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Waldbrände in Europa: Die Lage in Spanien, Frankreich und Griechenland

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Weiterhin Waldbrände in Südeuropa – so ist die Lage in den verschiedenen Ländern

31.07.2026, 08:0331.07.2026, 08:03

Während sich die Waldbrandlage in Frankreich und Spanien entspannt und Tausende Evakuierte nach Hause zurückkehren, ist die Situation in Griechenland und der Türkei weiter angespannt. Von hoher Trockenheit und Hitze begünstigte Brände, die von kräftigem Wind weiter angefacht werden, machen der Feuerwehr sehr zu schaffen. Eine Übersicht.

Frankreich

An der französischen Atlantikküste haben inzwischen 144'000 der 224'000 evakuierten Menschen nach Hause zurückkehren können. Innenminister Laurent Nuñez sagte in den Abendnachrichten, dass «man davon ausgehen kann, dass das Schlimmste hinter uns liegt». Er fügte hinzu: «Wir sind optimistisch, bleiben aber weiterhin sehr wachsam.»

Wie die Präfektur in Bordeaux mitteilte, waren am Abend noch zwei Brandherde auf der Halbinsel Cap Ferret und südlich des Ortes Lacanau aktiv. Weitere am Vortag aufgeflammte Brände in Südfrankreich, im Burgund sowie im Wald von Fontainebleau bei Paris brachte die Feuerwehr unter Kontrolle.

KEYPIX - A handout photo made available by SIS (Geneva Fire and Rescue Department) show Switzerland's firefighters in a forest near Bordeaux, southwest France, picture issued 30 July 2026. France ...
Ein Feuerwehrmann im Einsatz nahe Bordeaux.Bild: keystone

Spanien

In Spanien sind die verheerenden Waldbrände in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo inzwischen weitgehend eingedämmt, die meisten Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen wurden aufgehoben. Erleichterung gab es auch aus der Provinz Castellón im Osten des Landes: Der grosse Waldbrand im Gebiet Vall d'Uixó nördlich von Valencia breitet sich nach Behördenangaben nicht weiter aus.

A view of the area scorched by a wildfire in El Tiemblo, Avila province, Spain, Thursday, July 30, 2026. (AP Photo/Manu Fernandez)
APTOPIX Spain Wildfires
Die Lage in Spanien gerät langsam wieder unter Kontrolle.Bild: keystone

Das Innenministerium teilte mit, dass der Notstand auf die zweite von vier operativen Stufen herabgestuft wurde. «Auch wenn sich die Lage positiv entwickelt, ist es unerlässlich, Vorsicht walten zu lassen und sich jederzeit an die Anweisungen der Behörden zu halten», erklärte das Ministerium. Die Brandbekämpfung in den betroffenen Regionen im Nordwesten dauert an.

Griechenland

Die Waldbrandlage auf Kreta spitzt sich weiter zu. Orkanartige Nordwinde fachen die Flammen immer wieder an und machen die Löscharbeiten zu einem gefährlichen Kraftakt. Nahe der Ortschaft Preveli brach ein weiterer Brand aus. Wegen der dichten Rauchschwaden musste die Küstenwache rund 50 Menschen aus einem Küstenabschnitt in Sicherheit bringen.

epaselect epa13140353 A fire burns through low-lying vegetation in Krya Vrysi, Rethymno, Crete, Greece, 29 July 2026. More than 150 firefighters, supported by four helicopters and four firefighting ai ...
Auf Kreta bleibt die Lage heikel.Bild: keystone

Die Feuerwehr kämpft bereits den zweiten Tag in Folge gegen die Flammen – viele Einsatzkräfte sind laut Behörden völlig erschöpft. Auch Löschflugzeuge und Hubschrauber können wegen der extremen Windverhältnisse nur eingeschränkt eingesetzt werden.

Gleichzeitig wurden auf den Ägäis-Inseln Andros, Kalymnos und Paros weitere Brände gemeldet. Experten sprechen von einem aussergewöhnlichen Wetterphänomen mit orkanartigen Böen. Erst ab heute Abend wird mit einer Entspannung der Lage gerechnet. Bereits am Mittwoch kamen bei den Bränden drei Feuerwehrleute ums Leben, vier weitere wurden verletzt.

Türkei

Einsatzkräfte in der Türkei kämpfen weiter gegen zahlreiche Waldbrände im Süden und Westen des Landes, die durch starke Winde angefacht werden. Seit Mittwoch habe man landesweit bei 169 Bränden eingegriffen, 163 davon seien am Donnerstagabend vollständig unter Kontrolle gebracht worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur den Forstminister Ibrahim Yumakli.

Der Waldbrand, der am Dienstag im Bezirk Kaş in Antalya ausgebrochen war, wurde nach intensiven Löschmassnahmen aus der Luft und vom Boden aus unter Kontrolle gebracht, ebenso der Brand im westtürkischen Isparta. Ein Sturm in Antalya habe die Löscharbeiten erschwert, sagte Yumakli. Es seien landesweit 21 Flugzeuge, 69 Helikopter, etwa 500 Löschfahrzeuge und mehr als 3'500 Kräfte im Einsatz. (dab/sda/dpa)

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