozent gelten, ab dem 1. Juni Zölle in Höhe von 25 Prozent – auf alle Waren, die in die USA gesendet werden. Die gestaffelten Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Betroffen von der Zoll-Androhung sind Länder, die jüngst Soldaten zu einer Erkundungsmission auf die Insel geschickt haben. (sda/dpa)

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