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Belgien entert Öltanker von Putins Schattenflotte

The tanker Boracay that allegedly belongs to Russia's so-called shadow fleet, is seen Thursday, Oct. 2, 2025, off Saint-Nazaire, France's Atlantic coast. (AP Photo/Mathieu Pattier)
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Ein mutmasslicher Tanker der russischen Schattenflotte. (Symbolbild)Bild: keystone

Belgien entert Öltanker von Putins Schattenflotte

Belgien hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen Öltanker der russischen Schattenflotte geentert.
01.03.2026, 06:2901.03.2026, 14:47

Die belgischen Streitkräfte hätten das Schiff mit Unterstützung Frankreichs festgesetzt, schrieb Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken auf der Plattform X. Der Tanker werde zum Hafen von Seebrügge eskortiert, wo er beschlagnahmt werde. Weitere Informationen nannte Francken zunächst nicht. Aus Frankreich gab es zunächst keine Bestätigung.

Belgiens Premierminister Bart de Wever gratulierte dem Militär auf X zu «der erfolgreichen Operation in dieser Nacht», ohne den Vorgang konkret zu benennen. Er dankte Frankreich und fügte hinzu:

«Belgien wird das internationale Seerecht und die Sicherheit seiner Hoheitsgewässer wahren.»

Macron: Schwerer Schlag

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nannte die Festsetzung des Öltankers auf der Plattform X einen «schweren Schlag» gegen die Schattenflotte. «In der Nordsee haben unsere Hubschrauber der französischen Marine in der vergangenen Nacht zur Enterung eines unter internationalen Sanktionen stehenden Öltankers durch belgische Sicherheitskräfte beigetragen», schrieb er.

Die Europäer seien entschlossen, die Finanzierungsquellen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine durch die konsequente Durchsetzung der Sanktionen zu unterbinden.

Die Ukraine begrüsse das Vorgehen, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei X.

Die russische Botschaft in Brüssel erklärte, dass sie nicht offiziell über die Aufbringung des Öltankers Ethera und Gründe dafür benachrichtigt worden sei. Die Botschaft kläre derzeit, ob sich russische Staatsbürger an Bord befanden.

EU warnt vor Gefahren durch Schattenflotte

Mit Schattenflotte sind Tanker und andere Frachtschiffe gemeint, die Russland zur Vermeidung von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt. Frankreich schätzt die Grösse der Flotte mittlerweile auf 1.000 bis 1.200 Schiffe, wovon 650 bis 700 mit Sanktionen belegt sind.

Die EU warnt schon länger davor, dass Schiffe der Schattenflotte als Plattform für den Start von Drohnen für Stör- oder Spionageangriffe genutzt werden können. (sda/dpa)

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