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Zahl der irregulären Grenzübertritte in die EU sinkt deutlich

Zahl der irregulären Grenzübertritte in die EU sinkt deutlich

Die EU-Behörde Frontex hat in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres mehr als ein Drittel weniger illegale Grenzübertritte an den Aussengrenzen Europas verzeichnet.
14.08.2026, 16:4114.08.2026, 16:41

61'000 unerlaubte Einreisen bedeuteten einen Rückgang von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte die EU-Grenzschutzagentur in Warschau mit. Die Behörde räumte ein, dass die genannte Zahl auf einer Auswertung vorläufiger Daten basiere und die «aussergewöhnlichen Ereignisse» an der EU-Aussengrenze der spanischen Exklave Ceuta nicht widerspiegele.

FILE- Frontex, foreground, and Greek coast guard vessels take part in a search and rescue operation, after the capsizing of a boat carrying migrants, off the coast on the northeastern Aegean Sea islan ...
Ein Patrouillenboot von Frontex vor Griechenland. Bild: keystone

Ende Juli waren nach Angaben der spanischen Regierung zeitweise rund 80'000 Menschen in die Exklave gelangt. Marokko selbst hatte die Zahl der Ankünfte mit rund 40'000 angegeben. 83 Menschen kamen dabei ums Leben. Der Vorfall löste eine Debatte über den Schutz der Aussengrenzen der Europäischen Union und die Verantwortung Spaniens aus.

Mehr Bootsflüchtlinge im westlichen Mittelmeer

Nach den Frontex-Daten führen die Hauptfluchtrouten weiterhin über das Mittelmeer, wo Migranten versuchen, mit Booten überzusetzen. Die Route über das östliche Mittelmeer von der Türkei nach Griechenland sowie die Route über das zentrale Mittelmeer von Libyen und Tunesien nach Italien und Malta machten insgesamt 60 Prozent der registrierten irregulären Einreisen aus.

Während es auf beiden Strecken einen deutlichen Rückgang gab, stellte die Grenzschutzbehörde auf der Migrationsroute über das westliche Mittelmeer nach Spanien einen Anstieg von 37 Prozent fest. (sda/dpa)

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