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epa07586849 People walk past the European Parliament in Brussels, Belgium, 20 May 2019. The European Parliament election is to be held by member countries of the European Union (EU) from 23 to 26 May 2019.  EPA/OLIVIER HOSLET

Tausende Tonnen CO2 werden pro Jahr durch die Pendelei zum EU-Zweitsitz produziert. Bild: EPA/EPA

Teurer EU-Wanderzirkus: 4500 Personen pendeln regelmässig von Brüssel nach Strassburg

Die Pendelei von Brüssel ins Strassburger EU-Parlament nervt, verursacht Tausende Tonnen CO2-Emissionen – und dürfte trotzdem auf absehbare Zeit nicht abgeschafft werden.

remo hess, brüssel / ch media



Es ist immer dasselbe Ritual: Einmal im Monat packen die 751 EU-Parlamentarier ihre Unterlagen in eine grüne Hartplastikbox und stellen sie vor die Türe ihrer Brüsseler Büros. Ein Angestellter des Parlaments kommt dann vorbei, nimmt die Kiste an sich und verlädt sie in einen von acht Lastwagen. Fünf Stunden später wird die Box wieder ausgeladen und erneut vor den Büros der Abgeordneten deponiert. Dazwischen liegen 440 Kilometer Autobahn und zwei Ländergrenzen. Willkommen in Strassburg, an der Plenarsession des EU-Parlaments.

Was für den aussenstehenden Betrachter absurd wirkt und es in den Augen vieler Beteiligter auch ist, gehört seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil europäischer Demokratie. Das EU-Parlament hat zwei Sitze, einen in Brüssel und einen in Strassburg. Jeweils für vier Tage im Monat zieht ein Pulk von rund 4500 Personen, bestehend aus EU-Abgeordneten, Parlamentsangestellten und Medienleuten von der belgischen Hauptstadt ins Elsass. Nicht nur Euroskeptiker sehen in diesem «Wanderzirkus» einen Beweis, wie unsinnig bürokratisch und ineffizient die Europäische Union doch sein kann.

Und die nackten Zahlen geben ihnen recht: Tausende Tonnen CO2 werden durch die Pendlerei produziert, mindestens 51 Millionen Euro kostet der Zweitsitz pro Jahr. Dabei bleibt das imposante Gebäude aus Stahl und Glas, garniert mit dem markanten Turm, an 317 Tagen mehrheitlich ungenutzt. Vom Konsum von Hahnenwasser wird abgeraten, weil die Leitungen die meiste Zeit stillstehen und sich Legionellen angesammelt haben könnten.

Weber will abstimmen lassen

Logisch ist die Abschaffung des Zweitsitzes ein wiederkehrendes Thema. In einer Befragung haben sich vor ein paar Jahren rund zwei Drittel der Abgeordneten dafür ausgesprochen. Und erst in der vergangenen Woche versprach Manfred Weber, der christdemokratische Kandidat für das Amt an der EU-Spitze, er werde über Strassburg abstimmen lassen, falls er Kommissionspräsident werden sollte.

Germany's Manfred Weber of the European People's Party participates in a debate of the candidates to the presidency of the Commission at the European Parliament in Brussels, Wednesday, May 15, 2019. Leading candidates in the EU elections are facing off Wednesday in a final televised debate before millions of people take part in the world's biggest transnational polls on May 23-26. (AP Photo/Francisco Seco)

Manfred Weber. Bild: AP/AP

Nichtsdestotrotz sind sämtliche Versuche am vehementen Widerstand Frankreichs gescheitert. Ist auch verständlich: Für die Strassburger Wirtschaft sind die Plenarsessionen wertvolle Umsatztreiber. Die Hotels können ihre Zimmer für das Doppelte vermieten, die Restaurants und Bars sind pumpenvoll. Aber auch historische Gründe werden ins Feld geführt: Strassburg als Symbol der deutsch-französischen Aussöhnung, der eigentlichen «Raison d’Être» des europäischen Friedensprojekts. «Geschichte hat ihren Preis», hat Kommissions-Chef Jean-Claude Juncker, ein überzeugter Verteidiger Strassburgs, zum Thema mal gesagt.

Tatsächlich kann man auf einer TGV-Fahrt Brüssel–Strassburg leicht auf tiefschürfende Gedanken kommen. Wenn man mit 300 Stundenkilometern über die Felder der Champagne fliegt, dem weiten Terrain, wie gemacht für Panzerschlachten, vorbei an der Stadt Verdun und ihren Soldatenfriedhöfen, hinein ins Elsass, über Jahrhunderte hinweg der Schauplatz nationalistischen Ringens. Dann macht es sofort Sinn, dass die Gründerväter der EU in weiser Geste die EU-Institutionen entlang der ehemaligen Frontlinien zwischen Belgien, Luxemburg und Frankreich gerecht verteilt haben.

