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Brexi: Johnson droht mit hartem Bruch

Kommt der No-Deal-Brexit? Premier Johnson droht mit hartem Bruch nach Übergangsphase

07.09.2020, 07:1907.09.2020, 07:19

Kurz vor der nächsten Gesprächsrunde über ein Brexit-Anschlussabkommen hat der britische Premier Boris Johnson von der EU mehr Tempo und Entgegenkommen gefordert. Man müsse sich bis Mitte Oktober einigen, damit ein solcher Deal noch ratifiziert werden könne.

Britain's Prime Minister Boris Johnson leaves Downing Street in London, Wednesday, Sept. 2, 2020. The Prime Minister will attend the first session of Prime Ministers Questions since parliament re ...
Liebäugelt mit dem No-Deal-Brexit: Boris Johnson.Bild: keystone

Ansonsten werde es kein freies Handelsabkommen zwischen Grossbritannien und der Europäischen Union geben, teilte Johnson am Sonntagabend in London mit. Stattdessen setze London dann auf eine Vereinbarung mit der EU nach australischem Vorbild.

Die EU hat mit dem fünften Kontinent bisher nur ein Rahmenabkommen, das unter anderem technische Hürden betrifft. Im Grossen und Ganzen findet der Handel zwischen Europa und Australien auf Grundlage der Welthandelsorganisation WTO statt. Auf Grossbritannien übertragen wäre das dann der gefürchtete No Deal.

«Glaube nicht, dass uns das Angst einjagt»

Noch schärfer im Ton war am Sonntag der britische Chef-Unterhändler David Frost: Er sei sich völlig einig mit Johnson, dass Grossbritannien von einem No-Deal-Brexit nichts zu befürchten habe, sagte er der «Mail on Sunday». «Ich glaube nicht, dass uns das in irgendeiner Weise Angst einjagt», sagte Frost in einem Interview.

FILE - In this file photo dated Monday, Oct. 7, 2019, United Kingdom's Brexit advisor David Frost arrives at EU headquarters for a technical meeting on Brexit, in Brussels. Britain���s chief Brex ...
Hält sich an seiner Mapper fest: David Frost.Bild: keystone

Am Dienstag wird EU-Unterhändler Michel Barnier in London erwartet. Grossbritannien war Ende Januar aus der EU ausgetreten. In einer Übergangsphase bis zum Jahresende gehört das Land aber noch zum EU-Binnenmarkt und zur Zollunion, so dass sich im Alltag fast noch nichts geändert hat. Gelingt kein Vertrag über die künftigen Beziehungen, könnte es Anfang 2021 zum harten wirtschaftlichen Bruch mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen kommen. (sda/dpa)

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31 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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DerTaran
07.09.2020 08:34registriert Oktober 2015
Haben die echt das Gefühl, dass das die EU Beeindruckt?
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Alice36
07.09.2020 09:03registriert Juni 2017
Die Briten träumen immer noch vom Empire das schon lange Geschichte ist. Die Entwicklungen von Infrastruktur und Wirtschaft in diversen Landesteilen wurde zum grössten Teil durch die EU Mitgliedschaft finanziert und ermöglicht. Die Gastarbeiter wurden von der Regierung selber gerufen um die von den Briten ungeliebten Arbeiten zu erledigen. Ohne diese funktionieren Landwirtschaft und das Gesundheitswesen nicht mehr und der Bankenplatz leidet. Sorry aber der Brexit ist eine saublöde elitäre Idee die zum scheitern verurteilt ist.
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AngelitosHE
07.09.2020 09:13registriert September 2018
Wem droht er?

England, dem Parlament oder sich selbst?
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