International
EU

Korruption im EU-Parlament: Mutmasslicher Drahtzieher im Hausarrest

Korruption im EU-Parlament: Mutmasslicher Drahtzieher im Hausarrest

06.04.2023, 19:2606.04.2023, 19:26

Im Bestechungsskandal im Europäischen Parlament darf der mutmassliche Drahtzieher Antonio Panzeri das Gefängnis unter Auflagen verlassen. Das zuständige Gericht habe entschieden, dass Panzeri seine Untersuchungshaft mit elektronischer Überwachung in Hausarrest verbringen könne, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Brüssel am Donnerstag. Die ehemalige Vizepräsidentin Eva Kaili und der belgische Europaabgeordnete Marc Tarabella bleiben demnach im Gefängnis.

epa10411639 (FILE) - Pier Antonio Panzeri, then chair of the European Parliament's Subcommittee on Human Rights, attends the 70th anniversary of the universal declaration of human right's co ...
Antonio Panzeri gilt als mutmasslicher Drahtzieher des EU-Korruptionsskandals.Bild: keystone

Panzeri hatte im Januar eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft unterschrieben, in der er zusagt, umfassend zur Aufklärung des Skandals beizutragen. In dem Ende 2022 öffentlich gewordenen Bestechungsskandal geht es um mutmassliche Einflussnahme auf Entscheidungen des EU-Parlaments durch die Regierungen von Katar und Marokko. Den Beschuldigten wird von der Staatsanwaltschaft Korruption, Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Kailis Lebensgefährte Francesco Giorgi durfte Ende Februar das Gefängnis unter Auflagen verlassen. Der Italiener muss seine Untersuchungshaft ebenso im Hausarrest mit einer elektronischen Fussfessel fortsetzen. Wegen möglicher Verstrickungen in den Skandal steht zudem der Europarlamentarier Andrea Cozzolino nach einer Gerichtsentscheidung in Neapel unter Hausarrest. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Wegen Schnee: Dutzende Tote und Verletzte in Afghanistan
Heftige Schnee- und Regenfälle in Afghanistan haben in den vergangenen Tagen mindestens 61 Menschen das Leben gekostet und 110 weitere verletzt. Das teilte der zuständige Katastrophenschutz mit. Zudem zerstörten die Unwetter binnen drei Tagen rund 450 Häuser ganz oder teilweise, hiess es weiter. Es handele sich um vorläufige Zahlen. Einsatzteams seien in den betroffenen Regionen unterwegs, die Opferzahl könnte steigen.
Zur Story