Allerdings ist das nur die eine, romantisierte Hälfte der Wahrheit. Es spielten auch profanere und pragmatische Überlegungen eine Rolle, weshalb die Institutionen dort sind, wo sie sind. Als 1951 die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) als Vorgängerorganisation der heutigen EU beschlossen wurde, stritten die sechs Gründerstaaten Belgien, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande, Italien und die Bundesrepublik Deutschland heftig darüber, wo die Gemeinschafts-Organe angesiedelt werden sollten. Die Gespräche standen in der Nacht auf den 25. Juni 1952 kurz vor dem Scheitern, als Luxemburg vorschlug, die «Hohe Behörde» (Vorgängerin der EU-Kommission) wenigstens provisorisch im Grossherzogtum zu platzieren. Dies, damit die EGKS endlich ihre Arbeit aufnehmen konnte.

Einen genügend grossen Plenarsaal für die «Gemeinsame Versammlung» (heute EU-Parlament) gab es in der Umgebung aber nicht, weshalb man kurzerhand auf die Räumlichkeiten des 1949 gegründeten Europarats in Strassburg auswich. Obwohl es in der Folge immer wieder zu Diskussionen kam (als alternativer Standort war zum Beispiel Saarbrücken im Gespräch) verfestigte sich diese Übergangslösung – ganz nach europäischer Art – immer mehr. Definitive Klarheit brachte der Kompromiss von Edinburgh (1992) und der Vertrag von Amsterdam (1997).

Ausgerechnet Deutschland

Die Abschaffung des Strassburg-Sitzes könnte wirtschaftlich und funktional Vorteile bringen und die Debatte brandet kontinuierlich wieder auf. Trotzdem wird sich so schnell nichts bewegen. Einer Änderung der Verträge steht stets das Veto aus Paris entgegen. Und auch Luxemburg wehrt sich entschieden, weil es selbst um seine EU-Einrichtungen fürchtet.

Dass gerade aus Deutschland die Kritik immer wieder am lautesten daherkommt, entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Ein Drittel der Angestellten der Bundesregierung arbeitet auch heute, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, noch in Bonn, der 540 Kilometer entfernten Alt-Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.

26 Küsse, die nichts gebracht haben – die EU steckt in der Krise

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39
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    Alle Leser-Kommentare
  • koks 26.05.2019 14:16
    Highlight Highlight Wie man jetzt sogar das Klima anruft, um Dezentralisierung abzuschaffen. Es waren ja gerade politische und historische Gründe, nicht Brüssel als Hauptstadt zu bestimmen. Sondern im Turnus zu regieren.

    Bin gespannt, wann ein Klimaschützer auf die Idee kommt, den Schweizer Dezentralismus als wenig effizient und wenig funktional zu geisseln, man solle doch das zentralistische Frankreich-Modell adoptieren.
  • Hans007 26.05.2019 11:55
    Highlight Highlight Einmal mehr wird genüsslich und überheblich über die EU gelästert, wie es bei uns solche demokratischen und historischen Verwirrungen nicht gäbe. Vergessen wir nicht: nie zuvor war Europa derart friedlich und wohlhabend, ja, wir leben im besten Europa, das es je gab, und das ist nicht nur der Lauf der Zeit, sondern auch der Verdienst der EU.
    • John Carter 26.05.2019 18:58
      Highlight Highlight Friedlich..... - jetzt haben Sie aber die rosarote Brille inkl. Scheuklappen an.

      Alle gifteln, keiner hält die Vorgaben der EU ein, Griechenland ist Konkurs, Italien ist kurz davor, England verlässt die EU, weil die EU den Engländern nicht entgegenkommen will (wie auch der Schweiz nicht). Polen, Ungarn, Tschechen kochen ihr eigenes Süppchen, Deutschland sagt wo es durchgeht, die kleinen haben nichts zu sagen. Die EU Aussengrenze ist nicht abgesichert. Die linken Ideologen + Gutmenschen wollen ein zentralistisch geführtes Europa die "Populisten" das Gegenteil.


      Frieden geht anders!!!
  • psychologe 26.05.2019 11:48
    Highlight Highlight
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  • Hoppla! 26.05.2019 11:25
    Highlight Highlight "...wie unsinnig bürokratisch und ineffizient die Europäische Union doch sein kann."

