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Belgien: Zehn Millionen Euro Kaution für festgesetzten Tanker

Belgien: Zehn Millionen Euro Kaution für festgesetzten Tanker

04.03.2026, 12:2604.03.2026, 12:26

Der von Belgien festgesetzte Tanker der russischen Schattenflotte muss eine Kaution von mehr als zehn Millionen Euro hinterlegen.

Erst wenn die Kaution in Höhe von 10'020'000 Euro (rund 9,12 Millionen Franken) gezahlt worden sei und eine erneute positive Inspektion bestätige, dass das Schiff den Vorschriften entspreche, dürfe es wieder auslaufen, teilten Belgiens Justizministerin Annelies Verlinden und Verkehrsminister Jean-Luc Crucke mit.

epaselect epa12786885 A handout photo made available by the Belgian Defense Ministry on 01 March 2026 shows Belgian army intercepting and boarding oil tanker Ethera, registered in Guinea (IMO: 9387279 ...
Die belgische Armee bei der Aufbringung und Durchsuchung des Öltankers «Ethera».Bild: keystone

Insgesamt seien 45 Verstösse festgestellt worden. Dabei handelt es sich den Angaben nach unter anderem um gefälschte Zertifikate, die darauf zurückzuführen seien, dass der Tanker unter falscher Flagge Guineas gefahren sei. Zudem seien technische Mängel festgestellt worden.

Eine erneute Untersuchung des Tankers «Ethera» werde erst gemacht, wenn der Reeder oder Eigentümer angebe, dass der Tanker allen geltenden Vorschriften entspreche. Bis dahin müsse die 21-köpfige Besatzung an Bord bleiben.

Die Besatzung besteht den Angaben nach aus einem russischen Kapitän, sieben Offizieren indischer, georgischer und indonesischer Herkunft sowie 13 weiteren Besatzungsmitgliedern aus Indien. Belgien hatte den Öltanker mit Unterstützung Frankreichs am Wochenende festgesetzt. Er wurde zum Hafen von Seebrügge eskortiert.

EU warnt vor Gefahren durch Schattenflotte

Mit Schattenflotte sind Tanker und andere Frachtschiffe gemeint, die Russland zur Vermeidung von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt. Frankreich schätzt die Grösse der Flotte mittlerweile auf 1'000 bis 1'200 Schiffe, wovon 650 bis 700 mit Sanktionen belegt sind.

Die EU warnt schon länger davor, dass Schiffe der Schattenflotte als Plattform für den Start von Drohnen für Stör- oder Spionageangriffe genutzt werden können. (hkl/sda/dpa)

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