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4500 Flüchtlinge treffen aus Ungarn in Österreich ein – Wien rechnet heute mit doppelt so vielen

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Erschöpft, erleichtert, froh: Wie erneut 1000 Flüchtlinge in Wien ankamen
Vor einigen Tagen: Erneut sind rund 1000 Flüchtlinge von Ungarn nach Österreich gereist. Die Erleichterung bei der Ankunft steht den Menschen ins Gesicht geschrieben: Mehiar, ein 11-jähriger Junge aus Kobane, bläst Seifenblasen im Bahnhof Wien.
quelle: x00360 / leonhard foeger
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4500 Flüchtlinge treffen aus Ungarn in Österreich ein – Wien rechnet heute mit doppelt so vielen

05.09.2015, 03:2806.09.2015, 05:21

Die Zahl der von Ungarn her kommenden Flüchtlinge steigt in Österreich stetig an. Bisher kamen gemäss ungarischen Angaben rund 4500 Flüchtlinge mit Bussen aus Ungarn an der österreichischen Grenze an. Wien rechnete im Verlaufe des Tages mit mehr als doppelt so vielen. In Ungarn könnten bald auch die internationalen Züge wieder planmässig fahren, sagte Regierungssprecher Andras Giro Szaz. Das österreichische Innenministerium in Wien rechnete damit, dass am Samstag rund 10'000 Flüchtlinge aus Ungarn nach Österreich kommen könnten.

Vom österreichischen Grenzort Nickelsdorf reisten die Flüchtlinge am Samstagmorgen in Bussen und Sonderzügen weiter. Ein erster Sonderzug mit rund 400 Flüchtlinge an Bord traf kurz nach 9 Uhr in Wien ein. Unter den Flüchtlingen sind viele junge Männer, aber auch Familien mit Kindern. Zahlreiche freiwillige Helfer begrüssten die grösstenteils aus Syrien stammenden Flüchtlinge und verteilten Essen, Getränke und Decken.

Am Bahnhof wurden die Flüchtlinge per Lautsprecherdurchsagen auf Arabisch über die nächsten Abfahrtsmöglichkeiten Richtung Deutschland informiert. In München wurde ein per Salzburg fahrender Sonderzug mit etwa 500 Flüchtlingen nach Angaben der Deutschen Bahn voraussichtlich zwischen 12.00 und 13.00 Uhr erwartet. Die erschöpften Migranten wurden von den ungarischen Behörden mit Bussen zur Grenze gebracht, überquerten sie zu Fuss und wurden auf der österreichischen Seite von Helfern mit Wasser und Nahrungsmitteln empfangen.

Am Abend kündigte die ungarische Regierung an, die Flüchtlinge mit Bussen zur Grenze zu bringen. Österreich und Deutschland erklärten sich in der Folge bereit, die Flüchtlinge einreisen zu lassen. Die Entscheidung sei aufgrund der «aktuellen Notlage an der ungarischen Grenze» und in Abstimmung mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen worden, teilte der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann mit.

Wien und Berlin erwarteten aber weiterhin, dass Ungarn seinen Verpflichtungen aus dem Dublin-Abkommen nachkomme. Das Innenministerium in Wien erklärte, die Polizei und das Rote Kreuz seien auf die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet. (rey/sda/afp/dpa)

Am Freitag herrschte Chaos im ungarischen Bicske

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Chaos im ungarischen Bicske
Noch immer sind über 2000 Flüchtlinge in Ungarn zu Fuss unterwegs. Ihr Ziel: Sie wollen nach Österreich und von dort weiter nach Deutschland. Bild: AP Photo/Frank Augstein
quelle: ap/ap / frank augstein
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