    Die Fakten sagen:

    - Ca. 50'000 Menschen arbeiten in EU-Institutionen, davon ca. 30'000 für die EU-Kommission. Die "kleine" Stadt Köln hat 17'000 Verwaltungsangestellte.
    - Ca. 8 Milliarden EUR kostet dies die EU pro Jahr. Die Mitgliedstaaten geben zusammen 2'200 Milliarden EUR für die Verwaltung aus.

    Das ist doch etwas gar viel heisse Luft der Populisten.

    Quelle: https://ec.europa.eu/germany/eu60/verwaltungsmoloch_de
  • Avenarius 26.05.2019 10:24
    Highlight Highlight Könnte man mit einem Zeppelin lösen. Heute sind die ja für Städterundflüge da. Problem gelöst. So einfach.
    EUROPA UNION ist eine fantastische Idee. Für Augenhöhe mit China, RU, USA. Was mir nicht gefällt und ich nicht verstehe sind die 32'000 Mitarbeiter der EU in Brüssel. 32'000 für 28 Länder???? Je grösser desto träger, langsamer und komplizierter.
    Und mir gefällt auch nicht, dass die EU keine Eier gegen Gefahren wie Trump zeigt. Und die EU hat praktisch keine emotionale Bindung (Fans) zu ihren Einwohner. Why?
    Zeigt was ihr habt, zeigt was ihr macht!
  • Firefly 26.05.2019 10:11
    Highlight Highlight Alle reden von Digitalisierung. Dies wäre doch eine Gelegenheit mit vereinten Resourcen das erste digitale Parlament zu entwickeln und zu betreiben.

    Natürlich kann man das nicht mit whatsapp oder facebook machen. Eigene Entwichlungen und "inhouse" sourcing wären natürlich nötig und aufwending. Aber dafür wäre die Pendelei nicht mehr nötig und man würde viel Zeit, Geld und CO2 sparen.
  • Wander Kern 26.05.2019 09:44
    Highlight Highlight Der EU Hauptsitz gehört sowieso in das bevölkerungsreichste und wirtschaftsstärkste Land Europas, keine Ahnung, wie der Zwergstaat Belgien oder die gescheiterte Republik Frankreich auf die Idee kommen, hier Ansprüche anmelden zu können.
    • koks 26.05.2019 14:19
      Highlight Highlight @Wander Kern, etwas geschichtliche Bildung hülfe zum Verständnis der Dinge, wie sie heute sind.
    • Wander Kern 27.05.2019 11:13
      Highlight Highlight Korrekt. Einen Sinn für Sarkasmus hingegen kann man sich offenbar nicht 'anbilden'.
  • Team Insomnia 26.05.2019 09:43
    Highlight Highlight Was sagt wohl Swedish-Görlie Gretli
    dazu🧐?
    • weachauimmo 26.05.2019 10:12
      Highlight Highlight Was sie sagt, weiß ich nicht. Aber ihr Blick sagt ohnehin mehr als tausend Worte.
      Benutzer Bild
    • dmark 26.05.2019 11:31
      Highlight Highlight Du meinst Grumpy-Greta?
      Die würde sich wohl auf die Kisten setzen. ;)
    • John Carter 26.05.2019 19:01
      Highlight Highlight …..der ist gut.…"Grumpy-Greta"
  • Cpt. Jeppesen 26.05.2019 09:39
    Highlight Highlight Alle halbe Jahre wieder die gleiche Story, es langweilt und befeuert in diesem Fall unnötige Kritik an der EU. Die EU ist halt kein Staat sondern viele Staaten. Von 32000 Mitarbeitern müssen nun 4500 wochenweise wo anders arbeiten, na und?
    Möchten doch die Kritiker dieser Lösung eine bessere einbringen, entgegen den Wünschen der Anhänger von nationaler Identität. Welches Land darf denn nun das "Hauptland" der EU sein?
    Und das Thema CO2 wegen des Transports. Das löst sich Zug um Zug mit der Digitalisierung des Büroalltags.
    • Heinzbond 26.05.2019 09:52
      Highlight Highlight Na sind wir mal froh das es nicht Paris und Madrid oder Berlin sind....
      Schade finde ich auch das es keine direkte tgv Strecke zwischen beiden Städten gibt, ist ja eigentlich schon lange absehbar...
      Aber das ist ja nur so eine Meinung..
    • Hoppla! 26.05.2019 11:29
      Highlight Highlight Merci, Cpt. Jeppesen.

      Meist hilft es die Situation zu analysieren und Alternativszenarien durchzuspielen. Und schon wird aus "bescheuert" ein "(leider) notwendig". Aber viele Leute wissen es sowieso besser ohne sich mit der Situation nur einen Millimeter auseinandergesetzt zu haben.
    • Judge Dredd 26.05.2019 11:41
      Highlight Highlight Wenn Kritik begründet ist, ist sie nie unnötig.

