Forscher testen erstmals Verjüngungstherapie am Menschen
Die Wissenschaft ist dem Traum vom ewigen Leben erneut einen Schritt nähergekommen: In den USA wurde erstmals einem Patienten eine Verjüngungskur verabreicht. Dabei wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des US-Unternehmens Life Biosciences Zellen im Auge einer Testperson so umprogrammieren, dass sie sich wieder wie jüngere Zellen verhalten.
Der Patient leidet an Grünem Star, nun wird getestet, ob sich dieser mit dieser Methode rückgängig machen lässt. «Die Forschenden hoffen, dass die von den Genen kodierten Proteine die Regeneration von Nervenzellen im Sehnerv ermöglichen, der das Auge mit dem Gehirn verbindet und bei Menschen mit Grünem Star geschädigt ist», schreibt das renommierte Nature-Magazin zur Methode.
Die Risiken sind hoch
Kommt also bald die Unsterblichkeitspille? Nein, davon sind wir weiterhin weit entfernt. Allerdings handelt es sich bei diesem Fall um einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur medizinischen Behandlung von Alterserscheinungen im ganzen Körper. Im Vordergrund steht zuallererst die Frage, ob diese Umprogrammierung ohne unerwünschte Nebenerscheinungen – wie die Bildung von Krebszellen – verläuft.
Erste Tierversuche haben zwar keine solchen Effekte gezeigt, dennoch warnt Matt Kaeberlein, der ebenfalls auf dem Gebiet der Langlebigkeit forscht: «Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen, und das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen ist hoch.» (leo)
