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Deutsche Soldaten der Bundeswehr ziehen aus Grönland ab

Deutsche Bundeswehrsoldaten ziehen aus Grönland ab

18.01.2026, 13:3418.01.2026, 16:13

Das Erkundungsteam der Bundeswehr ist aus Grönland wieder abgezogen. Die 15 Soldaten verliessen die Arktisinsel mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen, wie ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuvor hatte «Bild» berichtet. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag angekündigt, Sonderzölle gegen acht an der Erkundungsmission beteiligte Länder zu verhängen.

Das deutsche Team war erst seit Freitagabend deutscher Zeit in Nuuk, um die Bedingungen für militärische Übungen auszukundschaften. Die Ankunft hatte sich um einen Tag verzögert. Davor war davon die Rede gewesen, dass sich der Einsatz über drei Tage erstrecken werde. Am Samstagabend hatte es dann geheissen, es sei nicht absehbar, wie lang der Aufenthalt sein werde.

Nun sagte der Sprecher des Führungskommandos, das Team habe den Auftrag erfüllt. «Die Erkundungsergebnisse werden in den kommenden Tagen ausgewertet.»

US-Präsident Trump hatte am Samstag erneut ultimativ darauf gepocht, das zu Dänemark gehörende Grönland den USA einzuverleiben. Er begründet dies mit Sicherheitsbedenken wegen einer angeblichen Bedrohung durch China und Russland in der Region.

Trump rügte Entsendung der Soldaten

Trump übte auch heftige Kritik daran, dass Deutschland und andere europäische Nato-Staaten auf Einladung Dänemarks einige Soldaten für die Erkundungsmission geschickt haben. Trump erklärte, die Soldaten der Verbündeten seien dort «für unbekannte Zwecke». Dies sei eine «sehr gefährliche Situation» für die Sicherheit, den Schutz und das Überleben des Planeten.

Mehrere Nato-Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, hatten Soldaten auf die Insel entsandt. Es gehe um die Frage, ob die Arktis sicher sei und inwiefern Deutschland mit seinen Nato-Partnern dazu beitragen könne, hiess es dazu aus Verteidigungsministerium. Gegen diese acht europäischen Staaten kündigte Trump zusätzliche Zölle an.

Die europäischen Nato-Verbündeten sind anders als Trump der Meinung, dass Grönland nicht von den USA übernommen werden müsse, um die Arktis zu schützen. Sondern dies könne die Nato im Verbund übernehmen. (hkl/sda/dpa)

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