      Der Zweck darf nie die Mittel heiligen. Nur weil man Angst hat, dass Kritik die EU schwächt, darf man nicht über Schwächen dieses Konstuktes hinwegsehen und diese todschweigen in der Hoffnung es werde von alleine besser.

      Das ist genau ein grundlegendes Problem der EU. Sie ist nicht fähig sich (innert nützlicher Frist) zu reformieren. Man kriegt nicht mal dieses Problem gelöst, bei welchem es objektiv gesehen nur eine richtige Entscheidung gibt.

      Ihren letzten Abschnitt habe ich nicht richtig verstanden, wie löst sich das Problem mit dem CO2?
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 26.05.2019 08:38
    Highlight Highlight Was passiert, wenn einer dieser Aberhunderten Abgeordneten eine orange statt grüne Hartplastikbox vor die Tür seines Brüsseler Büros stellt ?

    Polizeieinsatz ?

    defcon 4

    Steigen Kampfflugzeuge auf ?

    Nicht auszudenken, wenn einer aus der Reihe tanzt..

    Ich bin besorgt.
  • TheRealDonald 26.05.2019 07:35
    Highlight Highlight Es ist halt einmal mehr so, dass „die Wirtschaft“ (ein paar wenige profitieren) über den Schutz der Umwelt (Lebensgrundlagen von allen) gestellt wird.
    • koks 26.05.2019 14:18
      Highlight Highlight @The Real Donald, wer am meisten von der Wirtschaft der EU profitiert, ist Brüssel. Einer der teuersten und rentabelsten Immobilienmärkte geworden, seit die Bürokraten der EU dort sitzen. Finde es amüsant, dass du gerade das Wirtschaftsargument hervorholst, um pro Standort Brüssel zu argumentieren.
      Informieren täte helfen.
  • kettcar #lina4weindoch 26.05.2019 07:22
    Highlight Highlight Das weiß der gebildete Partei Die PARTEI-Fan schon lange :)

    Play Icon
  • Ökonometriker 26.05.2019 07:16
    Highlight Highlight Und was sollen die Ost-EU-Länder sagen? Gerade dort wäre es einerseits günstiger und andererseits brauchen die dort den Wirtschaftsboost dringender. Warum nicht das Parlament in ein armes Land verlegen, Kosten sparen und die Entwicklung und Popularität der EU fördern?
    • Froggr 26.05.2019 08:27
      Highlight Highlight Nein hallo. Das wollen doch die EU Beamten nicht. Die wollen am liebsten nur im Brioni Anzug in ihrem Zimmer sitzen und ein bisschen die Wand anstarren.
    • Nelson Muntz 26.05.2019 08:29
      Highlight Highlight Wirschaftsboost? Wie die Fabriken, die in Deutschland, Benelux, Frsnkreich usw geschlossen werden und dann u.a. mit Steuergeldern der nun Arbeitslosen Ex-Arbeitnehmern als EU-Wirtschaftsförderung neu im Ostblock eröffnet werden? Die EU boostet schon sehr viel....

      Die sollten lieber mehr Migranten willkommen heissen im Osten, aber dass ist wiederum ein anderes Thema.
    • Froggr 26.05.2019 12:48
      Highlight Highlight Nelson: Nein sollten sie nicht. Das ist eines der Hauptziele der EU: Der Schutz der Aussengrenzen. Ungarn ist eines der einzigen EU Länder, welche dieses Ziel umsetzen. Und dann werden sie dafür dof angemacht. Unglaublich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • neutrino 26.05.2019 06:31
    Highlight Highlight So lange dies eines der grössten Probleme Europas ist, geht es der EU ja noch ziemlich gut.

    Wenn solche Phänomene hauptverantwortlich sind für den Klimawandel, bin ich auch positiv gestimmt, dass wir den Klimawandel in absehbarer Zeit rückgängig machen können.


    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 26.05.2019 07:40
      Highlight Highlight Mit diesem Argument kann man fast jede Diskussion abwürgen, weil es immer ein grösseres Problem gibt.
    • Miikee 26.05.2019 07:41
      Highlight Highlight Wenn sie schon bei solchen Kleinigkeiten Mühe haben, sind wir verloren. Man sollte den Laden so richtig ausmisten, was dort für Sesselfurzer sitzen ist unglaublich.
    • Knut Knallmann 26.05.2019 07:50
      Highlight Highlight Ein kleines Häufchen hier, ein Anderes da, das Ganze multipliziert auf der ganzen Welt und schon man hat einen riesigen Misthaufen. Anders gesagt: Mit vielen kleinen Massnahmen hätten wir in der Klimadebatte schon viel erreicht...
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