International
EU

Flüchtlingstragödie: 11 Menschen vor Samos ertrunken

Flüchtlinge vor Samos im September.
Flüchtlinge vor Samos im September.
Bild: DIMITRIS MICHALAKIS/REUTERS

Mindestens elf Tote bei Flüchtlingsunglück vor Samos – seit Freitag sind insgesamt 59 Migranten ertrunken, Hunderte befinden sich in Seenot

01.11.2015, 12:0101.11.2015, 12:13

Bei einem Bootsunglück vor der griechischen Insel Samos sind elf Menschen ums Leben gekommen. Dies berichtete das griechische Staatsfernsehen am Sonntag. 15 weitere Menschen konnten gerettet werden. Zwei wurden noch vermisst.

Die Gruppe hatte versucht, von der Türkei aus zur griechischen Insel Samos überzusetzen. Dabei sei das kleine Boot an einem felsigen Küstenabschnitt zerschellt. Zunächst fanden die Rettungskräfte eine Frau, die ums Leben gekommen war. Anschliessend entdeckten Taucher zehn Leichen von Flüchtlingen im Bootswrack.

Ankömmlinge in Samos.
Ankömmlinge in Samos.
Bild: ALKIS KONSTANTINIDIS/REUTERS

59 ertrunken, davon 31 Kinder

Weiter südlich versuchten Rettungskräfte, vor der Insel Rhodos rund 150 Migranten an Land zu bringen. Ihr Boot war wegen der starken Winde in Seenot geraten. Zwei Verletzte seien ins Spital von Rhodos gebracht worden, berichteten örtliche Medien.

Seit vergangenen Freitag sind nach einer vorläufigen Bilanz der griechischen Behörden 59 Flüchtlinge in der Ägäis ertrunken. Unter ihnen waren mindestens 31 Kinder. (egg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Mutmasslich illegal verwendet: Rechte Patrioten-Fraktion soll EU-Gelder zurückzahlen
Die rechte EU-Parlamentsfraktion «Patrioten für Europa» (PfE) soll nach den Ergebnissen einer internen Prüfung der Parlamentsverwaltung EU-Mittel illegal verwendet haben. Es geht um rund 277'000 Euro (ca. 255'000 Franken) in der zweiten Hälfte des Jahres 2024.
Dies geht aus Unterlagen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Die PfE verstiess demnach insbesondere gegen Vorschriften zu Spenden und Vergabeverfahren, indem sie beispielsweise Gelder an einen Verein zur Förderung des Futsals (Hallenfussball) auf Martinique oder ein Quad-Verein auf Guadeloupe gab.
Zur Story